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Wie die Baubranche dem Facharbeitermangel entgegenwirkt

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Der Fachkräftemangel zerrt an Österreichs Mittelstand. Trotz voller Auftragsbücher fällt es Unternehmen im Bauwesen schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Um diesem Problem entgegenwirken zu können, erfordert es Maßnahmen, die den Beruf attraktiver machen.


Die zahlreichen Aufträge und die hohe Auslastung der Unternehmen machen den Mangel qualifizierter Arbeitskräfte besonders spürbar. Dieses Problem beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Baubranche, sondern auch Transport-, und Industrieunternehmen sind davon stark betroffen. Die Fertigungstechnik in der gesamten Baubranche wird immer komplexer und anspruchsvoller, was höhere Qualifikationen der Mitarbeiter erfordert. Betonfertigteile werden in Betonfertigteilwerken vorgefertigt und nicht erst auf der Baustelle. Dies fördert die Fertigungsqualität der Betonbauteile und verkürzt die Baustellenzeit, fordert aber im Gegenzug qualifizierte Mitarbeiter in der Fertigungstechnik, die mit den steigenden Anforderungen umgehen können. Potenzielle Arbeitgeber sind jedoch häufig mit einem Mangel an Bewerbern mit ausreichendem Entwicklungspotenzial konfrontiert. Das liegt zum Teil daran, dass die Anzahl der Jugendlichen, die eine Karriere im Baugewebe anstreben, rückläufig ist und der Trend generell zur Ausbildung in mittleren und höheren Schulen tendiert.

Gerade deshalb ist es besonders wichtig, Berufe nicht nur in der Betonfertigteilbranche, sondern in der gesamten Baubranche attraktiver zu machen. Das gelingt einerseits dadurch, dass ein Ausbildungsplatz mit guter Lehrlingsbetreuung, einem guten Umfeld und der Unterstützung der Lehrlinge vor Ort angeboten wird.

Für die positive Entwicklung der Auszubildenden ist es außerdem wesentlich, dass ihnen, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Verantwortung übertragen wird, damit sie sich auch beweisen können. Das führt zu einem gesunden Selbstvertrauen, steigert ihren Erfahrungsschatz und macht aus ihnen in weiterer Folge wertvolle Mitarbeiter. Um die Zukunftsperspektiven für Nachwuchskräfte in der Fertigteilbranche weiterhin auszubauen, animieren Unternehmen auch zu für das Handwerk eher ungewöhnlichen Weiterbildungsmaßnahmen nach der Grundausbildung, wie beispielsweise eine Meisterschule im Ausland zu besuchen. Der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke setzt sich für praxisgerechte Ausbildungspläne an Berufsschulen und Lehrbetrieben ein, um die Entwicklung der Lehrlinge zu qualifizierten Mitarbeitern zu fördern. Ein Beispiel wäre die Konzentration der Ausbildung an einem Berufsschulstandort, wodurch gezielte Lehrmethoden und bessere Ausbildungseinrichtungen und -materialien organisiert werden können.

Andererseits kann Öffentlichkeitsarbeit und ein positives Image des Werkstoffes Beton zu einer höheren Bewerbungszahl beitragen. Neben Marketingkampagnen für den Werkstoff Beton, wie sie der Verein Betonmarketing Österreich regelmäßig initiiert, sind auch immer die Mitarbeiter ein wichtiges Aushängeschild für die Branche. Stolz auf den eigenen Beruf und den eigenen Werkstoff zu sein, motiviert schließlich auch andere dazu, sich für Lehre und Beruf am Bau zu bewerben und den Industriestandort Österreich langfristig zu stärken.

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