Umfrage: Was 2016 bringen wird (Teil 2)

Umfrage: Was 2016 bringen wird (Teil 2) Foto: Thinkstock

Report-Umfrage: Prominente Vertreter der heimischen Wirtschaft werfen einen Blick in die Glaskugel und verraten, was sie vom neuen Jahr erwarten.Statements von Achim Kaspar (Cisco), Martin Winkler (Oracle), Erwin Greiml (adesso), Klaus Lercher (Trenkwalder), Daniel Freiberger (Tieto), Karl Hawlik (OKI).

Alles wird digitalisiert, was sich digitalisieren lässt

Achim Kaspar, General Manager von Cisco Austria

»Im Sog der Digitalisierung verändern sich Märkte schneller als je zuvor. Laut der Studie ›The Digital Vortex: How Digital Disruption is Redefining Industries‹ werden sich in den nächsten fünf Jahren aufgrund der digitalen Transformation etwa 40 Prozent der Unternehmen in einem völlig veränderten Wettbewerbsumfeld wiederfinden. Am stärksten betroffen sind die Technologiebranche, aber auch Medien, Unterhaltung, Telekommunikation, Finanzwesen und Einzelhandel. Die IT-Sicherheit ist ebenfalls in den Fokus gerückt. Hier ist ein Paradigmenwechsel nötig: Nicht nur die Vorbeugung, sondern auch Strategien und Lösungen für die Zeit während und nach den Attacken sind heutzutage nötig. Unternehmen müssen die Zeit bis zur Entdeckung von Angriffen – etwa 100 bis 200 Tage – unbedingt reduzieren.«


Die Cloud – what else?

Martin Winkler, Country Leader Oracle Österreich

»Wir blicken in Österreich auf eine ausgesprochen positive Marktentwicklung zurück und wachsen weiter mit der Cloud! Oracle unterstützt Unternehmen dabei, cloudbasierte Infrastruktur, IT-Plattformen oder Business-Software zu nutzen. Der Markt hat sich mit voller Geschwindigkeit gedreht, unser Business-Alltag hat sich umfassend verändert: Die Cloud ist heute Realität, hat sich bestens etabliert und wird von den Kunden aktiv eingefordert. Jetzt gilt es, diese neuen Herausforderungen zu meistern und Chancen bestmöglich zu nutzen! Den Ausbau unseres Cloud-Bereiches haben wir als ein Kernziel für die nächsten Jahre definiert – Digital Security wird dabei immer mehr zu einem Muss in allen Bereichen. Oracle bietet österreichischen Unternehmen das optimale Rüstzeug, aktuelle IT-Trends zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen.«


New School of IT

Erwin Greiml, Geschäftsführer adesso Austria GmbH

»2015 war für die adesso Austria ein erfolgreiches Jahr auf ganzer Linie. Durch innovative Ideen und zeitgemäße Technologien haben wir unseren Kunden zum Erfolg verholfen. Vor diesem Hintergrund sind wir auch für das neue Geschäftsjahr zuversichtlich. Neben unserer Expertise im Versicherungsbereich konzentrieren wir uns auf Industrie 4.0. Durch unsere New School of IT sind wir mit Mobilität, Agilität und Elastizität am Puls der Zeit. Mit dem Interaction Room wollen wir auch 2016 die Kommunikation zwischen Fach- und IT-Experten verbessern. Das motivierte und kompetente Team vereint technologische Kompetenz mit ausgeprägtem fachlichen und betriebswirtschaftlichen Know-how und freut sich auf neue Projekte. Auf die Branche werden spannende Herausforderungen zukommen. 2016, wir sind bereit!«


Keine großen Sprünge

Klaus Lercher, Geschäftsführer Trenkwalder Personaldienste GmbH

»Das vergangene Jahr war für die Unternehmen der Zeitarbeitsbranche durchwachsen. Schwache Konjunktur, steigende Arbeitslosigkeit und die Zunahme von Billigarbeitskräften aus dem Ausland sind Probleme, mit denen wir auch in diesem Jahr noch kämpfen werden. Für 2016 erwarten wir zwar eine stabile Entwicklung, große Sprünge – weder nach oben noch nach unten – sehen wir derzeit aber nicht. Die Branche verändert sich allerdings massiv. Wir merken das an den geänderten Anforderungen der Kunden, unserer Aufträge sowie der Stellenprofile. 2016 gilt es deswegen umso mehr diesem Wandel bestmöglich Rechnung zu tragen. Wir setzen daher auf den weiteren Ausbau der Services und Personaldienstleistungen und die Investition in Aus- und Weiterbildung unserer MitarbeiterInnen. Auch der Trend hin zur Digitalisierung wird 2016 ein großes Thema für uns sein.«


Emotionale Bindung zum Kunden

Daniel Freiberger, Head of CEM, TietoAustria 

»Tieto sieht 2016 im Zeichen von Customer Experience Management (CEM). CEM rückt derzeit massiv in den Fokus der Unternehmensstrategien. Denn wer heute die emotionale Bindung zu seinen Kunden nicht an allen Touchpoints harmonisiert und optimiert, setzt seine Markenwahrnehmung aufs Spiel: Online und offline, von der Produktentwicklung über Erstkontakt, Kauf, Nutzung und Wartung  – CEM betrifft alle Fachabteilungen und Branchen.  Branchenübergreifende Partnerschaften ermöglichen die Entwicklung neuer Services für den Kunden. Tieto sieht sich dabei nicht nur als technischer Umsetzungspartner sondern auch in der Rolle des ›CX Hub‹ – bietet also die gesamte Customer Experience Wertschöpfungskette von der Strategieentwicklung über Service Design bis hin zur Bereitstellung von CEM Services aus der Cloud.«


Zeit der Schnelllebigkeit vorbei

Karl Hawlik, Geschäftsführer OKI Österreich

»Kaum jemand, der im Vorjahr nicht neue Erkenntnisse für sich gewonnen hat. Nach vielen Jahren der Schnelllebigkeit habe ich den Eindruck, dass Werte wie Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit wieder mehr geschätzt werden. Dieser Zeitgeist könnte auch in der Wirtschaft spürbar werden, sei es auf dem Arbeitsmarkt, in Kundenbeziehungen oder im Kaufverhalten. Das Printing-Business ist über viele Jahre etabliert, hier erwarte ich keine grundlegenden  Veränderungen. Sehr wertvoll sind aber die langjährigen Strukturen mit unseren OKI Partnern und Kunden, die wissen, dass wir uns um Qualität und Service bemühen. OKI beweist auch seit über 100 Jahren, dass man versteht, was der Unterschied zwischen Hype und Fortschritt ist. Wir erwarten für 2016 einige interessante neue Produkte, auch durch die Übernahme von Seiko.«

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