Martin Szelgrad ist Chefredakteur der Fachmagazine "Telekom & IT Report" und "Energie Report", der Plattform "eAward" sowie ständiger Autor im Wirtschaftsmagazin "Report (+) Plus". Geboren 1973, ist er zwischen zwei Welten geraten: Jener des neuen Arbeitens mit all ihren Vorteilen und Herausforderungen dank IT-Werkzeugen und jener der bislang tradi...tionellen Unvereinbarkeit von Arbeit und Freizeit. Die Wahrheit liegt freilich dazwischen, Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich - zum Positiven. More

Es geht nur in eine Richtung: sonnenwärts

In der Berichterstattung des Energie Report, in unseren Themen und Schwerpunkten, drängen sich seit Jahren die Erneuerbaren auf. Warum, muss an dieser Stelle wohl nicht mehr erklärt werden. Eine der umtriebigsten Solarunternehmerinnen in Österreich, Cornelia Daniel, berichtet in ihrem Kommentar vom nahen Beginn der »Solaren Singularität« – einem Punkt, an dem Strom aus Photovoltaik in Kombination mit Speichern so günstig ist, dass er zur Standardstromquelle in unserer Welt wird.

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So geht es den IT-Messen!

Angesichts »rückläufiger Flächenbuchungen« für die CEBIT bereinigt die Deutsche Messe AG ihr Veranstaltungsportfolio. Die industrienahen Digitalthemen der werden in der Hannover Messe weitergeführt, für die übrigen Themenfelder der CEBIT sollen »inhaltlich spitze« Fachveranstaltungen entwickelt werden, teilt man Ende November mit. Das letzte Kapitel der Erfolgsgeschichte der einst weltgrößten Business-IT-Messe ist also zu Ende. Damit reiht sich der Messetod in eine lange Reihe abgesagter Branchentreffs, wie wir es auch in Österreich erlebt haben. Die IT hat sich in ihrem Erfolg selbst überholt und ist nachhaltig in die unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche und Sektoren eingedrungen. Das hat also gut geklappt. Messeveranstalter müssen sich dagegen neue Themen suchen.Im Netz kursiert in diesen Tagen ein Video aus dem Jahr 1985. Heinz ­Nixdorf spricht anlässlich der angekündigten Abtrennung des Themas Büromaschinen und EDV von der Industriemesse in Hannover, er möchte sich »ein klein wenig beklagen dürfen«. Er sei »gar nicht glücklich«, dass »diese große Messe in Hannover so wesentlich in ihrer Einzigartigkeit geändert wird«. Nixdorf war damals skeptisch. Er brauchte drei Jahrzehnte bis sich dieser Kreis geschlossen hat.Mein »ceterum censeo«: Nutzen Sie den Wirtschaftspreis »eAward« für Projekte mit IT-Bezug, um Ihre Leistung und den Nutzen für Ihre Zielgruppen zu zeigen. Mehr unter award.report.at

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Machen Sie auf Ihre Arbeit aufmerksam!

Sie haben viel Zeit und Energie in Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihre Plattform gesteckt? Nutzen Sie den Wirtschaftspreis »eAward« für Projekte mit IT-Bezug, um Ihre Leistung und den Nutzen für Ihre Zielgruppen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen! Zeigen Sie mit einer Teilnahme, in welchen Gebieten Sie sich wohl fühlen und wo Sie erfolgreich sind! Eine Nominierung oder gar ein Gewinn im Rahmen des Awards sind hervorragende Möglichkeiten für Publicity und Berichterstattung in den Medien.Einreichungen sind noch bis 30. November möglich. Der eAward zeigt die Möglichkeiten von Informationstechnologie bei der Neugestaltung von Geschäftsprozessen. Seit 2005 werden jährlich Projekte, Services und Produkte aus Österreich mit hohem Kundennutzen ausgezeichnet. Einreichungen sind in sieben Kategorien möglich. Zusätzlich verleihen wir am 31. Jänner 2019 nach einigen Jahren Pause auch wieder einen Sonderpreis zum Thema »Barrierefreiheit in der IT«. Alles was wir benötigen, ist die Beschreibung Ihres Produkts oder Services.Bislang wurden über 1.200 Projekte nominiert und mehr als 400 Sieger­Innen ausgezeichnet. Was uns besonders Spaß macht: Viele der Einreichungen und Nominierungen werden übers Jahr mit Berichterstattung in den Magazinen des Report begleitet.Mehr unter award.report.at

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Evaluierung im Gange

Jetzt ist es so weit: In einer für österreichische Verhältnisse durchaus wohlüberlegten Ausschreibung können Unternehmen – allen voran die Mobilfunker – für 5G vorgesehene Frequenzspektren erwerben. Eine erste Auktion ist fürs 1. Quartal 2019 angesetzt. Erstmals ist auch ein kostengünstigeres Infrastruktur-Sharing möglich. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass im vorgesehenen Auktionsmodell die berüchtigt teuren Bieterschlachten wohl ausbleiben werden.

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Künstlicher Vergleich

Während die KI-Technologie für die Wirtschaft vor allem Hoffnungsträger ist, schürt sie im privaten Umfeld bei vielen Menschen Unsicherheit, erläutert eine Studie des Unternehmens SAP Concur folgerichtig. Knapp 70 % der Befragten geben an, KI überhaupt nicht zu nutzen. Ich frage mich, was die anderen 30 % nutzen – künstliche Intelligenz kann es schon rein technisch nicht sein.

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Große Verantwortung

Mit der EU-Ratspräsidentschaft, die Österreich in den nächsten Monaten inne hat, steht die Bundesregierung unter dem Druck, die Verhandlungen der letzten Sub-Themen des großen Clean-Energy-Package der EU zu einem konstruktiven Ende zu bringen. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Erstens hat die bulgarische Ratspräsidentschaft bereits gute Vorarbeit geleistet. Und zweitens haben wir auch die richtigen ExpertInnen dazu, die den Markt kennen und auf österreichische Art und Weise einen Konsens zwischen den unterschiedlichen Interessen der Staaten und der Stakeholder herstellen können.

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Abenteuer IKT

Wir feiern mit dieser Ausgabe 20 Jahre Telekom & IT Report (Link zu E-Paper und PDF) und damit auch zwei Jahrzehnte IKT-Markt – der damals, in den Anfangsjahren des Mobilfunks, frecher, verrückter und dynamischer war, als jedes andere Wirtschaftssegment. 1997/1998 war das älteste GSM-900-MHz-Netz in Österreich gerade einmal drei Jahre alt. Die Auguren sprachen zu Beginn des Zeitalters der allgegenwärtigen Vernetzung von 200.000 Teilnehmern, die sich für den Masseneinsatz von Handys in Österreich interessieren würden. Nun, es kam anders, wie Sie heute auf ihrem Smartphone googeln können. Wir denken nicht mehr über die Technologie nach, die im Hintergrund läuft, wenn wir Katzenfotos posten. Diese Selbstverständlichkeit zu ermöglichen, das war das erklärte Ziel des Marktes vor 20 Jahren.

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Stromladung und Strompreiszone

In einer unserer bislang umfangreichsten Recherchearbeiten haben wir Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität in den großen europäischen Städten unter die Lupe genommen. Insgesamt untersuchte die Redaktion 75 Städte und war dort, wo sie Ansprechpartner zu diesem Thema gefunden hatte, direkt mit den Stadtverwaltungen in Kontakt. Schon allein eine Rangliste zu erstellen, welche Kommunen heute führend bei Ladepunkten im öffentlichen und halböffentlichen Raum sind, ist nicht einfach. Städte und Regionen definieren und gewichten Daten dazu teils sehr unterschiedlich. Wir haben trotzdem einen Vergleich gewagt und glauben, damit Neuland betreten zu haben. Ländervergleiche gibt es bereits. Unseres Wissens liegt nun aber die erste umfangreiche Erhebung von EV-Ladepunkten im Städte-Ranking vor. Lesen Sie dazu mehr hier (Link).

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Größte Veränderungen im Mobilfunk

Die nächste Mobilfunk-Generation »5G« wird nicht nur schnellere Services, breitbandigere Anwendungen und kürzere Latenzzeiten bringen – sie wird die gesamte Branche in ihren Grundfesten erschüttern. Die Monopole der Mobilfunker werden mit 5G auf zumindest lokaler Ebene ihr Ende finden, denn Sende- und Empfangsequipment wird so klein, so verteilt und so zahlreich sein, dass auch Fahrzeuge, Gebäude und Maschinen massiv damit bestückt werden.

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Warnung vor der ­Katastrophe

Die Herausforderungen im Betrieb der Stromnetze steigen weiter. Die Aufwände für das Engpassmanagement in Österreich haben 2017 in den ersten zehn Monaten bereits ein Mehrfaches des Aufwands in den Vorgängerjahren betragen. »Niemand weiß, wo der tatsächliche Kipppunkt liegt und wie lange es noch gut gehen wird«, zitiere ich an dieser Stelle den umtriebigen Zivilschutz-Experten Herbert Saurrugg.

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Warnung vor Re-Monopolisierung

Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber  – kurz VAT – warnt gemeinsam mit der ISPA – Internet Service Providers Austria vor einer seit Jahren »bedenklichen Entwicklung« des Breitbandmarktes: Österreich war bis 2008 Vorreiter in Sachen Wettbewerb bei Breitbandinternetzugängen über das Festnetz. Seither reduziert sich der Marktanteil alternativer Anbieter kontinuierlich und liegt mittlerweile deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Der heimische Marktführer A1 Telekom Austria kontrolliert den Großteil der Breitbandinfrastruktur, wobei diese zu überwiegenden Teilen aus der ehemals staatlichen Infrastruktur besteht.

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Globale Energiewende ist machbar

Die weltweite Energiewende hin zu 100 % erneuerbarer Stromversorgung ist nicht mehr eine reine Zukunftsvision, sondern greifbare Realität. Das hat eine Studie der finnischen Lappeenranta University of Technology zusammen mit der Energy Watch Group ergeben. Die Studie ist im November im Rahmen der Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP23 in Bonn präsentiert worden.

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Schub für den ­Wettbewerb

Die Übernahme von Tele2 durch den Mobilfunker Drei markiert ein vorläufiges Ende der Marktkonsolidierung unter den großen Telekommunikationsprovidern in Österreich. Für Drei bedeutet die zugewonnene Leitungsinfrastruktur – der Glasfaser-Ring der ehemaligen Silver Server in Wien und die Festnetz-Assets in Form von entbündelten Leitungen des vormaligen UTA-Netzes – näher an den Marktführer A1 Telekom Austria rücken zu können.

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Zum Staunen und Verzweifeln

Die Industrie und Energiewirtschaft sind ebenso wie alle Wirtschaftszweige von der Digitalisierung betroffen. Wobei: Der Terminus »betroffen« zielt natürlich eher auf jene Unternehmen ab, die sich den kommenden Veränderungen gegenüber uneinsichtig zeigen.

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Fruchtbarer Boden für Entwicklung?

Bei einem Gespräch des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie empfahl Obfrau Brigitte Ederer der EU (und damit allen Staaten, auch Österreich), ihre Förderpolitik zu überdenken.

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Wer bremst, verliert

Die Europäische Kommission hat im November des Vorjahres das »Clean Energy for all Europeans«-Paket vorgestellt. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Anpassung des Strommarktdesigns.

Bei einer Veranstaltung der E-Control Anfang Juni wurde das Legislaturpaket zum Umbau des Energiesystems breit diskutiert (Hier geht es zum Nachbericht der E-Control). Bei einem Podiumsgespräch von »Eurokraten« aus Brüssel und der europäischen Agentur ACER mit Vertretern der österreichischen Energiewirtschaft und Sozialpartner wurde offensichtlich, dass große politische Ideen zwar ALLE gutheißen. Wenn es zur Umsetzung und Beschneidung von Kompetenzen in Österreich kommt, wird es aber holprig.

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Gesucht: Beton für die Basis IT

Was können Unternehmen tun, damit ihre IT-Service-Paletten verfügbar bleiben? Abgesehen von Industrieunternehmen mit kritischen, vorgeschriebenen Prozessen, war dies vor wenigen Jahren eine Themenstellung, die IT-Ausfälle mit einer Dauer von wenigen Stunden behandelte. In der modernen Wirtschaft und Gesellschaft wissen wir: Bereits Downtimes von wenigen Minuten sind heute bei breiteren Skalierungen katastrophal. Sie führen zu Umsatzeinbrüchen, die Kundschaft wandert zur Konkurrenz und es droht – weitaus am schlimmsten – ein nachhaltiger Imageverlust.Mittlerweile ist es völlig egal, warum es zu einer Störung eines Services kommt. Was zählt, ist die Zeitspanne bis zur Wiederherstellung. Bei Tier-1-Systemen gehen diese Spannen sogar bis auf wenige Sekunden hinunter, bis etwas passiert – oder seitens der IT-Abteilung etwas passieren sollte (Telekom & IT Report, Ausgabe 3/2017, Seite 8, E-Paper). Das Problem: Für die Unternehmen ist die digitale Transformation ein schöner Begriff. Doch wer die Verfügbarkeit der IT-Basis nicht in den Griff bekommt, hat vom Wandel nichts.Versorgungssicherheit in der IT gerät immer mehr zu einer wesentlichen Säule des Geschäfts, ohne diese extra benennen zu dürfen. Denn eigentlich sollten funktionierende IT-Systeme selbstverständlich sein. Eigentlich, wohlgemerkt – denn hundertprozentige Verfügbarkeit gibt es in der IT ebenso wenig wie absolute Sicherheit.

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Goldene Zeiten

Software als Schmiermittel für eine sich ständig verändernde Welt ­– Nie zuvor, und das lässt sich sicherlich zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte der EDV behaupten, bestimmten Codes und Algorithmen so stark unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Mit Software werden Millionen Prozesse und Vorgänge in der Welt gesteuert. Diese Bandbreite wird entlang von Trends wie dem Internet der Dinge, Automatisierung und künstliche Intelligenz noch weiter wachsen.

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Unterrepräsentiert

In der Energiewirtschaft geht es ähnlich wie in der IT-Branche zu: Seit jeher produzieren Männer für Männer. Produktdesign, Geschäftsmodelle, Kundenzugang – das alles ist homogen auf die Hälfte Bevölkerung ausgerichtet, den männlichen Teil. Warum das ein Problem ist? In einer Zeit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche kann sich kein Unternehmen mehr leisten, auf heterogene Teams in der Technik und der Unternehmensführung zu verzichten. Zu groß sind die Vorteile eines offenen, kreativen Zugangs zu Problemstellungen, Herausforderungen und Planung. Nachdem Schubladen dortbleiben sollten, wo sie stecken, sei noch einmal betont: Weder Frauen noch Männer lassen sich in bestimmte Richtungen pressen. Wer kommunikativ, sozial oder technisch kompetent ist, bestimmt immer noch er oder sie selbst.

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Warten auf den Deal


Ich wiederhole mich nur ungern, aber auch in der Dezemberausgabe des »Energie Report« müssen wir immer noch feststellen: Angesichts der verzögerten Begutachtung und Entscheidung über die kleine Ökostromnovelle sehen wir schwarz für das Erreichen der Klimaziele in Österreich. Dass die Regenerativen nicht nur für unsere Umwelt und alle nachfolgenden Generationen, sondern auch für den Wirtschaftsstandort enorm wichtig sind, ist beinahe allen klar. Schwer verständlich ist nun, dass die Regierungskoalition das Thema nicht einhellig bei den Hörnern packt und wirkungsvolle Maßnahmen setzt. Und ja – die Elektromobilitätsinitiative ist ein guter Schritt, da unser Emissionsproblem zu einem großen Teil von Verbrennungsmotoren verursacht wird. Das hat man schon richtig gemacht. Wenn wir allerdings wirtschaftliche Perspektiven für Österreich betrachten, liegen Milliardeninvestitionen im Kraftwerksbereich brach – bei den Erneuerbaren ebenso wie effizienteren Gaskraftwerken im fossilen Bereich.

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