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Künstlicher Vergleich

Während die KI-Technologie für die Wirtschaft vor allem Hoffnungsträger ist, schürt sie im privaten Umfeld bei vielen Menschen Unsicherheit, erläutert eine Studie des Unternehmens SAP Concur folgerichtig. Knapp 70 % der Befragten geben an, KI überhaupt nicht zu nutzen. Ich frage mich, was die anderen 30 % nutzen – künstliche Intelligenz kann es schon rein technisch nicht sein.


Vielleicht bin ich als Science-Fiction-Enthusiast zu ungeduldig, dass mich dieses Schlagwort völlig kalt lassen würde. Selten, dass ein Terminus, den sich die IT-Branche zu eigen gemacht hat, so missverstanden wird – zumindest außerhalb der Hersteller und Dienstleister. Aber sicherlich denke ich zu klein. Immerhin sind auch Begriffe wie intelligente Netze und Smart Home in der Energiewelt breit akzeptiert: Niemand würde annehmen, dass eine Infrastruktur ohne Zutun des Menschen heute tatsächlich intelligent sei.

Wenn man die Marktschreier hört, ist bald jeder Entscheidungsbaum in einem Softwarecode bereits ein Zeichen für künstliche Intelligenz, eine Sprachsteuerung oder Übersetzungsfunktion das Kind artifizieller, intelligenter Eltern. Doch wie heißt es so schön: Erst wenn ein Schachcomputer morgen sagt, ich würde gerne etwas anderes spielen, beginnt die nächste Evolutionsphase »denkender« Algorithmen. Und ich weiß, ich tappe in die Falle, das menschliche Denkvermögen mit (künftigen) kognitiven Fähigkeiten eines IT-Systems zu vergleichen. Typisch Mensch!

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