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Rückenwind durch BIM

»Partnerschaftliche Projektabwicklung«, »gemeinsames Tragen des Risikos«, »Abrechnung tatsächlich erfolgter Leistungen« – der Mond ist ein Stück grüner Käse und in der Hölle friert es. Doch was auf den ersten Blick für »alte Hasen« wie ein modernes Märchen klingt, wird durch Building Information Modelling (BIM) und Digitalisierung des Planungs-, Errichtungs- und Betriebsprozesses ermöglicht.

Bislang waren wir auf Augenschein, persönlich verfasste Protokolle und Abrechnungsregeln angewiesen, um bei einem Projekt das Gefühl von Kontrolle zu erlangen.  Mittels BIM und den begleitenden, digitalen Möglichkeiten können wir ein detailliertes und aktuelles Bild vom Projektstand, den bisher tatsächlich erbrachten Leistungen und dem daraus resultierenden Projektzeitplan erhalten. Das gilt nicht nur für den Planungs-, sondern auch und vor allem für den Errichtungs- und Betriebsprozess.

Diese Transparenz bietet allen Projektbeteiligten gleiche Bedingungen zur technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Einschätzung zu jedem Zeitpunkt. Dadurch können die bisher für Claim Management, Sicherheitszuschläge, Nachverhandlungen und Rechtsstreitigkeiten kalkulierten und aufgewandten personellen und finanziellen Mittel dem eigentlichen Immobilienprojekt zugute kommen. »Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser« – dieser Leitsatz der Zusammenarbeit kann mit BIM und den entsprechenden digitalen Anwendungen für alle Projektbeteiligten realisiert werden.

Auftraggeber und Auftragnehmer sind durch die synchrone, aktuelle Informationsbasis auf Augenhöhe und können so partnerschaftlich ihr gemeinsames Projekt realisieren. Die geschätzten 20 % oder mehr an Kostenreduktion können damit für günstigere Projekte, höhere Qualität, mehr Rendite oder einer Mischung von diesen verwendet werden. Jetzt liegt der Ball im Feld der Gesetzgeber und Juristen, den neuen Chancen der Entwicklung und Realisierung von Bauprojekten eine rechtssichere Umgebung zu bieten. Ich hoffe, dass sie mitspielen möchten.

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