3 minutes reading time (612 words)

Warum SaaS Sinn macht?

 

Heutzutage hat jeder schon von „Cloud“ gehört. In den letzten Jahren haben sich die IT-Industrie, Berater sowie die Medien intensiv damit beschäftigt, was Cloud Computing eigentlich ist und, vielleicht noch wichtiger, welche Vorteile sich dadurch für Unternehmen ergeben.

Der Fokus wird hier häufig auf die Verschiebung von Kapitalaufwendungen (CAPEX) zu Betriebsausgaben (OPEX) gelegt. Ebenso häufig geht es um IT-Probleme wie Skalierbarkeit, Flexibilität oder On-Demand-Kapazität. Auch dass die Komplexität des IT-Managements reduziert werden kann und sich der IT-Manager aufgrund freiwerdender Kapazitäten auf Lösungen konzentrieren kann, die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile bringen, werden als Vorteile angeführt. 

Während jedes dieser Argumente seine Berechtigung hat, überschatten sie oft eine der spannendsten Diskussionen. Damit meine ich, dass die Idee, Business-Anwendungen  in der Cloud durch ein Software-as-a-Service (SaaS)-Modell per Abonnement zu bezahlen,  mehr Vorteile bietet. Insbesondere macht es den Weg frei für Innovation und neue Technologien.

SaaS selbst ist kein neues Konzept. In der Tat kann seine Entwicklung  bis in die späten 1990er Jahre zurückverfolgt werden, als webbasierte Anwendungen, die von Application Service Providern (ASPs) geliefert wurden, die Fantasie vieler  IT-Manager anregten. Erste Anwendungen haben sich oft auf Sales Force Automation (SFA), Customer Relationship Management (CRM) sowie Web-Content-Management konzentriert.

Die neuesten und besten Features

Neue Funktionen wie Mobile oder Social Media machen nicht nur das Arbeiten angenehmer: sie machen die Arbeit effizienter und die Menschen produktiver. Sie ermöglichen auch Innovation  und bieten neue Wege der Zusammenarbeit.

Die Frage, die sich stellt, ist, wie man sicherstellen kann, dass die Mitarbeiter Zugriff auf diese neuen, fantastischen Features haben,  ohne den Aufwand eines kompletten Software-Upgrades. Die Antwort findet sich in einer unkomplizierten IT-Infrastruktur.

Unternehmens-Software-Anbieter aktualisieren ständig ihre SaaS-Business-Anwendungen, nicht nur, um die Funktionalität zu verbessern, sondern auch für mehr Sicherheit, höhere Benutzerfreundlichkeit sowie neue Patches und Bug-Fixes – all das geschieht im Hintergrund, ohne dass der Anwender etwas mitbekommt.  Die Anwender können die neuen Funktionen sofort einsetzen und bessere, fundierte Geschäftsentscheidungen treffen.

Die Nachfrage nach Social-Features in SaaS-Business-Anwendungen ist enorm. Während einige Anbieter einfach Funktionen hinzufügen, die sie dann „soziale Funktionen“ nennen, die aber wenig Mehrwert haben, beginnen innovative Unternehmen damit soziale Fähigkeiten dort einzubinden, wo es am meisten Sinn macht und die Anwender maximalen Nutzen daraus ziehen können.

Flexibilität zuerst

Erfolgreiche Unternehmen sind Gewinner, weil sie flexibel sind und sich gut an geänderte Rahmenbedingungen anpassen können.  Aber um diese Flexibilität zu erreichen, benötigen sich auch eine flexible IT, die es z.B. ermöglicht, neue Funktionen in die Anwendung zu integrieren, neue Anwender anzulegen oder eine komplett neue Anwendung zu entwickeln.

Die neuesten Business-Produkte von führenden Technologie-Anbietern machen es leichter, flexibel zu sein. Neue Benutzer können leicht integriert werden und Module oder Komponenten, die ursprünglich nicht im Paket enthalten waren, können leicht hinzugefügt werden. So können Unternehmen z.B. flexibel auf Nachfragespitzen reagieren.

Führende Unternehmen wie Oracle nutzen Industriestandards, um den Informationsaustausch zwischen In-House- und Cloud-Anwendungen zu vereinfachen. Durch die offenen Standards ist das Unternehmen nicht von einem Anbieter abhängig. 

Höheres Budget für Innovationen

Ein Argument, das bei jedem, nicht nur beim CFO, Anklang findet, ist die Umverteilung des IT-Budgets: während derzeit 80% des IT-Budgets für „Instandhaltung und Upgrades“ verwendet werden, reduziert sich dieser Anteil im SaaS-Modell entscheidend. Wenn es gelingt mehr Mittel für neue Projekte und Technologien bereitzustellen, entwickelt sich die Unternehmens-IT zum Innovationstreiber und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Geschäftsentwicklung.

SaaS-Lösungen weisen niedrigere Infrastruktur-und Wartungskosten auf, so werden Mittel frei, die in anderen strategischen Bereichen investiert werden können.  

Das SaaS-Preismodell bietet mehr Flexibilität als herkömmliche Abrechnungsmodelle. Die Unternehmen zahlen nur für die Leistung, die sie tatsächlich in Anspruch genommen haben. Einige Technologieanbieter ermöglichen den Kunden, ihre Daten in lokalen Rechenzentren zu hosten. So können die Kunden den  Aufwand für Software- und Hardware-Infrastruktur minimieren und gleichzeitig mehr in Innovation  investieren.

 

Der Luxus des Nichtwählens
Eurokrise – bald neues Aufflammen?