Fragen an die Politik

Werner Schotter (Ursa Dämmsysteme) fragt und Reinhold Mitterlehner (Wirtschaftsminister und Vizekanzler) antwortet zum Thema thermische Sanierung. Werner Schotter (Ursa Dämmsysteme) fragt und Reinhold Mitterlehner (Wirtschaftsminister und Vizekanzler) antwortet zum Thema thermische Sanierung.

In der Rubrik »Fragen an die Politik« haben Vertreter der Bau- und Immobilienbranche die Möglichkeit, konkrete Fragen an Politiker zu formulieren. In der aktuellen Folge kommt Werner Schotter, Commercial Manager bei Ursa Dämmsysteme Austria, zu Wort. Gerichtet wurde die Frage an Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner.

Thermische Sanierung

Werner Schotter, Ursa Dämmsysteme Austria: »Um die langfristigen nationalen Klimaziele zu erreichen, müssen der Energiebedarf der Gebäude dauerhaft minimiert und der CO2-Ausstoß stark reduziert werden. Durch Sanierungen bestehender Gebäude und energieeffiziente Neubauten sollten die gesetzten Ziele erreicht werden. Um die finanzielle Belastung zu reduzieren, die Sanierungsquote zu erhöhen und mehr Arbeit zu schaffen, wurde eine Sanierungsoffensive mit Maßnahmen wie dem Sanierungsscheck für Private und Handwerkerbonus gestartet. Die Wirtschaftsprognosen zeigen jedoch Rekordarbeitslosigkeit, leicht rückläufige Baubewilligungen, hohe Arbeitskosten und Sanierungsraten deutlich unter den angestrebten 3 %. Wie sehen die Rahmenbedingungen für den Sanierungsscheck 2015 im Detail aus und welche Maßnahmen werden noch gesetzt, um die Sanierungsquote zu steigern?«

Reinhold Mitterlehner, Wirtschaftsminister & Vizekanzler: »Die Förderaktion des Bundes für die thermische Sanierung von Häusern, Wohnungen und Betriebsgebäuden ist am 2. März gestartet. Der Sanierungsscheck hilft beim Energiesparen, reduziert den CO2-Ausstoß und bringt zusätzliche Aufträge für Bauwirtschaft und Handwerker. Private können ihre Förderanträge direkt bei den Bausparkassen und in den Bankfilialen einreichen. Gefördert werden thermische Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Außenwänden und Geschoßdecken, der Tausch von Fenstern und Außentüren sowie der Heizungstausch in Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind. Neu ist eine Förderung für thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung mit bis zu 1.000 Euro. Für die Verwendung von ökologischen Baustoffen oder den Einbau von Holzfenstern gibt es jeweils einen Zuschlag. Bei einer umfassenden Sanierung ist wieder eine Förderung von bis zu 8.300 Euro möglich. Diese beinhaltet auch die Energieausweiskosten von maximal 300 Euro. Ebenfalls unterstützt werden Teilsanierungen und Einzelbaumaßnahmen. Im mehrgeschoßigen Wohnbau sind Förderungen sowohl für Eigentümer als auch für Mieter möglich. Unternehmen können ihre Förderanträge online bei der KPC-Kommunalkredit Public Consulting (www.publicconsulting.at) stellen. Die Förderung für Sanierungen beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch hier gibt es einen Zuschlag für ökologische Baustoffe, für denkmalgeschützte Gebäude gibt es ein spezielles Angebot. Weiterhin gefördert werden Heizungsumstellungen und Energiesparmaßnahmen bei guter thermischer Qualität der Gebäudehülle. Die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums durchgeführte Förderaktion kann trotz der notwendigen Budgetkonsolidierung mit einem beträchtlichen Fördervolumen fortgesetzt werden. Heuer stehen 80 Millionen Euro zur Verfügung.«

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