„Arbeitsplatz-Killer“ Digitalisierung?



Ob fortschreitende Robotik, virtuelle Assistenten, Deep Learning oder Big Data: die Digitalisierung hat die Industrie fest im Griff. Immer häufiger werden ganze Prozesse – von der Entscheidungsfindung bis zur Produktion und darüber hinaus – von künstlicher Intelligenz gesteuert und umgesetzt. Und dabei fragen sich viele Arbeitnehmer: Werde ich in Zukunft noch gebraucht? Die Antwort darauf ist deutlich und einfach zugleich: Ja. Was es aber braucht sind die richtige Einstellung sowie eine Arbeitsumfeld, das eine kontinuierliche Weiterbildung ermöglicht.

Arbeitsplätze verschwinden nicht

Laut einer aktuellen Studie der OECD zur Zukunft der Arbeit* führt die zunehmende Automatisierung bei rund einem Drittel (32 %) der bestehenden Arbeitsplätze zumindest zu einer radikalen Veränderung. Und für 14 % der Jobs besteht das Risiko der „vollständigen Automatisierung“. Von Mangel an Berufsstellen kann jedoch trotzdem nicht die Rede sein. Sieht man sich die Zahlen genauer an, so wird eine Verschiebung der Arbeitsstellen deutlich. Während die Zahl der Arbeitnehmer in der Produktion von 1995 bis 2015 um 20 Prozent sank, stieg diese im Dienstleistungssektor um 27 Prozent. Arbeitsplätze verschwinden also nicht – es ändern sich jedoch Branchen und Anforderungen.

Arbeitsmarkt im Wandel

Der Arbeitsmarkt ist also im Wandel. Und ebenso ändert sich die Arbeitsweise der Arbeitnehmer. Sie wollen nicht mehr länger an fixe Orte und Zeiten – Stichwort „nine to five“ im klassischen Büro – gebunden sein. Der Ruf nach mehr Flexibilität und entsprechender Arbeitsumgebung hallt schon lange durch die diversen Firmenräumlichkeiten. Alles Anforderungen, die ein digitaler Arbeitsplatz, ein „Digital Workspace“, ohne Zweifel erfüllt.

Dieser ermöglicht nicht nur ortsunabhängig einen sicheren und verlässlichen Zugang zu allen notwendigen Informationen und Anwendungen. Gleichzeitig erleichtern Collaboration Tools interaktive Trainings und Fortbildungen, stellen eine Umgebung für flexibles Online Learning dar, die den Mitarbeitern jederzeit und überall zur Verfügung steht. Und Weiterbildung ist – gedanklich zurückgesprungen an den Anfang des Artikels – einer der Erfolgsfaktoren für Arbeitnehmer im Zeitalter der Digitalisierung.

Investition in Fortbildung

Von Furcht braucht also keine Rede sein. Wer diese These vertritt, der hat die Digitalisierung nicht verstanden. Der Wandel des Arbeitsmarktes muss von Arbeitnehmern und Arbeitgebern als Chance gesehen werden. Denn: ohne menschliche Qualitäten wird auch in Zukunft kein Unternehmen erfolgreich sein. Auch wenn sich die Rolle der Mitarbeiter durch die Digitalisierung verändert, an Bedeutung werden sie nicht verlieren. Vielmehr werden sie auch zukünftig das zentrale Bindeglied zwischen Unternehmen, Produkten, Dienstleistungen und Kunden darstellen. Und daher sind Arbeitgeber gut beraten, ihre Mitarbeiter bei der Fortbildung bestmöglich zu unterstützen. Der Digitale Workspace steht jedenfalls bereit. Er muss nur noch zum Einsatz kommen.

* OECD Employment Outlook 2019: The Future of Work

Bild: iStock

Für eine sichere Rohstoffgewinnung heute und in Zu...
US-Wirtschaft schleicht dahin