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Sechs Wochen Urlaub?

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Arbeitszeitdiskussionen gehören seit vielen Jahren zur nahezu täglichen Routine aller Beteiligten. Die letzten Wochen haben aber  gezeigt, dass diese Diskussion auch in eine Sackgasse führen kann. Ein nicht  unwesentliches Thema ausschließlich an einem Punkt so nachdrücklich festzumachen kann letztlich nicht zum Ziel führen. Natürlich ist es für uns alle angenehm sich mit Freizeit zu umgeben. Es stellt sich aber die Frage  können wir uns diese Freizeit auch überhaupt leisten? Wie gestalten wir diesen  Freiraum? Die Art und Weise wie man dogmenhaft die Forderung nach sechs Wochen Urlaub gestellt hat erinnert  mich irgendwie an  das menschliche Verhalten vor einem Bankomat. Jeder denkt nur daran Geld  zu entnehmen, wie es aber hineinkommt daran denken wir  nicht.

Das heute einfache Denkmodel des 19. Jahrhunderts für mehr Wohlstand und Lebensqualität für die berufstätige Generation geht heute einfach nicht mehr. Der Wert an sich und die Forderung ist nach wie vor unbestritten. Es sind aber auch die Gegebenheiten und die Möglichkeiten der heutigen Welt die sich geändert haben. Wir leben nicht mehr in einer lokal orientierten Umgebung. Unser Leben hat sich in  seiner Grundstruktur deutlich verändert. Die ideologisch getragenen Modelle der Vergangenheit sind heute vielleicht nur mehr für Funktionäre oder Vertreter der Interessensgruppen ein Verkaufsargument. Nach dem Motto, wir fordern etwas, einfach um des Fordern Willens. Wenn die Gegenseite es ablehnt, dann haben wir halt ein Feindbild aufgebaut. Der Lösung sind wir aber nicht näher gekommen.

Fakt  ist, dass aber die betroffenen Menschen dann  den Misserfolg sehen. Man hat eine  Erwartungshaltung gesetzt, die man nicht erfüllen kann. Diese Menschen sind dann natürlich für populistische Politik offen und diese Strömungen brauchen eigentlich nichts mehr zu ihrem Erfolg beizutragen. Beim Fußball würde man das als „aufgelegten Elfmeter“ bezeichnen.

Dabei gibt es doch kreative Denkansätze für mehr Lebensqualität, Sicherheit und Wohlstand für die Menschen in der Berufswelt zu sorgen. So hat vor Jahren die Gewerkschaft der Privatangestellten ein Modell entwickelt, welches leider an politischer  Kurzsichtigkeit der agierenden Politik nicht weiter verfolgt wurde. Dieses Modell hat schon vor Jahren Möglichkeiten aufgezeigt, welche für alle Beteiligten im gesamten Wirtschaftsprozess Vorteile bringen würde. Leistungen, Produktivität und Lebensqualität nachhaltig zu ermöglichen wären mit den Vorschlägen durchaus sicher zu stellen. Veränderungen in der Produktionswelt 4.0 bedürfen neuer Denkanstöße und Willen zur Veränderung.

Bildung, aber auch individuelle Leistungsfähigkeit sind dabei Grundvoraussetzungen. Diese Fähigkeiten Erfolge einzufahren sind sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer notwendig und möglich zu machen. Formelle Ausbildungsabschlüsse alleine sind dafür keine Garantie. Ein neues grundlegendes Denkverhalten ist dafür Bedingung. Selbstverständlichkeit führt zu einem reinen verwalten. Neugier und das Bemühen mehr zu wissen, zu können gilt es zu fördern. All dies kommt in dem erwähnten Konzept der GPA-djp zum Tragen.

Arbeitszeitverkürzungen und mehr Freizeit sind nur dann machbar, wenn die Rahmenbedingungen dazu passen. Sind nur in theoretischen Modellen eine Garantie für mehr Arbeitsplätze und sozialer Absicherung in der Zukunft. So vernetzt unsere heutige Welt auch ist, sie braucht gerade deshalb mehr Flexibilität und Regulierungen die die Gegebenheit berücksichtigen und nicht dem  Selbstzweck dienen. Freizeit ja, aber  sinnvoll. Persönliche Weiterentwicklungen sowohl geistiger als auch gesundheitlicher  Natur wären eher angebracht als mehr Freizeit welche für die Menschen unter Umständen nicht mehr leistbar ist.

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