Innovatives Österreich 2017

"Innovatives Österreich": Eine Serie des eAward im Wirtschaftsmagazin Report Plus. "Innovatives Österreich": Eine Serie des eAward im Wirtschaftsmagazin Report Plus. Bild: Report

Bewerbungen, Bestellungen und praktische Hilfen: Wie erfindungsreich und hemdsärmelig der Werkzeugkasten IT von Start-ups, g’standenen Unternehmen und engagierten Vereinen in Österreich genutzt wird.



Die kreativen Köpfe von hokify entwickeln einen
Service, der an jedem Ort genutzt werden kann - auch in Bäumen.

Bewerbung übers Handy gewischt

Für die Jugend ist das Smartphone das zentrale Tool für Kommunikation und Internetnutzung. Dennoch unterstützen klassische Onlineportale kaum die Jobbewerbung über mobile Geräte. Mit der Plattform hokify bieten die WU-Wien-Absolventen Karl Edlbauer, Simon Trettner und Daniel Laiminger nun eine nutzerfreundliche Möglichkeit, Bewerbungen direkt auf dem Smartphone zu erstellen und abzuschicken. Arbeitgeber können über die App und Website Stellenanzeigen inserieren und aktiv nach Mitarbeitern suchen. Angebote werden einfach über den Handyscreen gewischt. Im Frühjahr 2016 konnte das Start-up namhafte Investoren an Bord holen. »In nur zehn Monaten seit dem Launch wurden mehr als 100.000 Bewerbungen erstellt und versendet«, ist hokify-Gründer Karl Edlbauer auf diesen »nachhaltigen Effekt« stolz.

Mehr dazu unter
hokify.at





Das Team von Solvion nimmt mit der gleichnamigen Workbox Kurs auf den vollständig digitalen Arbeitsplatz.

Moderner, digitaler Arbeitsplatz  
Das Beratungs- und Lösungshaus Solvion mit den Standorten Graz und Wien ist einer der derzeit erfolgreichsten Microsoft-Partner im deutschsprachigen Raum. Solvion hat 15 Jahre Erfahrung rund um den digitalen Arbeitsplatz in rasch einsatzbereite Produktpakete gebündelt. In der »Solvion Workbox« sind Kommunikation, Mobilität und digitale Prozesse in einem Portal vereint und auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt. Eine Automatisierung von Workflows und Formularen ersetzt Papierprozesse und integriert Systeme und Daten auf einer Oberfläche. Projekte auf Basis der Workbox wurden bei den Casinos Austria und bei der Semperit AG umgesetzt – um nur zwei von vielen zu nennen.

www.solvion.net/workbox





Teamarbeit, die prächtig funktioniert: Das Online-Ratgeber-Team des AMS und 3i Software punktet mit einem interaktiven Dialogsystem.

Vereinfachte Ratgeber
Das AMS stellt auf seinem Portal Arbeitsuchenden ein interaktives Dialogsystem zur Verfügung. Mittlerweile sind rund 20 Onlineratgeber im Einsatz, die durch ein Expertensystem gesteuert die Situation der AMS-Klientel beurteilen und über Anspruchsvoraussetzungen und andere praktische Dinge informieren. Die Ratgeber steuern den Dialog anhand der Antworten der Benutzer und stellen für die Lebenslage passende Antworten individuell zusammen – auch bei sehr komplexen Themen. Durch das eingesetzte Framework des Perchtoldsdorfer IT-Dienstleisters 3i Software können die Ratgeber auch ohne Programmierkenntnisse erstellt werden. Spitzenservice!

www.ams.at/ratgeber
 





Forschen an der Berechenbarkeit von Licht und Wärme: Oliver Ebert, Eiko Dubielzig, David Geisler-Moroder, Matthias Werner, Rainer Pfluger, Bert Junghans und Klaus Struder.

Berechnung für Energiebedarf
Wie hoch wird der gesamte Energiebedarf des Gebäudes sein? Diese Frage wollen Gebäudebetreiber bereits in ihrer wirtschaftlichen Planung vorab wissen – noch bevor mit dem Bau begonnen wird. Bislang gab es keine Lösung, welche diesen Bedarf auch in Bezug auf Tageslicht und Kunstlicht sowie Heiz- und Kühlaufwand bereits in der Entwurfsphase schnell berechnen kann. Das soll sich bald ändern: Zumtobel Lighting entwickelt im Forschungsprojekt DALEC – kurz für »Day- and Artificial Light with Energy Calculation« – gemeinsam mit dem Tiroler Design- und Planungsbüro Bartenbach und der Universität Innsbruck  ein Programm für die ganzheitliche Lichtplanung. Ein erster Prototyp ist bereits online und darf ausprobiert werden.

dalec.zumtobel.com






Automatisieren Prozesse im Recruiting: Sascha Mundstein, Jan Pichler, Ananda Stimm, Günther Pfeffer und Magdalena Kienl.

Tool für Talentepool
myVeeta unterstützt als persönlicher Bewerbungsmanager Arbeitsuchende bei Erstellung, Versand und Verwaltung ihrer Bewerbungsunterlagen. Gleichzeitig vereinfacht die findige Plattform den langfristigen Kontakt zwischen Unternehmen und Bewerbern. Aktualisierungen im Lebenslauf können ohne Aufwand vorgenommen und direkt in die Recruiting-Systeme der Lieblingsunternehmen gesendet werden. »Unternehmen können so den Recruiting-Aufwand und ihre Kosten deutlich reduzieren, während sich die Chance Arbeitsuchender auf attraktive Jobangebote deutlich erhöht«, ist Gründer Jan Pichler überzeugt. Die Idee kommt bereits gut an: Das myVeeta-Team wurde mit dem »Microsoft Zukunftspreis 2016« ausgezeichnet.

www.myveeta.com





Bieten Service für Notfallkommunikation und digitale Inklusion: Martina Friedl, Christian Aberer, Michael Bindlechner, Gergely Teglasy, Lisa Schrötter und Horst Böhm.

SeniorInnen 2.0
Bei alleinlebenden älteren Personen droht das Risiko, im Notfall lebensrettende Hilfe zu spät zu bekommen. Samsung hat mit dem Wiener Unternehmen caregency und der Caritas eine Initiative gestartet, um gemeinsam mehr Sicherheit für Ältere zu schaffen. Über die App »b-cared« fürs Smartphone und die Smartwatch werden im Notfall Kontaktpersonen oder das Caritas-Notruftelefon automatisch verständigt. Die App wurde von caregency gemeinsam mit der FH Technikum und der Universität Wien entwickelt. Begleitend wirft sich ein Samsung-Team bei Workshops für die Vermittlung digitaler Skills für Junggebliebene ins Zeug. So bleiben ältere Menschen länger selbstständig, sind mobil und sicher und können besser mit ihren Liebsten kommunizieren.

b-cared.com/caritas





Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen bietet BeSpecular in Österreich an: Klaus Höckner, Daniele Marano und Alexandra Kleinheinz.

Verlängerte Sichtweisen
Ist die Milch laut Ablaufdatum noch genießbar? Kann ich meine Hose mit diesem Hemd farblich kombinieren? Welcher Name steht auf der Medikamentenpackung? Mit der App »BeSpecular« fotografiert ein sehbeeinträchtigter oder blinder Mensch einen Gegenstand, zu welchem er Hilfestellung benötigt. Die Fragestellung wird in Form einer Sprach- oder Textnachricht angefügt und an die BeSpecular-Community gesendet. Das sind sehende Personen, die sich auf der Plattform als freiwillige Helfer registriert haben. Sie können innerhalb von Sekunden mit wiederum einer Sprach- oder Textnachricht die nötige Hilfestellung geben. BeSpecular wurde in Südafrika erfunden und wird hierzulande von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs angeboten.

www.bespecular.com





Primetals und bluesource schufen eine Überwachungs- und Analyselösung mit App-Alamierung für den Einsatz in der Industrie.

Akustische Diagnose
Von drei Absolventen der FH Hagenberg gegründet, blickt die Softwareschmiede bluesource bereits auf 15 erfolgreiche Jahre zurück. Mit Primetals Technologies Austria – vormals Siemens VAI – wurde eine besondere Lösung für den Einsatz in der Industrie entwickelt. In dem »Primetals ASK«-Projekt werden Industrieanlagen mithilfe akustischer Diagnose beobachtet. Anhand der Geräusche erkennen Sensoren den Zustand von kritischen Bauteilen. Bei plötzlichen Veränderungen wird das Serviceteam direkt über eine von bluesource entwickelte App informiert. Ohne Umwege und weiteren Monitoring-Aufwand kann sofort mit der Behebung des Problems begonnen werden. So können durch frühzeitige Erkennung von fehlerhaften Bauteilen Anlagestillstände deutlich reduziert werden.

www.bluesource.at





Offisy-Gründerin Stefanie Gerhofer setzt auf Patrick Kirchmayr (re.) und sein engagiertes FRUX-Entwicklerteam.

Offisy nutzt FRUX
Das Linzer Start-up Offisy – ein Anbieter einer Registrierkassenlösung – stand vor einer großen Herausforderung: zu wenige Kunden trotz hervorragendem Marketing. Mit FRUX wurde ein schlanker und effektiver Vertriebsprozess entwickelt, um dem Unternehmen bei der Kundengewinnung zu helfen. FRUX ist eine Softwarelösung, mit deren Hilfe die Vertriebsprozesse von Unternehmen vollautomatisch optimiert werden können. So verrät das Modul »FRUX Visitor Analytics«, welche Unternehmen die Website besuchten und gibt aufschlussreiche Informationen über das Userverhalten. Ergänzt mit Informationen zu potenziellen Leads zu Zielgruppen im Internet, unterstützt das Sales-Werkzeug mit Datenabgleichen, Terminvereinbarungen und Aufgabenverteilungen. Das Resultat: 50 % mehr Verkaufstermine und 70 % weniger Streuverlust.

www.getfrux.com
  und offisy.at





Das erfolgreiche Team hinter Gem2Go: Paul Herzberg, Michael Kölbl, Wolfgang Rodlmayr, Richard Bauer, Thomas Brandtner und Mahir Sutkovic.

Bester Infodienst

E-Government kann so attraktiv sein: Mit der kostenlosen »Gem2Go«-App können BürgerInnen einer Stadt oder Gemeinde wichtige Informationen und Services abrufen – zum Beispiel News, Veranstaltungen, Müllkalender, Branchenverzeichnis, Vereine, Lebenslagen, Jobs oder Bürgeranliegen. Gem2Go ist eine österreichweit nutzbare App, in der alle Städte und Gemeinden enthalten sind. Dank einer großen Zahl an Kooperationspartnern wie Bundeskanzleramt, karriere.at, Verkehrsverbund Ostregion oder Medienunternehmen können zahlreiche kostenlose Services angeboten werden. Inkludiert sind Push-Benachrichtigungen, Augmented Reality oder QR-Code Scanner. Gem2Go ist verfügbar für iOS, Android und Windows Phone.

www.gem2go.at






Öffnen den Kofferraum für Warenlieferungen: Claus Haiden, Peter Umundum, Thomas Stadlhofer und Thomas Muggenhumer.

Logistik mit Kofferraum

Der Onlinehandel boomt. Mit ihm auch der Wunsch vieler, einfach und schnell an ihre Bestellungen zu kommen. Gemeinsam mit T-Systems und Porsche Austria startete die Post im Oktober 2015 einen ersten Feldtest zu einer völlig neuen Form der Zustellung: die »Kofferraumlogistik«. Die Zustellung der Pakete erfolgt in den Kofferraum des eigenen Autos der Kundin oder des Kunden. Die dafür notwendige Informations- und Kommunikationstechnologie gibt es bereits: GPS, Internet, Smartphone sowie sicheres mobiles Identity- und Access-Management. Nach dem ersten Feldtest startete diesen Sommer ein Testbestbetrieb der Kofferraumzustellung im B2B-Bereich und zwar für die Belieferung auf Baustellen. Dabei erhält die Firma Muggenhumer Energiesysteme ihre Bestellungen beim Sanitärgroßhandel ÖAG direkt in den Kofferraum ihrer Firmenfahrzeuge zustellt. Die Zustellung erfolgt mithilfe einer speziellen App und dem dazugehörigen Informations- und Kommunikationssystem von T-Systems.

www.post.at





Geniale Zusammenarbeit in Salzburg: Manuel Schild, Thomas Schwarz, Kathrin Kaufleitner, Thomas Peintner, Horst Gallbauer, Christian Ortner, Christian Mayr, Daniel Franek und Sebastian Geschke.

Dampfgaren in der Cloud

Mit der Serviceschiene 95Grad bietet der Salzburger Cateringspezialist Gallbauer eine auf Dampfgaren aufgebaute Systemgastronomie für Unternehmen. Die Webagentur pixelart hat in Zusammenarbeit mit dem Traditionsbetrieb einen durchgängigen Prozess geschaffen, mit dem Gerichte auf einfache Weise direkt am Arbeitsplatz bestellt werden können. Auch eine hohe Anzahl Essensbestellungen in Großbetrieben kann über die 95Grad-Terminals abgewickelt werden. Bestell-, Ausgabe- und Abrechnungsprozess sind ausfallsicher und für die Benutzer einfach zu bedienen. Dank der cloudbasierten Datenverarbeitung kann Horst Gallbauer, der das Unternehmen in der dritten Generation leitet, seinen Kunden gesundes, frisches und vitaminreiches Essen im großen Stil bieten.

www.95grad.at






Das Projektteam der in Oberösterreich erfolgreichen Familienkarte-App macht den praktischen Service möglich: Franz Schützeneder, Andrea Tüchler, Klaudia Schönberger, Renate Katzmayr und Wolfgang Böhm.

Karte für Familien
Die »OÖ Familienkarte« ist jetzt auch eine App – entwickelt von der Neufeldener Innovationsschmiede Xortex. Usern stehen viele nützliche Features wie das Suchen und Filtern von Vorteilsgebern für das vom Land Oberösterreich angebotene Elternbildungsguthaben, für Veranstaltungen sowie das Einlösen des Bildungsguthabens bei Veranstaltungen zur Verfügung. Durch umfangreiche Funktionen bietet die App viele Vorteile und  die Familienkarte ist immer dabei. Für das Familienreferat des Landes Oberösterreich ergeben sich dadurch Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen. Alle Daten und Abläufe der App werden über ein zentrales System gesteuert, eine doppelte Wartung ist nicht nötig.

www.familienkarte.at

Letzte Änderung amFreitag, 17 Februar 2017 17:19
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