1 minute reading time (176 words)

Reformstau belastet

Der Industriestandort Österreich kann sich ein weiteres Verzögern dringend notwendiger Reformen nicht mehr leisten«, warnt Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI, des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie, anlässlich eines Branchengesprächs im Juli. Die geringe Bereitschaft der Industrie zu Investitionen und die hohen Arbeitslosenzahlen sind Ederer zufolge eindeutige Zeichen dafür, dass Österreich Strukturreformen und Entscheidungen im Sinne von Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstand braucht. Die gewünschten Reformen betreffen unter anderem eine schlankere Verwaltung und flexiblere Rahmenbedingungen im Arbeitszeitrecht.

Allen voran sollte nun auch eine Schulreform stehen. Das »Bildungshaus Österreich« müsse neu gebaut werden, sagt auch Ederer. Die frühe Selektion reduziere die Chancengleichheit und den Bildungserfolg. Viel mehr sollten die Stärken der Kinder in einer gemeinsamen Schule bis zum 14. Lebensjahr gefördert werden. Diese Forderung scheint nun jegliche Parteigrenzen überwunden zu haben. Von Wien bis Vorarlberg wachsen die Rufer nach einer einheitlichen Unterstufe. Es besteht kein Zweifel, dass die Parteibücher ausgedient haben (sollten). Österreich braucht mehr Autonomie in Schulen und eine schlankere Schulbürokratie. Erst recht, wenn man bedenkt, wie lange es in diesem Bereich dauert, bis Änderungen tatsächlich zu wirken beginnen.

»Keiner darf davon ausgenommen sein«
Die Antithese