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Übermorgen in Sicht

Für die vierte Mobilfunkgeneration LTE wurde eine nahtlose Integration von IP-Verkehr aller Art versprochen. Der IT-Fluss sollte grenzüberschreitend vom Festnetz über WLAN bis in die Mobilfunkinfrastruktur verlaufen. Was bislang LTE aus Konsumentensicht wirklich gebracht hat, sind bessere Bandbreiten und Latenzzeiten. Doch die Vereinheitlichung unterschiedlicher Netzstrukturen in den Services wird schon noch kommen, heißt es. Spätestens nach dem Jahr 2020 werden voraussichtlich die 5G-Netze auch über Europa ausgerollt.

Allerdings bedeutet dieser Schritt im Mobilfunk keine weitere Hardwarelawine, sondern vor allem die Konsolidierung bestehender Infrastruktur. Mit 5G sollen endlich auch heikle Businessdienste, angefangen von medizinischen Anwendungen über autonome Fahrzeugsteuerungen bis hin zu ausfallsicheren IT-Services aus der Wolke, medienbruchfrei auch vom Mobilfunk erbracht werden können. »Derzeit würde ich keinem Mobilnetzwerk als Untergrund für Remote Surgery vertrauen. Aber in Zukunft – warum nicht?«, bringt es Ralf Irmer, Manager Acess Technologies Vodafone Group R&D, auf einem 5G-Kongress im Februar auf den Punkt. Mit einer derart steuerbaren Netzinfrastruktur wird dann auch der größte Schrecken in den »Automated Driving«-Konzepten der Automobilindustrie neutralisert: Fahrzeuge werden selbstständig durch dichtbevölkerte Städte mit all ihren verletzlichen Fußgängern steuern und fahren können.

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