Kryptowährungen: Vom Energiefresser zur energieschonenden Ressource?



Bislang galten digitale Währungen wie Bitcoin als Energiefresser und standen insbesondere aufgrund des Minings in der Kritik, bei welchem große Mengen an Strom für das Erzeugen der Coins verbraucht werden. Langsam ändern sich die Vorzeichen aber: Tatsächlich könnten Kryptowährungen in Zukunft nämlich zur de facto Zahlungsmethode in allen Geschäftsbereichen werden - und dabei auch noch Ressourcen sparen. Wie kann das funktionieren, welche Auswirkungen hätte das auf die Energiewirtschaft? Und welche Rolle spielt die IT dabei?

Reduzierung des Energieverbrauchs um 99 Prozent

Bei den Anlegern sind Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, schon lange extrem populär. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass manche Währungen die Umwelt zu sehr belasten. In Zukunft könnten Kryptowährungen aber tatsächlich zu den ressourcensparendsten Finanzprodukten auf dem Markt gehören. Denn bislang wurde beim Mining, also beim Schürfen neuer Coins an (privaten) Rechnern, sehr viel Energie verbraucht. Dies kann vor allem der noch jungen Technologie zugeschrieben werden, die hinter Bitcoin und Co. steckt.

Jedoch könnte sich die Lage in Zukunft ändern: Wie viel Potenzial Kyptowährungen beim Thema Ressourcen-Einsparung haben, zeigt das Beispiel der zweitgrößten digitalen Währung auf dem Markt, Ethereum. Etwa neun Megajoule an Energie werden aktuell beim Mining von Ethereum verbraucht, um das digitale Äquivalent zu einem US-Dollar zu erzeugen - halb so viel wie bei Bitcoin, aber immer noch viel zu hoch, um als ressourcensparend zu gelten. Nun hat Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin angekündigt, durch die Umstellung auf einen neuen Algorithmus, welcher das Proof-of-Stake-Verfahren nutzt, den Energieverbrauch um beeindruckende 99 Prozent zu senken. Dadurch würde Ethereum auf einen Schlag vom Energiefresser zum Ressourcen-Schoner werden. Auch andere Kryptowährungen haben dieses Potenzial: Mit dem Reifen der Technik wird der Stromverbrauch immer weiter sinken - bis irgendwann die Vorteile der digitalen Coins (Verschlüsselung, schnelle Transaktionszeiten, vollständige Digitalisierung und Dezentralisierung) überwiegen werden. Neben der Künstlichen Intelligenz, die inzwischen sogar bereits beim Immobilien Investment eingesetzt wird, ist die Blockchain eines der großen Stichworte der Computerbranche im Jahr 2019.



Blockchain als Stichwort


Interessant ist dies nicht nur für Anleger, sondern auch für den Handel. Aufgrund ihrer aufwendigen Verschlüsselung sind Kryptowährungen prädestiniert, Finanzgeschäfte sicherer zu machen, den Business-to-Business-Bereich schlanker zu gestalten und innovative Firmen groß werden zu lassen. Unter anderem aufgrund der großen Potenziale der Technologie steigen nicht nur Bitcoin und Ethereum im Kurs. Auch der Wert anderer Coins, wie zum Beispiel beim TRON Kurs ersichtlich, hat sich in jüngerer Vergangenheit entweder deutlich erhöht oder stabilisiert. Denn auch Währungen wie TRON haben das Potenzial, der Wirtschaft innovative Impulse zu verleihen. Sollten diese in Zukunft auch energiesparend ablaufen, so könnte das für eine Revolution auf den Märkten sorgen.

Wichtig ist dabei besonders die Rolle der IT-Industrie. Unternehmen wie Digital Ledger Systems und A1 bieten bereits heute Blockchain-as-a-Service an. Auch in Österreich sind die Potenziale in diesem Bereich noch lange nicht ausgeschöpft.

Fazit

Digitale Währungen haben das Potenzial, sich von Energiefressern zu ressourcenschonenden Finanzmitteln zu entwickeln. Dies sieht man nicht nur am Beispiel von Ethereum, welches seinen Energieverbrauch um 99 Prozent reduzieren will. Die wichtigsten Kryptowährungen überzeugen allesamt nicht nur als Anlagemethoden, sondern auch durch ihre Blockchain-Technologien. Und könnten in Zukunft sogar das Bargeld ablösen. Dies würde Finanztransaktionen nicht nur einfach und sicherer machen, sondern letztlich auch Ressourcen sparen. Genau darin liegt das große Potenzial der digitalen Münzen.

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