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Mehrwert für ManagerInnen

Job Hunting versus Head Hunting – oder beides?

Job Hunting versus Head Hunting - Das sind zwei Begriffe, die immer wieder auftauchen, doch wie ist ihre genaue Definition? Was sind die Unterschiede, wo sind Überschneidungen?

Headhunting oder Executive Search, wie sich die Branche lieber bezeichnen lässt, zählt zu den bislang hoch angesehenen Vermittlungsdiensten von qualifizierten Führungskräften, die Headhunter im Auftrag eines Unternehmers am Markt suchen. Das beginnt bei der Festlegung der genauen Anforderungen, die manchmal so umfassend und spezifisch sein können, dass es diesen Typus  Persönlichkeit am Markt gar nicht gibt, der diesen Anforderungen bzw. Vorstellungen entspricht. Es ist oft sehr schwer, wenn überhaupt möglich, den beschriebenen Kandidaten zu finden.

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Die Schreibtischtäter

Es ist beachtenswert, wenn man die immer wiederkehrende Berichterstattung über die wirtschaftliche Situation Österreichs zur Kenntnis nimmt. Sie schwankt zwischen Euphorie und Todesangst. Haben wir vor einigen Wochen noch mit einem deutlichen Aufschwung laut Experten gerechnet, so sieht es wieder auf Grund der Expertenmeinung so aus, als ob wir eine Rezession unmittelbar bevor steht. Was stimmt denn jetzt und warum kommt es zu so gravierend unterschiedlichen Aussagen? Was können und sollen wir den glauben?

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Auf seine Instinkte hören, nicht nur ans Geld denken

Als sich am letzten Montag die Event Location ‚Impact Hub Vienna‘ in der Lindengasse mit motivierten Jungunternehmern füllte, war es endlich soweit! Der vierte Event der Manageers mit dem Titel Startups-Risks and Failure konnte beginnen.

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Start-Ups: Das Geheimnis des Erfolges

Unternehmertum ist mit Risiko verbunden. Viele scheitern, einige schaffen den Turnaround. Andere heben ab und erleben Millionen-, sogar Milliarden-Exits. Doch was ist das Geheimnis des Erfolges? Warum sind kleine Start-Ups wie Instagram mit einem Schlag eine Milliarde Dollar wert ? Und wie kann Europa den USA in Punkto Innovation die Stirn bieten?

Microsoft, Google, Amazon, Apple – Die Dominanz von US-Unternehmen wächst. Immerhin kommen acht der zehn teuersten Unternehmen aus den Vereinigten Staaten. Doch warum haben die USA die Nase vorn? Wichtige Treiber sind die steigende Digitalisierung und die ökonomischen Rahmenbedingungen geprägt von einer etablierten Start-Up Kultur, die im Silicon Valley ihre Vollendung findet. Im amerikanischen Mindset sind Erfolg und Risiko eng miteinander verknüpft. Innovative Produkte werden in den USA auf den Markt geschleudert, während sich Europa noch den Kopf zerbricht, wie hoch denn das Risiko sei. Auch der Umgang mit Misserfolg ist entscheidend. Während dieser in Europa oft als Schande gilt, sieht man in den USA darin nur eine angeknackste Sprosse auf der Erfolgsleiter.

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Personal am Puls

Professionelles Verhalten bei Kündigungen – acht Regeln für Führungskräfte.

Sie kennen das? – Das Mitarbeiterteam ist eingespielt, alles läuft schön rund. Endlich können Sie sich um Dinge kümmern, für die Sie bisher keine Zeit hatten – und plötzlich will ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin kündigen! Da das glücklicherweise (oder hoffentlich) kein Routinefall ist, hier ein paar Tipps, wie Sie professionell mit dieser Situation umgehen können:

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Topf sucht Deckel - sieben Tipps für Jobsuchende

Ausnahmsweise beziehen wir die Aussage „Topf sucht Deckel“ nicht auf private sondern auf berufliche Beziehungen. Der Sommerurlaub ist vorbei, man/frau hatte Zeit nachzudenken und sehr oft entsteht nach so einer Pause der Wunsch sich beruflich neu zu orientieren. Besonders gewagt erscheint eine solche Veränderungsentscheidung in überdurchschnittlich gefragten Bereichen wie Marketing, Kommunikation, Personalwesen oder Publizistik. Hier passen viele Bewerberinnen und Bewerber auf eine Jobausschreibung und man muss sich gegen eine große Anzahl an Mitbewerber abheben.

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Abbild unserer Welt

Die Debatte ums Binnen-I wird uns noch einige Zeit beschäftigen. Klar ist, dass Sprache etwas Lebendiges ist. Wenn wir heute mit dem Begriff »Techniker« auch Frauen meinen, dann sollten wird das auch so sagen und schreiben. Denn Sprache ist eine direkte Beschreibung unserer Welt und die sollte sich auch im Fachbereich weiterdrehen. Wie dazu nun der ungestörte Lesefluss in Texten bewerkstelligt werden kann, wissen auch wir noch nicht. Doch wir werden eine Lösung finden, mit der »Mann« sich anfreunden kann. Er kann ja auch sonst so viel.

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Zeugnistag

Es ist wieder Schulschluss, und die Lehrer verteilen ihre Noten. Noten sind in der Schule zwar genormt, sie sind aber doch auch stark vom Klima zwischen Schüler und Lehrer abhängig. Das wird später im Berufsleben noch komplizierter, denn es gibt nicht einmal eine klar definierte Notenskala.

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Satire: Eine Anleitung zur schlechten Bewerbung

Es gibt sie bereits, die zahlreichen Ratgeber, Kurse und Anleitungen für die korrekte Bewerbung. Als Personalberaterin weiß ich dennoch: Viele wollen sich nicht den strengen Reglements des Geschäftslebens unterwerfen. Ich erhalte regelmäßig Bewerbungsschreiben, denen es an grundlegenden Punkten mangelt. Die Folge: Auch wenn ein Bewerber fachlich bestens zu einem Unternehmen passen würde, beendet ein mangelhaftes Bewerbungsschreiben den Recruitingprozess, bevor dieser überhaupt richtig begonnen hat.

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Tipps für die Personalsuche

Vielen Unternehmen steht keine eigene HR-Abteilung zu Verfügung. Für den idealen Suchprozess auf eigene Faust empfiehlt es sich, einige Punkte zu beachten.

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Diskussionen richtig führen

Gleichheit und Chancen im Berufsalltag.

Es ist immer faszinierend zu sehen wie Diskussionen eigentlich an der Sache vorbeigehen. So auch in der leidigen Frage der Benachteiligung von Personen unterschiedlichen Geschlechtes. So werden oft Anliegen von kleinen Gruppen aus Lobbying Interessen vor ursächlichen Problemen in den Vordergrund gestellt. Nehmen wir die leidige Debatte nach Quoten um die Position der Frauen angeblich zu stärken. Löst die Quote wirklich die Benachteiligung der Frau im beruflichen Alltag? Man könnte diese Frage auch auf andere Teile der Bevölkerung ausdehnen. Minoritäten, Migranten all die Bevölkerungsschichten, denen eine ernstgenommene Vertretung fehlt.

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Der verflixte War for Talents - lieber einen Kampf gegen Halbwahrheiten

Wir verzeichnen derzeit über 300.000 Arbeitslose. Trotzdem wird nach Lehrlingen und Fachkräften geschrien und versucht, sie aus dem Ausland zu rekruitieren. Da darf man sich doch die Frage stellen, wie dieser Widerspruch aufzulösen ist. Ob da eine Willkommenskultur ausreicht?

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Defizite in der Kommunikation im Personalabbau 

Es gehört zu den Binsenwahrheiten in der Management Lehre, dass gute Kommunikation eines - wenn nicht das wichtigste - Führungsinstrument ist. Das gilt in besonderem Maße für den Bereich der Umstrukturierung eines Unternehmens und da wiederum für den Personalabbau. Aber da gibt es enorme Defizite, überwiegend Fehlverhalten und wenig bis kaum die erforderliche Professionalität. Der Schaden ist enorm, und wird auch dadurch nicht geringer, dass er nicht messbar ist.

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Anonymität macht stark

Es ist schon beachtenswert wie mutig wir Menschen sind, wenn wir uns hinter Pseudonymen oder Fantasiebegriffen verstecken können. Ist es fehlender Mut? Ist es die Angst vor der Auseinandersetzung? Was ist es eigentlich. Mein Gefühl sagt mir, dass es das nicht vorhanden sein einer ordentlichen Diskussionskultur ist. Natürlich ist es einfach einen bissigen bis blöden Kommentar ins Netz zu stellen, zu wissen, dass sich der oder die Angegriffene eigentlich nicht wehren kann. Mit wem soll sich die betroffene Person auseinandersetzen können? Es bleibt ja nur dieses „Phantom“, welches feige und aber durchaus oft sehr verletzend agiert.

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Unsere Leistungsgesellschaft

Leistung muss sich lohnen. Daher wir alles daran gesetzt an der Spitze zu stehen. Betrachten wir den Dopingskandal beim Langlauf unter diesem Gesichtspunkt. Der Schuldige ist identifiziert, hat gestanden und wird jetzt mit allen Mitteln der veröffentlichten Meinung hingerichtet. Es ist unbestritten, dass der betreffend Sportler gegen Gesetze und Bestimmungen verstoßen hat und daher auch zur Rechenschaft gezogen werden muss. Dies gilt für ihn wie für jede andere Person im Land.

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Der Bildungskleingeist

Eigentlich könnte man die Entwicklung der Bildungsdebatte, falls es so eine wirklich gibt, als niemals endende Geschichte darstellen. Als Film wäre sie nicht geeignet, da sie einfach zu lange dauert und keinerlei wie immer geartete Spannung aufweist. Kleingeistiges provinziales Denken gepaart mit engstirnigem Machterhalt oder Absicherung der eigenen Pfründe steht dabei immer im Vordergrund.

Warum ist es nicht möglich, sich einfach auf das gemeinsame Ziel zu einigen - nämlich die gesellschaftliche, wirtschaftliche und gerechtere Zukunft unseres Landes durch ein höheres Bildungsniveau hier lebender Menschen zu erreichen? Die bisherige Debatte hat sich doch ausschließlich auf eine Diskussion über mögliche Schulformen beschränkt. Die zu vermittelnden Inhalte traten in den Hintergrund, wenn überhaupt angedacht.

Nun gibt es wieder eine neue Idee mit Modellregionen zu punkten. Was soll das eigentlich? Wieder mit einem Provisorium auf Jahre hinaus wirkliche Veränderungen verhindern? Es scheint sich erneut provinzielles Denken durchzusetzen. Lieber ein Provisorium als gar nichts. Natürlich schmerzen Veränderungen. Gewohntes zu erhalten und zu beschützen ist scheinbar der einfache Weg. Es ist wie die Angst des Torwarts vor einem Elfmeter.

Bildung kann nicht nur in Einzelschritten betrachtet werden. Bildung beginnt schon in frühester Kindheit und hört eigentlich nie auf. Es ist notwendig diese Kettenglieder an einzelnen Schritten zu überdenken, sie auf die Festigkeit der Verbindung hin zu überprüfen. Das Sprichwort, „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ hat durchaus seine Berechtigung. Nur wenn das Fundament gut gelegt ist, wird das Haus auch gut stehen.

Wie immer auch die Schultypen heißen, entscheidend ist der in jeder einzelnen Institution vermittelte Inhalt. Die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler muss entwickelt werden. Natürliche Talente gefördert und unterstützt werden. All diese Ideen sind nicht neu, wir sind gefordert sie aus dem reinen Wunschdenken in die Realität überzuleiten. Rahmenbedingungen können auch verändert werden, sie sind das Produkt unserer früheren Überlegungen. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, dieser kann wieder glatt geschliffen und neu beschrieben werden.

Eine Gesellschaft ist nur dann erfolgreich, wenn sie sich an Leistungszielen orientiert. Je anspruchsvoller diese sind umso mehr sind wir gefordert alle Beteiligten in diesen Prozess zu integrieren und sicher zu stellen, dass sie teilnehmen können. Wir dürfen nicht vergessen, dass Bildung das kostbarste Gut ist, welches wir uns leisten können. Gebildete Menschen sind bei Weitem nicht so anfällig gegenüber extremen politischen Strömungen. Sie sind in der Lage selbst zu entscheiden und auch über Konsequenzen nachzudenken. Das Erreichen individueller Ziele ist mit gesellschaftlichen Werten und Vorstellungen in Einklang zu bringen.

Bildung beschränkt sich nicht nur auf die schulische Ausbildung, sie ist auch einen Notwendigkeit um mit den rasant fortschreitenden wirtschaftlichen Veränderungen klar zu kommen. Notwendige berufliche Veränderungen auf Grund körperlicher Einschränkungen können durch Maßnahmen rechtzeitig vorbereitet werden. Es bedarf aber auch einer Eigeninitiative sich den Veränderungen zu stellen. Nur wenn ich den Wald als Ganzes im Auge habe, kann ich mich um einzelne Bäume kümmern.

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Alt werden mit Arbeit

Die Diskussion um das Bildungsangebot der Arbeitsmarktverwaltung hat es wieder gezeigt. Hier werden Bildungsangebote nicht an den Bedarf des „Marktes“ angepasst sondern einfach nur veranstaltet um dem System gerecht zu werden. Noch nie waren Unternehmen und deren Belegschaften in Flexibilität und Innovationsfähigkeit derart gefordert, um in Zeiten des Wandels ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Eine Herausforderung wird Europa in den nächsten Jahren noch viel stärker beschäftigen: die demografische Veränderung der Bevölkerungsstrukturen.

Was in manchen Ländern auf gesellschaftspolitischer Ebene (beispielsweise Rentendiskussion und Anhebung des Rentenalters in Deutschland, die Freizügigkeit des Arbeitsmarktes in der EU) bereits erkannt ist, zeichnet sich als Auswirkung auf Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen natürlich auch ab. Die Alterung der Gesellschaft und damit die Alterung der Belegschaften und das stetige Absinken der Erwerbsbevölkerung wird eine radikale Veränderung des Produktionsfaktors Arbeit mit sich bringen.

Um in den Arbeitsprozessen die Quantität und Qualität der Ressource Mensch sicherzustellen, wird es notwendig sein, bestehende HR-Programme neu aufzustellen. Wir müssen den veränderten Rahmenbedingungen neue Instrumente für die Beschaffung, Entwicklung und Veränderung von Personal zur Verfügung stellen. Es genügt keineswegs, nur innerhalb der Gestaltung von HR-Konzepten den demografischen Herausforderungen zu begegnen, vielmehr werden nachhaltige Rahmenbedingungen und Kulturaspekte (Migration) über die Konkurrenzfähigkeit der nächsten zehn bis zwanzig Jahre entscheiden.

Gerade die technologische Entwicklung macht auch vor Veränderungen der Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung nicht Halt. Da sich mit dem Alter auch die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verändern, das Interesse für Freizeit, Pflege von Mitmenschen, aber auch das eigene Körperbewusstsein steigen, ist es auch sinnvoll über eine variable Arbeitszeitgestaltung noch intensiver nachzudenken. Wir müssen über neu gestaltete Szenarien für einen individuell angepassten Berufsausstieg ernsthaft diskutieren.

Neue Arbeitsformen bedingen auch neue Lernformen innerhalb der berufsbegleitenden Weiterbildung. Altersbegleitende Weiterbildung muss also den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegenkommen, Erfahrungen und Qualitäten erfragen und Sinnstiftung für neue Inhalte betreiben. Jobrotationen, alt bewährte Rezepte wie Job Enrichment oder Job Empowerment können zukünftig für eine optimale altersspezifische Qualifizierung sorgen.
Es gilt auch den Begriff Wertschätzungskultur nicht nur als Schlagwort zu verwenden, sondern auch in der Praxis umzusetzen. Es darf nicht zu einer noch stärkeren Polarisierung von Jung und Alt kommen. Wir werden in Zukunft mehrere Generationen im Arbeitsprozess vorfinden. Es geht nicht um jung oder alt, sondern um das wertschätzende Miteinander im Arbeitsprozess. Ein erster Schritt auf dem Weg zur gegenseitigen Wertschätzung stellt die Forderung nach dem Abbau bestehen der Diskriminierungen des Alters, sprich Frühpensionierungen dar.

Bestehende Leistungs- oder Qualifikationseinschränkungen als objektive Barrieren können mit dem Ziel der Chancengleichheit behoben, ausgeglichen oder gemindert werden. Die Weitergabe des kritischen Wissens kann nur im Rahmen einer echten Wertschätzungskultur ablaufen.

Wir werden auch nicht umhin kommen unserer Ansprüche im Alter auf eine neue Basis zu stellen. Wir müssen bei der Berechnung uns in Zukunft an der Lebensarbeitszeit zu orientieren und dabei die unterschiedlichen beruflichen Herausforderungen des Arbeitsumfeldes viel stärker berücksichtigen. Maßnahmen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit dürfen nicht erst dann ergriffen werden, wenn es zu spät ist, sondern rechtzeitig. Der individuelle Anspruch auf lebensbegleitete Bildung auch im Arbeitsprozess muss legitimiert werden.

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Quo vadis Austria?

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Österreich hat kein Interesse auf dem internationalen Parkett mitzuspielen. Keiner der führenden politischen Persönlichkeiten in unserem Land hat Zeit um an den Begräbnisfeierlichkeiten Nelson Mandelas teilzunehmen. Der Einzige der es der Mühe wert gefunden hat die Reise anzutreten, kommt laut Medien einen Tag zu spät. Es ist dieses kleingeistige Verhalten, welches wir schon einmal hatten, als man einem Staatsbesuch eines EU-Partners nicht die gebührende Ehre erwies.

Außenpolitik scheint sich in unserem Land auf die Bezirksebenen zu beschränken. Es ist ja schon ein weiter Weg von Simmering in den ersten Bezirk Wiens oder aus dem Bezirk Mödling nach Wien oder aus dem 23. Bezirk in das Stadtzentrum. Ist unseren Verantwortlichen nicht klar, welches Bild der Ignoranz des Desinteresses wir abliefern? Über 90 Staatsmänner und Frauen haben die Mühe auf sich genommen um einer der Person die letzte Ehre zu erweisen, die ein Land ja einen Kontinent mit seinen Zielen bereits verändert hat oder es noch tun wird.

Veranstaltungen wie diese bieten die Möglichkeit des Netzwerkens, des Präsentieren der eigenen Stärke. Damit könnte man der eigenen Wirtschaft helfen. Als Export orientiertes Land sollten wir jede wie immer geartete Möglichkeit ergreifen Kontakte zu knüpfen. Auch wäre es eine Möglichkeit das Interesse an einem Land einem Kontinent zu zeigen. Entwicklungshilfe auch auf geistigem Gebiet zu ermöglichen.

Nun dieser Weitblick scheint hier nicht mehr vorhanden zu sein. Zurück in unsere kleine Kiste Scheuklappen anlegen und die eigene Position absichern. Dabei wäre es so einfach gewesen. Frank Stronach hat doch einen Privatflieger, der Langstreckentauglich ist und den er sicher gerne vermietet hätte. Auch die Austrian hätte Flugzeuge, welche die Strecke nach Johannesburg mühelos bewältigen könnten. Da hätten die Koalitionsverhandler Platz gehabt und wären je Strecke 10 Stunden ungestört gewesen vom Einfluss von Lobbyisten oder sogar von den Medien.

Unsere Außenpolitik dürfte sich darauf beschränken, dass unsere Bundeshymne bei den Erfolgen eines Formel 1 Teams abgespielt wird. Ist auf jeden Fall billiger.

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Wecken wir „Madiba“ in uns

Der Tod Nelson Mandelas hat zu vielen nachdenklichen Kommentaren geführt. Natürlich stimmt der Tod eines Menschen, der von Weitblick, Toleranz und Charisma geprägt war, sehr traurig. Leider war es mir nicht möglich ihn persönlich kennen zu lernen, aber bei meinen Aufenthalten in Südafrika konnte ich immer den Geist dieses Staatsmannes zu erleben. Er hatte etwas, was uns und unseren politischen aber auch unternehmerischen Führungspersonen abhandengekommen ist. Es ist dieser Blick auf das Ganze. Das Ziel immer vor Augen zu haben und sich nicht durch kleingeistiges Machtstreben selbst zu behindern.

Mandela war es immer fremd sich einer mediengeilen Welt zu stellen. Für ihn war es wichtig, den Menschen in den Mittelpunkt des Strebens zu stellen. Sich nicht durch Rückschritte vom Kurs abbringen lassen war seine Ausrichtung. Wie sonst konnte ein Mensch Jahrzehnte einer Isolierung mit einer Großmut zu überstehen. Ja, es sind die kleinen Schritte, die uns zum Ziel führen. Wenn ein Baum im Wald von einem Schädling befallen ist, darf man nicht den Blick auf den Wald vergessen. Die politisch Verantwortlichen in unserem Land könnten sich von dieser Betrachtung eine Scheibe abschneiden. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen Regierenden und Opposition. Der bereits erwähnte Kleingeist, dieses provinzielle Verhalten lässt uns nicht in die Zukunft blicken. Es wirkt wie Scheuklappen, ja nicht über den Tellerrand schauen. Andere Ideen von Grund auf ausschließen, sich einzementieren in Ideologien oder Machterhaltungstrieben scheint bei uns das oberste Ziel zu sein.

Es ist kein Wunder, wenn Populisten so starken Zulauf haben. Sie nützen ja diesen Kleingeist, der ja an sich in den meisten von uns steckt. Versuchen wir doch den Geist „Madibas“ in uns zu wecken. Nicht ausschließlich daran zu denken was nicht geht, sondern auch andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Wenn wir es nicht tun werden wir in der Mittelmäßigkeit versinken und mit armseligen PISA-Resultaten zufrieden sein. Kann sein, dass wir dann auch Persönlichkeiten wieder haben zu denen wir aufsehen können.

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Schuld haben immer die anderen

Wenn man die mediale Berichterstattung der veröffentlichten Meinung oder Gespräche betrachtet fällt auf, dass wir uns in einer Welt der „Schuldhabenden“ befinden. Wenn heute irgendetwas schief geht oder nicht so läuft wie wir es uns vorstellen, dann finden wir sofort jemand, dem wir das Ganze auf die Schultern laden. Nehmen wir die Bildungsdebatte, es sind immer nur die Lehrer schuld, wenn die Kinder schlecht ausgebildet sind. Wo ist die Verantwortung der Eltern, sie sind ja die Erziehungsverantwortlichen. In diesem Zusammenhang werden Pflichten ganz einfach mit allen möglichen Begründungen delegiert. Sich selbst einmal die Frage zu stellen haben wir bei der Erziehung Fehler gemacht, kommt eher zu kurz? Haben viele nicht immer den leichteren und damit einfacheren Weg gesucht?

Oder das Thema Politikverdrossenheit, das nicht war nehmen des Wahlrechtes. Sofort sind die Politiker schuld. Sie haben uns die Themen nicht richtig verkauft, sind korrupt und was nicht alles. Wo ist das Interesse der oder des Einzelnen sich zu beteiligen mitzuwirken? Natürlich es ist nicht einfach auf manche Bequemlichkeit zu verzichten und Engagement zu zeigen. Dabei geht es um Auseinandersetzung mit Themen, das Interesse für Andere. Wenn heute junge Menschen laut Analysen eher Wahlmuffel sind, dann liegt es auch an dem Umfeld in dem sie herangewachsen sind. Auch hier ist es einfach den Faktor Protest als Ausrede heranzuziehen. Die Verantwortung für dieses Verhalten ausschließlich bei den Politikerinnen und Politiker zu suchen ist zu einfach. Kritik ist in Ordnung aber setzt auch voraus, dass man sich selbst entsprechend verhält. Interesse, Verhaltensweisen werden zu Hause gebildet und weitergegeben.

Jede Einzelne, jeder Einzelne von uns trägt Verantwortung für das gesellschaftliche und private Zusammenleben. Dazu ist es notwendig uns einmal in den Spiegel zu sehen. Diese Selbstreflexion, das kritische Hinterfragen der eigenen Position ist irgendwie abhandengekommen. Klar, dies kann durchaus auch schmerzhaft sein. Gerade dann, wenn der eigene Einsatz gefordert ist. Sich einmal hinzusetzten, nachzudenken was man selbst auch einmal leisten kann. Präsident Kennedy hatte schon Recht mit seiner Aussage einmal zu fragen was man für sein Land tun kann und nicht immer nur zu fordern. Dies gilt aber auch für den persönlichen Bereich, das familiäre Umfeld. Auch hier gilt es die Begriffe Rechte und Pflichten einmal zu betrachten. Natürlich sollen es die Kinder immer besser haben als es die Eltern hatten, aber muss das immer ohne Gegenleistung erfolgen?

Wenn wir diese Gedanken einfach wieder mehr verfolgen, würde der gesunde Menschenverstand wieder mehr an Bedeutung erlangen. Einfach mehr Rücksicht nehmen, mitdenken - wenn das vorausdenken schon schwierig ist – würde unserem Miteinander schon guttun. Dies gilt für alle Bereiche des menschlichen Miteinanders. Einfache Beispiele wie das Verhalten im Straßenverkehr, das Ein- und Aussteigen bei öffentlichen Verkehrsmitteln, das Telefonieren im öffentlichen Bereich seien hier angeführt und könnten noch weiter ergänzt werden. Unser Leben, ob privat oder beruflich könnte wesentlich angenehmer verlaufen als es oft geschieht. Es ist das Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück“ welches wir uns einmal in Erinnerung rufen sollten.

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