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„Aufgelockerte Bewölkung“ im Cloud-Konzept – reicht das?

Würde man CIOs dazu befragen, was die wichtigsten Vorteile von Cloud-basierten Business-Anwendungen sind, erhielte man wahrscheinlich  eine Reihe unterschiedlicher Antworten: manche würden die höhere Flexibilität durch die Cloud-Anwendungen nennen, manche würden wieder verbesserte Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Abteilungen oder Niederlassungen ins Feld führen. Andere wiederum erachten ortsunabhängiges Arbeiten, niedrigere TCO oder einfachere Kostenkontrolle als wesentliche Vorteile. Aber am Ende laufen all diese Vorteile auf eines hinaus: Cloud-Anwendungen ermöglichen spürbare Produktivitätssteigerungen für Unternehmen.

Dieser Ansatz ist schon seit längerem bekannt und nicht neu. Was neu ist, ist die Tatsache, dass viele Unternehmen nicht in vollem Ausmaß von diesen Vorteilen profitieren.

Eine neue Studie* zeigt, dass 83 Prozent der Unternehmen in Europa von den Cloud-Anwendungen in ihren jeweiligen Abteilungen nicht optimal profitieren. Jedes vierte Unternehmen macht dafür die ungenügende Integration mit anderen Geschäftsanwendungen verantwortlich. 75 Prozent sehen auch ihr Innovationspotenzial beim Einsatz von Cloud-Anwendungen beeinträchtigt, wofür wiederum 51 Prozent ebenfalls einen Mangel an Integration als Ursache nennt.  Mehr als die Hälfte der Befragten geben an, dass schon einmal Projekttermine nicht eingehalten werden konnten (52 Prozent) und ihre Abteilung in den letzten sechs Monaten Ausfallzeiten zu verzeichnen hatte (54 Prozent). Genau bei diesen Herausforderungen sollte eine Cloud-Anwendung ansetzen und Verbesserungen herbeiführen können.

Integrierte Cloud-Strategie

Der Schlüssel dazu ist die Integration. Cloud-Anwendungen haben wirklich ein hohes Verbesserungspotenzial für Unternehmen, aber nur, wenn sie richtig eingesetzt werden. Richtig heisst in diesem Zusammenhang „integriert mit allen notwendigen on premise Applikationen“ oder über einen gesamtheitlichen Cloud Ansatz. Durch mangelnde Integration werden die Cloud-Anwendungen isoliert und können daher den erwünschten Produktivitätsgewinn nicht erwirtschaften.

Standards spielen eine wichtige Rolle in der Integration. Cloud erfordert einen unternehmensweiten Einsatz, der die Daten im gesamten Unternehmen verknüpfen kann. Damit dies geschehen kann , müssen Anwendungen und Middleware auf Industriestandards wie z.B. Java beruhen, weil diese eine Gesamt-Plattform für die Entwicklung von Cloud-Anwendungen liefern, die “out of the box” funktioniert, unabhängig von IT Anbietern.

Während einige Unternehmen diese Integration in einem Schritt verwirklichen können , gehen andere wiedreum Schritt für Schritt vor.  In diesem Fall sind Standards noch wichtiger. Basieren die Cloud-Anwendungen auf offenen Standards, können diese im Unternehmen Schritt für Schritt in Einsatz genommen werden.

Bei der Wahl der Cloud-Anwendungen sollten die  Bedürfnisse des gesamten Unternehmens im Auge behalten werden und nicht nur die eines einzigen Geschäftsbereichs . Es sind also eine ganze Reihe von Anwendungen  - von Talent Management über ERP bis hin zu Finanzwesen und Customer Experience – einzubeziehen. Wenn dies geschieht, dann werden die Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile der Cloud schnell offensichtlich.

Die gute Nachricht ist, dass die oben genannte Umfrage ergeben hat, dass den Unternehmen die Notwendigkeit von integrierten Cloud-Anwendungen sehr wohl bewusst  ist.  78 Prozent der Unternehmen in EMEA gaben an, dass es wichtig sei, Cloud-Anwendungen vollständig miteinander und mit bereits im Unternehmen existierender Software zu integrieren. Sobald die vollständige Integration geschaffen ist, werden die Unternehmen schnell feststellen, dass ihre Cloud-Anwendungen einen neuen Standard in  Effizienz und Produktivität erreichen.

* “Cloud for Business Managers: the Good, the Bad, and the Ugly”, Mai 2013

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