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Bauarbeitslosigkeit erreicht Krisenniveau

Die Arbeitslosenzahlen am Bau sind derzeit gleich hoch wie im Krisenwinter 2009/2010.

Mit mehr als 83.000 Arbeitslosen in unseren Bau- und Holzbranchen wurde die Rekordarbeitslosigkeit vom Jänner 2010 wieder erreicht. Damit wurde in allen Bundesländern wieder das Krisenniveau vom Jänner 2010 erreicht. In Wien übersteigt die Zahl der Arbeitssuchenden sogar den Krisenwinter. Die Politik darf da nicht tatenlos zusehen.

Auch die Konkurse der Bauunternehmen häufen sich, sodass ein neuer Negativrekord erwartet wird. Deutliche Anzeichen dafür sind speziell bei Klein- und Mittelbetrieben erkennbar. Auch die Situation in der Bauindustrie ist nach wie vor angespannt.

Die Politik hat in der Krisenzeit mit einem Infrastruktur-Konjunkturpaket richtig und rechtzeitig reagiert. Unsere Bau- und Holzarbeiter erwarten sich auch jetzt Maßnahmen von der Politik. Deshalb fordern wir gemeinsam mit unseren Bausozialpartnern das dringend notwendige Vorziehen von öffentlichen Aufträgen. Nur so kann der Konjunkturmotor Bau bundesweit wieder anspringen. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer ehestmöglichen Durchführung von Vergabesitzungen in den Landesförderstellen. So können geplante Bauprojekte früher gestartet werden. Die Politik darf nicht zusehen, wie unsere Bauarbeiter mit 32 Euro Arbeitslosengeld pro Tag zu Hause sitzen und auf Arbeit warten müssen. Wie sollen sie damit ihre Familien über einen längeren Zeitraum ernähren? Das geht nicht, da muss die Politik handeln! Auch Länder, Gemeinden, Landesimmobiliengesellschaften und gemeinnützige Wohnbauträger müssen ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen und Aufträge vorziehen, um gemeinsam die hohe Arbeitslosigkeit am Bau bekämpfen zu können.

EZB: Verschärfte Kontraktion in 2013
Faktoren für erfolgreiches Miteinander