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Große Wirkung gelebter Firmenkultur

Authentizität und Individualität sind auch für Unternehmen wichtig und sollten deshalb ernsthaft hinterfragt werden.

Employerbranding ist ein Fachbegriff, der zurzeit häufig zu hören und zu lesen ist und für jedes Unternehmen einen wichtigen Aspekt darstellt, wenn neue Mitarbeiterinnen gesucht werden. Laut Definition in Wikipedia ist es »eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung – angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben«.

Natürlich kann man sich dem Thema strategisch mit einem Maßnahmenkatalog nähern und über Personalmarketing, Webauftritt, Social Media und vieles mehr mittels schöner Bilder und Texten kommunizieren, welch toller Arbeitgeber man ist. Ich stelle allerdings fest, dass diese Aussagen oft nur Hüllen und inflationär gebrauchte Schlagwörter sind. Wichtiger wäre es für Unternehmen und Management vielmehr, sich folgende Fragen zu stellen:


1. Welche Werte haben wir im Unternehmen? Und haben wir Führungskräfte, die diese Werte auch mittragen und leben?

2. Wie gehen wir mit unseren Mitarbeiterinnen um? Hat das Unternehmen die Möglichkeit, Mitarbeiterinnen zu stützen, wenn diese in schwierigen Lebensphasen sind? Welche Flexibilität in puncto Arbeitszeit, Home Office usw. kann geboten werden?

3. Gibt es eine offene, wertschätzende Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen?

4.Wird mit potenziellen Mitarbeiterinnen professionell umgegangen?

Unternehmen sollte bewusst sein, dass über Social Media und Arbeitgeberbewertungen negative, aber auch positive Beispiele rasch die Runde machen.

Wenn die hier angeführten Fragen positiv beantwortet werden können, braucht ein Unternehmen meist nur wenige Maßnahmen setzen, um attraktiver Arbeitgeber zu sein, denn gelebte Firmenkultur wird von den Mitarbeiterinnen hinausgetragen. Mit einer klaren Identität und gelebten Werten stellen sich dann die richtigen Kandidatinnen vor.

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