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Die Führungsebene reicht nicht

Der digitale Wandel braucht vor allem eins: Menschen, die hinter ihm stehen. Dafür müssen die Personen, die von den neuen Prozessen und Abläufen tatsächlich betroffen sind, ins Boot geholt werden. Das geht nur mit viel Kommunikation und Transparenz.

Alle haben sie den Aufbruch in die neue Zeit gefeiert. »Wir stellen die Weichen für die Zukunft.« Nach mehreren Monaten eines intensiven Evaluierungsprozesses, in dem, unterstützt von mehreren externen Beratern und Sachverständigen, eine digitale Strategie erarbeitet wurde, war es so weit: Der Start des Projekts wurde mit allgemeinem Commitment zu einer sicheren und vor allem nachhaltigen Zukunft gefeiert.

Eine Roadmap wurde erstellt und aufeinander abgestimmte Milestones in einem Projektzeitplan definiert. Vorbildlich – alles koordiniert, definiert und dokumentiert. Kaum vier Monate später, beim ersten Arbeits-Meeting zur konkreten Umsetzung der neuen Prozesse, stockte alles ein wenig. Es schien, als ob niemand die Menschen, welche den digitalen Wandel durch Erstellen und Bearbeiten der notwendigen, zugrundeliegenden Daten letztendlich umsetzen, eingeweiht hätte. Abteilungsleiter, SYS-Admins und die Mitarbeiter, welche mittels BIM-, CAD-, Kalkulations-, Berichts-, und anderen Programmen letztendlich die Basis der »digitalen Umstrukturierung« erarbeiten, zeigten sich etwas überrascht ob der anfallenden Notwendigkeiten und Änderungen verglichen zum Status quo.

Ja, stimmt – in den internen Meetings wurde die digitale Restrukturierung und ihre Bedeutung für das Unternehmen kommuniziert, aber was das konkret bedeutet, wurde nicht gesagt. Während das gesamte obere und mittlere Management – zu Recht – Monate damit verbringt, sich und ihren Aufgabenbereich auf die veränderten Prozesse einzustellen, wird regelmäßig »vergessen«, den Bearbeitern der bisherigen und künftigen Datenbasis die konkreten Vorhaben und Ziele von BIM bzw. Digitalisierung im eigenen Unternehmen darzulegen. Das Verständnis für das kontinuierliche Ineinandergreifen der Daten verschiedener Quellen und die daraus resultierenden Möglichkeiten ist erforderlich, um die Datenbasis zu bearbeiten bzw. zu erstellen. Die immer komplexeren Anforderungen wird man nur erfüllen, wenn alle das gemeinsame Ziel und den gewählten Weg dorthin kennen und einige ihn auch verstehen.

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