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Infrastrukturinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen

Für den Fachverband Steine-Keramik ist das von der Bundesregierung im Juni 2013 verabschiedete »Konjunkturpaket« ein wichtiger und vor allem auch richtiger Schritt, denn Infrastrukturinvestitionen sind Investitionen in die Zukunft. Moderne Gesellschaften können auf eine gut ausgebaute Infrastruktur nicht verzichten, stellen sie doch einen zentralen Faktor für die gegenwärtige und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit dar.

 


Die Unternehmen der Stein- und keramischen Industrie sind stark lokal verankert. Die größtenteils kleinen und mittleren Unternehmen generieren ihre Wertschöpfung überwiegend im regionalen Umfeld, denn der durchschnittliche Transportweg für Baustoffprodukte beträgt nur 30 Kilometer. Der Umsatz bei den tiefbauorientierten Branchen, die direkt von Infrastrukturinvestitionen abhängig sind, ging im Jahr 2010 um 10 % zurück und pendelte sich in den folgenden Jahren auf diesem Niveau ein. Diese Stagnation hängt in hohem Maße mit den über die Jahre gekürzten Ausgaben sowie den rückläufigen öffentlichen und privaten Investitionen im Infrastrukturbereich zusammen. Wo Infrastruktur ausgebaut wird, entsteht nachhaltige Wertschöpfung. Unternehmen investieren in Betriebsanlagen, schaffen Arbeitsplätze und Wachstum. Infrastrukturinves­titionen steigern den Wert des Standortes und sind das Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft.

Infrastrukturinvestitionen sind Standort­investitionen
Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist Stütze und Drehscheibe moderner Volkswirtschaften und Gesellschaften. Die Notwendigkeit von Infrastrukturinvestitionen wird auch im Infrastrukturreport 2012 von Future Business Austria aufgezeigt. Aufgrund des unzureichenden Ausbaus der Infrastruktur in Österreich blieb alleine im Jahr 2011 ein Produktionspotenzial von rund 28,4 Mrd. Euro ungenutzt. Seit dem Jahr 2005 sind dadurch 154 Mrd. Euro an Wertschöpfung unberührt geblieben.
 
Langfristige Perspektiven statt kurzfris­tigem Denken
Infrastrukturinvestitionen sind keine einmaligen Ausgaben, sondern ein positiver Multiplikator mit Bestand, von dem auch spätere Generationen profitieren. Dies gilt gerade auch in Zeiten von Budgetkonsolidierungen. Diese dürfen keinesfalls zulasten von weiteren Kürzungen bei Infrastrukturmaßnahmen gehen. Hier muss insbesondere auch berücksichtigt werden, dass viele Gemeinden bereits jetzt kaum noch Ressourcen für Investitionen besitzen. Das umfassende Bekenntnis zum Infrastrukturausbau ist eines unserer wichtigsten Anliegen an die nächste Bundesregierung. Das bedeutet: kein Abweichen von den aktuell laufenden und künftig geplanten Inves­titionen gemäß der Bundesverkehrsrahmenpläne. Der Ausbau der Infrastruktur ist ein generationenverbindendes und Legislaturperioden übergreifendes Projekt. Kurzfristige politische Motivlagen dürfen keine Entscheidungsparameter sein.

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