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Schmutzige Stromimporte

Es ist ein Wettlauf mit ungleichen Mitteln. Die großen heimischen Energieversorger wie Verbund oder Wien Energie mühen sich ab, trotz ihrer traditionellen Erzeugungsstrukturen mit fossilen Anteilen künftig verstärkt in Erneuerbare zu investieren. Gleichzeitig ringen alternative Energieerzeuger aus Biomasse,
Solar- und Windkraft um Marktpositionen und Legitimation in den Fördermodellen und im Ansehen bei der Bevölkerung. Niemand würde behaupten, dass in Österreich die Themen Nachhaltigkeit und  Energiewende von der versammelten E-Wirtschaft nicht ernst genommen werden. Und doch basieren gut 12 % der verbrauchten elektrischen Energie in Österreich auf Atomkraft – zumindest rechnerisch.

Mit 9.275 GWh Nettostromimporten deckte Österreich 13,5 % des Stromverbrauches ab. Der Stromimport kam größtenteils aus Tschechien und Deutschland. Gerade diese beiden Nachbarländer verfügen über einen sehr großen Atomstromanteil am Stromverbrauch, heißt es bei der Interessensvertretung IG Windkraft (Aussendung). In Tschechien liegt dieser bei knapp 36 %, in Deutschland bei rund 15 % und in Bayern mehr als 47 %. Rechne man mit diesen Atomstromanteilen, wären 2014 mehr als ­12 % des österreichischen Verbrauchs mit Atomstrom gedeckt worden. »Für ein Land, das sich vor 37 Jahren von der Atomenergie verabschiedet hat, ist es enttäuschend, noch immer von 12 % Atomstrom abhängig zu sein.«

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