Gaerner und Takkt sehen gute Chancen einer weiteren Expansion



Die Firma Gaerner sieht weiterhin positive Aussichten für das laufende Geschäftsjahr. Die politische Krise scheint keinerlei Auswirkungen auf das Wachstumspotential des Unternehmens zu haben. Dies ist nicht immer selbstverständlich, denn einige Wirtschaftszweige sind eng mit der politischen Situation verflochten und zeigen starke Reaktionen auf Veränderungen. Dies ist bei Gaerner nicht der Fall.

Takkt und Gaerner – eine starke Allianz

Im Jahr 2016 hat Takkt AG die Firma Gaerner übernommen. Dies war eine strategische Übernahme, da zusammen mehr Systeme, beziehungsweise Einrichtungen für Büros und Lager für Geschäftskunden, also B2B, angeboten werden konnte. Zudem konnte TAKKT nun stärker auf dem österreichischen Markt agieren, in dem zuvor Gaerner als heimischer Anbieter bereits eine starke Stellung innehatte. Aber auch Gaerner selbst profitiert von den neuen Zulieferungsmöglichkeiten, die die Takkt-Gruppe bereits durch ihren großen Kundenstamm hatte. So zeigt sich auch weiterhin der Erfolg der Takkt-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2018 erreichte der Umsatz einen Wert von 1,18 Milliarden Euro. Das ist 5,8 Prozent mehr zum Vorjahr. Seitens der Geschäftsführung wurden die Zukäufe insgesamt gesehen, die ständig das Portfolio der Gruppe erweitern. Nach einer Bereinigung der Akquisitionen bleibt dann noch ein 3,4% Zuwachs übrig.

Der Mutterkonzern Takkt AG musste hingegen einige Einbußen hinnehmen. Hierzu zählen höherer Frachtkosten und damit geringere Frachtmargen sowie ein Rahmenvertrag mit einem Großkunden der zu ihr gehörenden Hubert-Gruppe. Dies klingt zwar, wie bei anderen Unternehmen auch, reizvoll einen Rahmenvertrag auszuhandeln, da eine Bindung beider Vertragspartner ausgesprochen wird, aber die Margen sind enger geschnürt. So ist dies auch hier der Fall.

Positive Aussichten für Takkt und Gaerner


Ebenso im laufenden Jahr wird es Zuwächse geben, welche jedoch moderater ausfallen könnten. Davon geht die Geschäftsführung trotz politischer und in einigen Bereichen wirtschaftlichen Unstabilitäten aus. Selbst wenn eine Abschwächung in Europa und Nordamerika kommen sollte, die auch auf die Unternehmensgruppe Einfluss haben könnte, würde das Unternehmen mit Sparmaßnahmen gegensteuern.

Den Bereich der digitalen Transformation geht das Unternehmen energisch an. Bereits über 50% der Aufträge wurden über digital Kanäle generiert. Diesen positiven Effekt sieht man besonders auf den jeweiligen Internetseiten insbesondere der von Gaerner. Zusätzlich möchte das Unternehmen mehr in Start-Ups investieren. Ein Beispiel ist das Bremer Unternehmen Profishop, welches seit 2012 aktiv ist. Sie bietet eine B2B-Plattform für Verbrauchsgüter und Ausstattungsgegenstände an. Jene Firma passt sehr gut ins Portfolio der Gruppe hinein, da Produkte für Betrieb, Lager und ebenso Industriebedarf für Haus- und Gebäudetechnik angeboten werden. Gerade letzteres ist ein weiter auszubauender Geschäftsbereich des Unternehmens.

Zusätzlich soll eine Wertsteigerung der einzelnen Geschäftsbereiche erfolgen. Beispiele sind unter anderem das Portfolio-Management, strategische Initiativen, Auswahl von Zielmärkten und strategisches Personalmanagement.

Bild: pixabay/geralt

Strabag und Porr - wie Tag und Nacht
Was kann eine gute Absagekultur?