REPORT | BLOG

Mehrwert für ManagerInnen

Unterschiedliche Sichtweisen

Die Aufhebung der Zweckbindung der Wohnbauförderung ist für viele der Sündenfall der heimischen Wohnbaupolitik. Seit Jahren bemühen sich Bundespolitiker und Bauwirtschaft um eine Wiedereinführung und scheitern spektakulär am kategorischen »Njet« der Länder.

Die treuherzigen Behauptungen der Länder, heute mehr eigene Mittel in die Wohnbauförderung zu stecken als vor 2008 zweckgebunden vom Bund kamen, halten in den meisten Fällen einer Überprüfung leider nicht stand. Auch im Vergleich zum Vorjahr sind die Wohnbaufördertöpfe 2016 fast durch die Bank geringer dotiert. Alles zur Entwicklung der Wohnbauförderun lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Bau Report.

Für heftige Diskussionen hat in den letzten Jahren immer wieder das heimische Normenwesen gesorgt. Die viel zitierte Normenflut mache das Bauen unnötig komplex und damit teuer, sind noch die sachlichsten Kritikpunkte. Weil auch die Überarbeitung des Normengesetzes für viele alles andere als der  große Wurf ist, hat der Bau & Immobilien Report eine Expertenrunde aus Gegnern und Befürwortern zum Round Table gebeten.

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Hoffentlich kein Opfer des Föderalismus!

Hoffentlich kein Opfer des Föderalismus!

Eine geordnete Wohnbaupolitik ist für eine funktionierende Gesellschaft unumgänglich. Es sollte eigentlich allen einleuchten, dass der Bund dabei die Rolle des Koordinators spielen muss.

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Alles Gute für 2016!

Wir haben für diese Ausgabe zahlreiche Vertreter der Bau- und Immobilienwirtschaft um ihre Einschätzung gebeten, was das neue Jahr bringen wird.

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Vielen Dank!

Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken: Bei knapp 200 Besucherinnen und Besuchern, die auch heuer wieder den Weg in den Gironcoli-Kristall gefunden haben, bei unserem Podium, das für eine informative und mitunter sehr lebhafte Diskussion gesorgt hat, und natürlich bei den zahlreichen Partnern und Sponsoren, die die Enquete »Chance Hochbau« erst möglich machen.

Es war heuer die bereits zwölfte Auflage und das ungebrochene Interesse sowie das viele positive Feedback bestärken uns darin, die Grundidee der Veranstaltung auch in Zukunft konsequent weiterzuverfolgen. Die »Chance Hochbau« wird auch weiterhin Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft sein und den hohen gesellschaftspolitischen Stellenwert und volkswirtschaftlichen Nutzen des Bauens aufzeigen.In diesem Sinne freu ich mich schon heute auf ein Wiedersehen bei der Enquete »Chance Hochbau 2016«.

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Naturwerkstein made in Austria - ein ungewolltes Auslaufmodell

Die österreichische Naturwerksteinindustrie kann im Wettbewerb mit Importen aus billig produzierenden Ländern nicht mehr mithalten. Daran tragen auch öffentliche Auftraggeber Mitschuld, die oft auf die verpflichtende Leistungserklärung verzichten.

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Industrie 4.0 – Peri begleitet die Baubranche in eine neue Ära

Peri und andere Unternehmen aus der Baubranche befassen sich zunehmend mit dem Thema »Building Information Modeling« (BIM), der allumfassenden Projektplanung in fünf Dimensionen. Die neue Planungsmethode ermöglicht Zeit- und Kosteneinsparungen durch einfache und frühzeitige Einbindung aller Beteiligten. Ein Kommentar von Christian Sorko, Geschäftsführer Peri Österreich.

Die Baubranche ist im Umbruch und holt bei der ganzheitlichen, digitalen Planung des Bauprozesses auf. Sie befindet sich an der Schwelle zur Industrie 4.0. Hierbei liegt der Fokus der Baubranche auf der digitalen Vernetzung aller Leistungsträger während des gesamten Bauprojektes. Neue Technologien und Standards in der modernen Kommunikation bilden die Basis für diese Entwicklung. Im Besonderen wird beim 5D-Planungsprozess die 3D-Planung eines Bauobjekts um die Dimensionen Zeit und Kosten erweitert. Der weit verbreitete englische Begriff hierfür ist »Building Information Modeling« (BIM). Da die Planung mit BIM alle Projektphasen betrifft, kann hier auch vom »Product Lifecycle Management« eines Projektes gesprochen werden. Die nahe Zukunft der Bauprojektplanung

Bereits seit einigen Jahren engagiert sich Peri im Bereich der 5D-Planung und hat 2015 in Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller Autodesk ein erstes Pilotprojekt umgesetzt. Es handelte sich dabei um ein Kommunikations- und Datenmanagementsystem mit zwei Softwareanwendungen: »Autodesk BIM 360 Glue« und »Autodesk BIM 360 Field«. Verschiedene Peri-Systeme sind über Schnittstellen in Autodesk BIM 360 Glue eingebunden und ermöglichen allen Beteiligten des Planungs- und Bauprozesses über eine einfach zu bedienende Benutzeroberflächen den Zugriff auf die gleichen Projektinformationen. Zeichnungen, Dokumente und Modelle aus dem von Peri entwickelten Projektdatenmanagement System (PDM) und dem 3D-Zeichenprogramm Peri CAD können schnell und einfach abgerufen werden.

Über die Planungssoftware Autodesk BIM 360 Glue können neue Anforderungen und Änderungen ebenso wie Lösungen schnell und ohne Umwege kommuniziert werden. Da vom Projektbüro bis zum Baumateriallieferanten alle Beteilig­ten direkt mit den aktuellen Projektinformationen konfrontiert werden, können bereits im frühen Planungsprozess zum Beispiel Kapazitätsprobleme entdeckt und analysiert werden.

Für den Baustellenalltag und den Betrieb des Gebäudes werden die relevanten Informationen der Planungssoftware in der Projektmanagementsoftware Autodesk BIM 360 Field zur Verfügung gestellt. Diese bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Aufgaben, Probleme (sog. Issues), Checklisten, Anleitungen, Fotos und Berichte für die Kommunikation zwischen den Beteiligten auf der Baustelle zu dokumentieren und effizient zu kommunizieren. Der Bauleiter kann beispielsweise eine in den Aufgaben gespeicherte Routinekontrolle mithilfe von angelegten Checklisten durchführen, Baufehler mit seinem Tablet fotografieren, dokumentieren und direkt an den Polier als »Issues« weiterleiten. Dieser bekommt die Nachricht direkt aus der Autodesk BIM 360 Field Software weitergeleitet und kann sofort reagieren. Benötigt er für seine Arbeit spezielle Informationen zum Bauwerk oder eine Aufbau- und Verwendungsanleitung zu verwendetem Baumaterial, dann findet er diese Informationen in der Projektsoftware. Nach der Fehlerbehebung kann er die zugewiesene Aufgabe mit einem Foto und Kommentar seinerseits direkt abschließen. Der Bauleiter wird hierüber automatisch informiert und kann die Arbeit kontrollieren.

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Rechtzeitig gegensteuern

Die Ergebnisse diverser internationaler Berufsmeisterschaften lassen die Bauwirtschaft regelmäßig und zu Recht jubeln. Die Qualität der heimischen Lehrlingsausbildung ist unbestritten hoch. Was die Quantität anbelangt, ist jedoch viel Luft nach oben. Um 20 Prozent hat die Anzahl der Baulehrlinge seit 2008 abgenommen. Geht es in dieser Tonart weiter, ist ein Facharbeitermangel am Bau unausweichlich.  Der Bau & Immobilien Report startet deshalb mit dieser Ausgabe die Serie »Lehrlinge in der Bauwirtschaft« (Link zu PDF und E-Paper).

Wir wollen damit  das Bewusstsein für das Thema stärken, Fehlentwicklungen aufzeigen und mögliche Auswege präsentieren. Den Beginn macht ein Blick auf die Bauindustrie, die über eine traditionell niedrige Lehrlingsquote verfügt. Aber auch hier gibt es Musterschüler und Vorzeigeunternehmen, die der Ausbildung von Nachwuchskräften den Stellenwert geben, den sie verdient. Nachahmung explizit erwünscht!

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Kafka lässt grüßen – oder: wie man aus Natur Abfall macht

Die überraschend am 29.6.2015 im Bundesgesetzblatt erlassene Recycling-Baustoffverordnung ist nicht nach jedermanns Geschmack. Am wenigsten wird sie der Zukunft und den nächsten Generationen schmecken.

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Die Antithese

Hinter den Kulissen wurde teils heftigst diskutiert, nach außen hin mit einer Stimme gesprochen. Die jetzt vom Ministerrat beschlossene Novelle zum Bundesvergabegesetz zeigt einmal mehr die Stärke der Bau-Sozialpartnerschaft und wie viel man bewirken kann, wenn Konflikte intern im Vorfeld geklärt werden und unterschiedliche Interessen in einen Kompromiss münden, mit dem alle leben können. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass die Bausozialpartner damit praktisch die Antithese zur Bundesregierung darstellen, die gerne mal Parteiinteressen in den Vordergrund stellt oder halbfertige Lösungen präsentiert, deren Details dann mühsam im Nachhinein ausverhandelt werden müssen. So etwa bei der im März groß angekündigten Wohnbauoffensive, um die es leider verdächtig still geworden ist. Auf Nachfrage des Report heißt es seitens des Wirtschaftsministeriums, dass »derzeit in der Bundesregierung noch Gespräche über den Begutachtungsentwurf laufen, wichtige Eckpunkte aber bereits geklärt sind«. Bleibt zu hoffen, dass bald alle Punkte geklärt sind und nicht das nächste Wohnbauprogramm im Sand verläuft.

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Erste vermeidbare Hitzeopfer auf Baustellen

Die erste große Hitzewelle des Jahres forderte zwei Todesopfer auf Baustellen. Einem 56-jährigen Zimmerer und einem 46-jährigen Bauarbeiter wurde die Schwerstarbeit bei extremer Hitze zum Verhängnis.

Der Gesetzgeber hat 2013 die Möglichkeit geschaffen, die Arbeiten ab 35 Grad Celsius einzustellen. Für die Hitzestunden gebührt den Arbeitern eine Entschädigung in der Höhe von 60 Prozent. Finanziert wird die Entschädigung aus dem Schlechtwetterfonds. Ich appelliere an die Arbeitgeber, die eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Beschäftigten haben, diese Möglichkeit auch zu nutzen!

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Auf der Suche nach den besten Köpfen

Viel wird aktuell über den Fach- und Führungskräftemangel in Österreich diskutiert. Wie es den Unternehmen aus der Baubranche geht, zeigt eine dem Bau & Immobilien Report exklusiv vorliegende Studie des internationalen Beratungsunternehmens Mercuri Urval. Demnach ist das Problem in Österreich deutlich weniger ausgeprägt als etwa in Deutschland oder der Schweiz. Sich auf dem vermeintlich großen Arbeitskräfteangebot auszuruhen, wäre aber ein gefährlicher Irrtum. Eher mittel- als langfristig wird der Fach- und Führungskräftemangel auch hierzulande akut werden. Deshalb sind die Unternehmen gut beraten, sich nicht nur rechtzeitig um die Mitarbeiter von morgen zu kümmern, sondern auch darauf zu achten, dass ihre aktuellen Mitarbeiter dem Unternehmen treu bleiben. Das sichert nicht nur wertvolles Know-how, die personelle Kontinuität wird auch von Kunden geschätzt.

Worauf die Spezialisten Wert legen und wie sich die Unternehmen im Kampf um die besten Köpfe rüsten können, lesen Sie ab Seite 16.  

 

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Rohstofftechnik an der HTL Leoben

Mit aktiver Unterstützung der österreichischen Baustoffindustrie konnte an der HTL Leoben der Ausbildungszweig »Rohstofftechnik« initiiert werden. Eine Erfolgsgeschichte. 

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Vergaberecht! Worauf warten wir?

Lohn- und Sozialdumping, Steuerbetrug sowie Arbeitslosigkeit steigen. Strafen an ausländische Firmen müssen Folgen haben.

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Aufträge dringend gesucht

Die Arbeitslosigkeit am Bau steigt. Im April 2015 waren gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 12,4 Prozent mehr Personen aus der Bauwirtschaft arbeitslos gemeldet (Seite 18). Da sind Sonderkonjunkturprogramme, wie sie das Land Oberösterreich angekündigt hat (Seite 6), in der Branche herzlich willkommen. Auch in Wien soll mit »Gemeindebau Neu« und einer Sanierungsoffensive die (Bau-)Konjunktur angekurbelt werden. Das passiert natürlich nicht aus einer reinen Notwendigkeit heraus, geschuldet sind diese Initiativen den Landtagswahlen im Herbst. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Und die heimische Bauwirtschaft kann jeden zusätzlichen Auftrag dringend brauchen. Dass diese Steuergelder dann auch ausschließlich seriös arbeitenden Firmen zufließen, dazu soll das neue Vergaberecht ab Herbst seinen Teil beitragen. Dass öffentliche Stellen auch jetzt schon aktiv gegen Lohn- und Sozialdumping vorgehen können, zeigt Wiener Wohnen (Seite 42). 

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Nachhaltig und sicher? Sicher nachhaltig?

Die neuen OIB-Richtlinien bieten ausreichend Stoff für Diskussionen. Die einseitige Bevorzugung des Baustoffes Holz ist aber zu hinterfragen.  Denn aktuelle Studien zeigen, dass Holz nicht automatisch nachhaltig ist. 

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Der Wettbewerb wird immer umfairer

Je länger die Konjunktur »schwächelt«, desto stärker steigt der Preiskampf unter den Unternehmen, aber auch Arbeitnehmern. Deshalb brauchen wir das Konjunkturpaket Wohnbau und eine Novelle des Bundesvergabegesetzes mit Biss.

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Wer bezahlt die Energieeffizienz?

Das am 1.1.2015 in Kraft getretene Energieeffizienzgesetz (EEffG) offeriert zunehmend kafkaeske Zustände. Die gesetzlichen Bestimmungen erweisen sich in der Realität als derart absurd, dass man von einer Kabarettvorlage nicht mehr weit entfernt ist. Angesichts der großen Auswirkungen auf die Unternehmen bei etwaiger Nichterfüllung wird man aber niemandem ein Lächeln abringen können.

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Zeitplan für neues Vergabegesetz muss eingehalten werden

Die Novelle im Vergabegesetz sieht eine volle Transparenz bei Sub- und Subsubunternehmen, eine verstärkte Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping, eine Stärkung des Bestbieterprinzips sowie eine Verbesserung der Kleinlosregelung vor. Das Bundeskanzleramt schickte daher am 9. April ein neues Vergabegesetz in Begutachtung.

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Eigene Einschätzungen überprüfen

In der Dezember-Ausgabe des Bau & Immobilien Report haben wir prominente Köpfe aus der Branche gefragt, was sie von 2015 erwarten. Nach Erscheinen des Hefts erhielt ich einige Mails mit der Frage bzw. dem Vorwurf, warum mit einer Ausnahme ausschließlich Männer zu Wort gekommen wären.

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Beste Arbeitsmarktpolitik kann Konjunkturaufschwung nicht ersetzen

Auf europäischer Ebene werden wir mit unserer Arbeitsmarktpolitik als »Best-Practice« geführt. Die vergleichsweise geringe Jugendarbeitslosigkeit zeigt, dass wir in Österreich nicht so schlecht sein können. Aber was hilft das Lob der europäischen Union, wenn trotzdem die Arbeitslosigkeit steigt. 

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