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New World of Work pilotieren – Teil 2

Es gibt im Grunde vier Möglichkeiten, neue innovative Arbeitsformen auszutesten, bevor man in einen breiten Roll-Out in Unternehmen geht. Nach  "Pilot mit interessierten Freiwilligen im Unternehmen" (New World of Work pilotieren – Teil 1) widme ich mich nun dem Piloten mit einer Projektorganisation.

Die Alternative zum Pilotieren von New World of Work Szenarien im Unternehmen ist das Austesten in der Projektorganisation. Ich habe das zum Beispiel bei Microsoft in Zürich erlebt. Hier wurde eine Etage des Bürogebäudes für den New World of Work Piloten zur Verfügung gestellt. Das ist nicht die Hauptsache. Sondern die Hauptsache ist: Diese Etage wurde von Projektteams genutzt, die dort zusammengearbeitet haben. Das bietet sich an für Projektteams, die so intensiv zusammenarbeiten, dass sie einen “War Room” (= Fachbegriff aus dem Projektmanagement”) benötigen würden. Das kann das Auswahlkriterium für geeignete Projektteams für einen Piloten sein.

Bei Microsoft Zürich wurde im Rahmen des Piloten mit Projektteams das räumlich und zeitlich flexible Arbeiten intensiviert und auch die zur Verfügung gestellte Büroetage umgestaltet in Richtung eines non-territorialen Nutzungskonzeptes (Shared Desk, höherer Anteil von Social Areas, innovatives Büromobiliar, etc.).

Was ist der Vorteil Projektteams einzubeziehen in einen Piloten statt mit Freiwilligen und Interessierten aus der gesamten Organisation zu arbeiten? Der Unterschied ist Projektteams müssen miteinander kollaborieren und kommunizieren. Es gibt einen Arbeitszusammenhang. In Folge dessen können in diesem New World of Work Biotop tatsächlich Zusammenarbeitsszenarien ausgetestet werden. Bei Freiwilligen aus dem gesamten Unternehmen funktioniert dies nicht, da diese weiterhin in einer konventionellen Arbeitsumgebung agieren und deshalb isoliert sind in ihrer individuellen “New World of Work Blase”. Die Simulation oder das Testen von New World of Work in der Projektorganisation kommt also der Unternehmensrealität näher.

Der einzige Nachteil ist: Projektarbeit stellt eine Facette des Arbeitslebens dar und funktioniert in vielen Aspekten anders als Funktionen und Rollen in der Linienfunktion, z.B. im Controlling oder auch im Marketing. Denn nicht alles, was es im Unternehmen zu erledigen gilt, hat Projektcharakter. Von daher kommt ein Pilot der Unternehmensrealität schon sehr nah. Man muss nur im Hinterkopf behalten, dass die Simulation Grenzen in Ihrer Aussagekraft hat und tatsächlich auf dieses neue geschaffene Biotop beschränkt ist.

Viel stärke Einsichten würde ein Pilot liefern, wenn es gelänge, tatsächlich repräsentative Teile des Unternehmens einzubeziehen. Dazu mehr in den nächsten Artikeln zum “New World of Work pilotieren”.

Erstmalig erschienen am 8. August 2014 unter http://newworldofwork.wordpress.com/2014/08/08/new-world-of-work-pilotieren-teil-2/

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New World of Work pilotieren – Teil 1