Verträge online kündigen – jetzt auch in Österreich

Wer seine Verträge über Jahre hinweg einfach laufen lässt, der wird in der Regel ganz schön viel Geld aus dem Fenster werfen. Auch wenn die Unternehmen immer wieder attraktive Angebote für Neukunden haben, so müssen die Stammkunden in der Regel akzeptieren, dass ihre Konditionen unverändert bleiben. Wer also Rabatte wünscht und von den gesunkenen Preisen profitieren möchte, der sollte regelmäßig seine vorhandenen Verträge durchsehen und mitunter auch kündigen, wenn es bessere Angebote gibt. Mitunter genügt auch nur die Übermittlung der Kündigung - in fast allen Fällen meldet sich das Unternehmen und bietet plötzlich hervorragende Konditionen an. Wer nicht einverstanden ist und dennoch kündigen möchte, wird in weiterer Folge feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, wenn man den Vertrag kündigen will.

Nicht alle Unternehmen reagieren kundenfreundlich

Einerseits sind es sehr lange Kündigungsfristen, andererseits fehlt dem Kunden oft auch einmal der Überblick, da nicht immer genau angegeben wird, an welche Adresse die Kündigung übermittelt werden soll. Sehr wohl kann es auch vorkommen, dass das Unternehmen sogar meint, nie eine Kündigung erhalten zu haben. Genau deshalb sollte man einerseits nie mündlich kündigen  (per Telefon) und andererseits immer einen schriftlichen Beweis aufheben (oder vom Unternehmen eine Eingangsbestätigung anfordern), sodass man am Ende keine unerwünschte Vertragsverlängerung akzeptieren muss, weil die Kündigung „nicht angekommen“ ist. Wer Hilfe benötigt, der kann die Dienste von sepastop.eu in Anspruch nehmen. Das Portal gibt es seit geraumer Zeit auch in Österreich und stellt kostenlose Musterbriefe zur Verfügung. Das Kündigungsschreiben kann auch direkt über das Portal an das jeweilige Unternehmen übermittelt werden – entweder online oder per Einschreiben. Die Kosten trägt der Auftraggeber – also der Kunde, der den Vertrag kündigen möchte.

Auch Österreicher können nun die Dienstleistungen von sepastop.eu in Anspruch nehmen

Österreich ist bereits das fünfte Land, in dem das Portal sepastop.eu zur Verfügung steht. 2015 begann die Erfolgsgeschichte, hinter der sich Nathan De Hert befindet. Zu Beginn stellte er den Dienst nur innerhalb Flanderns zur Verfügung, wenig später konnten auch die Niederländer, Franzosen und Deutschen zugreifen. Heute steht den Kunden eine Auswahl von mehr als 1.000 Unternehmen zur Verfügung, deren Verträge über sepastop.eu gekündigt werden können. Auf der Seite des Internetportals werden die Kündigungsvorschriften und auch die Kündigungsfristen und etwaige Zusatzkosten angeführt, die im Zuge der Kündigung entstehen können. Der Benutzer muss nur seine Daten eingeben, sodass es zur Generierung des Kündigungsschreibens kommt. Danach kann der Brief selbst ausgedruckt oder über sepastop.eu übermittelt werden.

Kündigung kann auch per E-Mail übermittelt werden

Was viele Konsumenten nicht wissen und zahlreiche Unternehmen verschweigen – Verträge, die nach dem 30. September 2016 abgeschlossen wurden, können nun auch per E-Mail gekündigt werden. Eine Gesetzesänderung hat es möglich gemacht, dass die Unternehmen nicht mehr auf Briefe oder Fax-Übermittlungen bestehen dürfen. Jedoch gilt die Gesetzesänderung nicht für alle Vertragsarten – Mietverträge und auch Arbeitsverhältnisse müssen weiterhin schriftlich gekündigt werden. Wer seinen Vertrag per E-Mail kündigt, sollte jedoch eine Lesebestätigung mitsenden oder die gesendete E-Mail abspeichern. Nur so kann der Konsument auch beweisen, dass er die Kündigung tatsächlich übermittelt hat.



Bilder: pixabay

Wann platzt die Immobilienblase?
5 Gründe, warum ich in einem exzellenten Unternehm...