Neues Hoch für Europas Baubranche

„Die Prognosen für Bauinvestitionen innerhalb der EU sind vielversprechend. Für 2018 und 2019 rechnen wir mit einer durchschnittlichen Investitionssteigerung von rund 3 %“, erklärt Alexander Hohendanner. „Die Prognosen für Bauinvestitionen innerhalb der EU sind vielversprechend. Für 2018 und 2019 rechnen wir mit einer durchschnittlichen Investitionssteigerung von rund 3 %“, erklärt Alexander Hohendanner. Deloitte

Die europäische Baubranche boomt. Laut aktuellem Deloitte Report konnten die 20 umsatzstärksten Bauunternehmen Europas ihren Gesamtumsatz 2017 um 5 % steigern. Mit Strabag und Porr finden sich gleich zwei österreichische Vertreter im Ranking.

Ein aktueller Report des Beratungsunternehmens Deloitte belegt: Die Top 20 Baukonzerne Europas konnten 2017 eine Umsatzsteigerung von 5 % verzeichnen, der Börsenwert stieg um beachtliche 21 %. „Die europäische Baubranche befindet sich in einer Hochphase. Die guten wirtschaftlichen Daten geben den Unternehmen einen ordentlichen Schub. Wir rechnen bis 2019 mit einem weiteren Investitionsanstieg“, erklärt Alexander Hohendanner, Partner bei Deloitte Österreich.

Frankreich führt bei Umsatzranking
Das europäische Deloitte Umsatzranking verzeichnet drei klare Sieger. Die französische VINCI liegt wie im Vorjahr mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden Euro auf Platz 1. Die ACS mit Sitz in Spanien erwirtschaftete rund 35 Milliarden Euro Umsatz und behauptet sich auf Platz 2. Die Bouygues bringt es auf einen Jahresumsatz von fast 33 Milliarden Euro und schafft es damit als weiteres französisches Unternehmen unter die Top 3.
Auf globaler Ebene liegt ein Land klar an der Spitze: Die vier umsatzstärksten Baukonzerne der Welt stammen allesamt aus China. Sie erzielten gemeinsam einen Gesamtumsatz von 378 Milliarden Euro.

Österreich mit Strabag und Porr unter Top 20
Unter Europas umsatzstärksten Top 20 finden sich gleich zwei heimische Bauunternehmen. Die Strabag landet mit rund 13,5 Milliarden Euro Jahresumsatz auf Platz 6. Die Porr konnte sich um vier Plätze steigern und belegt aktuell Rang 18.
„Die österreichischen Vertreter Strabag und Porr weisen eine beachtliche Performance auf. Beide Unternehmen sind sehr international ausgerichtet, was ihnen im globalen Wettbewerb zu Gute kommt. Für die Strabag ist vor allem Deutschland ein Kernmarkt. 51 % des Umsatzes wurden allein dort erwirtschaftet“, betont Alexander Hohendanner.
Am Börsenwert gemessen verliert die Strabag zwar zwei Plätze, zählt aber nach wie vor zu den Top 20. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 3,5 Milliarden Euro findet sich der Bauriese aktuell auf Platz 14.

Investitionsfreude in EU steigt
Investitionen in Bauprojekte nehmen in weiten Teilen der EU zu. Vor allem Irland, Zypern und Slowenien setzen jetzt auf Wachstum. Investitionsfreudig zeigte man sich 2017 auch in Großbritannien: Trotz der anhaltenden Brexitverhandlungen steigerte das Vereinigte Königreich seine Bauinvestitionen um rund 7 %. Künftige Steigerungsraten werden immerhin auf 2 % geschätzt.
„Die Prognosen für Bauinvestitionen innerhalb der EU sind vielversprechend. Für 2018 und 2019 rechnen wir mit einer durchschnittlichen Investitionssteigerung von rund 3 %“, ergänzt Hohendanner. „Auch für Österreich erwarten wir für die nächsten Jahre ein stabiles Wachstum auf gleichbleibendem Niveau.“

Top 10 der umsatzstärksten europäischen Bauunternehmen
Rang - Unternehmen - Land - Umsatz 2017 (EUR)

1 - Vinci - Frankreich - 40,248 Mrd.
2 - ACS - Spanien - 34,898 Mrd.
3 - Bouygues - Frankreich - 32,904 Mrd.
4 - Skanska - Schweden - 16,387 Mrd.
5 - Eiffage - Frankreich - 15,263 Mrd.
6 - Strabag - Österreich - 13,509 Mrd.
7 - Ferrovial - Spanien - 12,208 Mrd.
8 - Balfour Beatty - Großbritannien - 9,427 Mrd.
9 - Accionia - Spanien - 7,254 Mrd.
10 - BAM Group - Niederlande - 6,604 Mrd.

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