Mit der Ausstellung »Klimt Persönlich« leistet die Leopold Stiftung ihren Beitrag zum Jubiläumsjahr anlässlich des 150. Geburtstags von Gustav Klimt. Erstmals will das Museum den Blick auf die private Seite des Künstlers lenken, mit dem Ziel, das bisher Verborgene zu zeigen. Das ist den Kuratoren nicht ganz gelungen. Die Suche danach wurde aber faszinierend gestaltet und für Kunstinteressierte ist die Ausstellung allemal ein Pflichttermin.
Am 14. Juli wäre Gustav Klimt – Österreichs immer noch berühmtester Maler – 150 Jahre alt geworden. Die ganze Welt wartet mit Sonderausstellungen zu diesem Jubiläum auf. Umso mehr war man gespannt, was sich die Leopold Stiftung einfallen lässt: Sie zeigt sich selbstbewusst und präsentiert sich mit der Ausstellung »Klimt Persönlich« als »Klimthaus«, so Kurator Peter Weinhäupl.
Im Mittelpunkt stehen Werke aus dem hauseigenen Bestand, die mit Originalzitaten Gustav Klimts kommentiert werden. Mittels dieser Zitate und über 400 Postkarten, die Klimt seiner Weggefährtin Emilie Flöge schrieb, will die Stiftung mit dem Klischee brechen, Klimt habe schriftlich nichts Essentielles hinterlassen.
Fakt ist: Klimt hat schriftlich sehr viel hinterlassen. Ob die Rohrpostnachrichten an seine Geliebte jedoch essentiell sind, um Klimt als Mensch zu verstehen, sei dahingestellt und ist wohl auch Geschmacksache.
Kaum scheiden sich die Geister jedoch über die Tiefe der Fotografien von Moritz Nähr. Sie öffnen die Türen zu Klimts Atelier in der Josefstädter Straße. Und wenn man ganz genau hinsieht, erhascht man vielleicht wirklich einen Blick auf den Menschen Klimt – jenen, der hinter den Werken stand.
> Klimt Persönlich
Wo: Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Wann: bis 27.08.2012
Infos: www.leopoldmuseum.at
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