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Mobile Worker fordern IT heraus

Der mobile Arbeitsplatz wird zur Selbstverständlichkeit. Doch wie soll seine technische Infrastruktur gestaltet sein, damit Arbeitgeber und Nutzer zufrieden sind?

Bereits heute bieten laut der Cisco-Studie „Workplace of the Future“ etwas mehr als ein Viertel aller Unternehmen ihren Mitarbeitern mobile Arbeitsplätze an. Zwei Eigenschaften prägen diese Arbeitsplätze heute: der Mobilitätsgrad und die Art der Arbeit.

Klarer Trend
Der Mobilitätsgrad ist durch den Arbeitsradius bestimmt. Laut „Mobile Workforce Survey 2012“, einer globalen Unternehmensumfrage von Novacrea Research Consulting in Zusammenarbeit mit The Future of Work Unlimited, wird zwischen intern mobilen, lokal mobilen und remote mobilen Arbeitsplätzen unterschieden. Intern mobil bedeutet, dass innerhalb des Firmengeländes, jedoch nicht am Arbeitsplatz gearbeitet wird. Lokal mobile Arbeitsplätze erlauben es, regelmäßig einen oder mehrere Tage in der Woche von zu Hause oder einem anderen Ort aus zu arbeiten. Remote mobile Arbeitsplätze sind für Personen gedacht, die weit weg vom Firmengebäude arbeiten und nur selten auf dem Firmengelände anzutreffen sind.

Mehr als die Hälfte aller mobil arbeitenden Personen sind gemäß der Cisco-Untersuchung hauptsächlich mit Arbeiten beschäftigt, die eine Form von Interaktion mit anderen erfordert – also Sitzungen (23 Prozent der Arbeitszeit), Telefongespräche (25 Prozent) oder auch andere Arten der Online-Zusammenarbeit (sieben Prozent).

2020 möchten 90 Prozent der Unternehmen mobile Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Damit sie dieses Vorhaben umsetzen können, müssen sie die heute gängige Praxis der vorgeschriebenen Arbeitsgeräte, der nur eingeschränkt zur Verfügung stehenden IT-Systeme und der engen Zugangsbeschränkungen auf Anwendungen und Daten verändern. Selbst Telefonie und Mail – die heute zur Verfügung stehenden Hauptkommunikationsinstrumente – sind in naher Zukunft stark zu verbessern.

Darüber hinaus ist es notwendig, die beiden wichtigsten Faktoren, Anwendungen und Daten, den Nutzern so zur Verfügung zu stellen, dass die interne IT die verschiedenen mobilen Arbeitsformen unterstützt.Intern mobil Arbeitende verbringen jeden Tag in einem Bürogebäude des Unternehmens, sind jedoch die meiste Zeit nicht an ihrem Arbeitsplatz. Eine ideale Arbeitsumgebung muss innerhalb der Firmengrenzen mitwandern und darf nicht fest an irgendein Gerät gebunden sein. Nur dann können sich intern mobil Arbeitende innerhalb der Firmengrenzen frei bewegen. Lokal mobil arbeitende Personen, die regelmäßig einen oder mehrere Tage in der Woche von zu Hause oder einem anderen Ort aus arbeiten, brauchen den gleichen sicheren und umfassenden Zugriff auf Anwendungen und Daten, den sie innerhalb des Firmengeländes haben.

Remote mobile Mitarbeiter, die weit entfernt vom Firmengebäude arbeiten und nur selten oder gar nie dort anzutreffen sind, benötigen diesen Zugriff ebenfalls – mit einem Unterschied: Sie brauchen ihn rund um die Uhr. Darüber hinaus sind Kommunikationsinstrumente notwendig, die eine physische Sitzungspräsenz weitgehend ersetzen – beispielsweise Videokonferenzen.

All diese Instrumente sind in die Organisationsabläufe des Unternehmens zu integrieren. Das erfordert nicht nur die Bereitschaft zu größeren Investitionen, sondern auch ein Umdenken auf Ebene der Unternehmen, die mobile Arbeitsplätze nicht nur als betriebswirtschaftliches Instrument der Rationalisierung sehen, sondern in ihre Unternehmenskultur integrieren.

24x7 Zugriff auf Daten
Die neuen Instrumente, die eine IT bereitstellen muss, werden sich von den heutigen Anwendungen stark unterscheiden. Sie unterstützen verschiedenste Plattformen und Geräte. Mobile Workers verfügen dank neuer Infrastrukturen künftig rund um die Uhr über einen sicheren Zugriff auf Daten und Dokumente – ganz gleich, wo sie sich gerade aufhalten. Die Unternehmens-IT wird sich in Zukunft flexibel an solche neuen Arbeitsmodelle anpassen und exakt da sein, wo sich gerade der mobile Arbeitsplatz befindet.

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