Klaus Lengauer ist BIM-Consultant bei A-NULL Bausoftware und Mitglied in vielen relevanten Normenausschüssen. Als einer der führenden Experten in Sachen Building Information Modeling wird er die Leserinnen und Leser des Bau & Immobilien Report mit seinem BIM-Tagebuch mit Neuigkeiten und Hintergrundinfos zum Thema BIM versorgen.
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Betriebskosten senken mit BIM

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Mit Hilfe von BIM-Daten können die zu erwartenden Betriebskosten frühzeitig berechnet werden.  Das ermöglicht korrigierende und optimierende Eingriffe bereits in der Planungsphase.

Betrachtet man die Gesamtkosten und Aufwände einer Immobilie über ihre Lebensdauer hinweg, zeigt sich, dass die anfallenden Kosten für Betrieb und Wartung eines Gebäudes die Planungs- und Errichtungskosten im Vergleich um ein Vielfaches übersteigen. Während bei der Errichtung von Gebäuden längst auf Projektsteuerung, Kosten- und Qualitätskontrolle gesetzt wird, um die Wirtschaftlichkeit des Bauprojekts sicherzustellen, werden die Möglichkeiten zur vorausschauenden Gestaltung der späteren Betriebskosten nur teilweise genutzt. Der Betrieb eines Gebäudes ist von derart vielen beteiligten Partnern sowie äußeren und inneren Faktoren abhängig, dass es bisher schier unmöglich schien, mit vertretbarem Aufwand aussagekräftige, detaillierte Berechnungen der künftigen Betriebskosten im Vorfeld durchzuführen.

Inzwischen können jedoch durch den Einsatz von Building Information Modelling (BIM) bereits in sehr frühen Planungsphasen detaillierte Gebäude- und Anlagendaten erstellt werden, die von den Planern ins BIM-Modell integriert werden. Mittels standardisiertem, automatischem Datenaustausch in geeignete Betriebsmodelle des Facility Management (FM) können dann vergleichsweise schnell und zuverlässig Aussagen zu den zu erwartenden Betriebskosten eines Gebäudes getroffen werden. Das ermöglicht korrigierende und optimierende Eingriffe auf die späteren Betriebskosten dann, wenn es noch kosten- und ressourcensparend möglich ist, nämlich in der Planungs- bzw. Vergabephase.

Es liegt in der Verantwortung des Bauherrn, dafür zu sorgen, dass ein konkretes Nutzungs- und Anforderungsprofil des Gebäudes erhoben wird, welches der Planung zugrunde liegt. Nur so können die Planungsschritte laufend auf ihre Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden.  Um einen effizienten Einfluss auf die späteren Betriebskosten und Nutzungsabläufe zu haben, muss das Facility Management ein Teil des Planungsteams sein und auch das Projekt während der Errichtung überwachen, um bei teuren Fehlentwicklungen aus Sicht des Betriebes rechtzeitig korrigierend eingreifen zu können.

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