Standort Österreich: Investitionen stagnieren

Die Studie »FDI Confidence Index« der Unternehmensberatung A.T.Kearney stellt Österreich als Wirtschaftsstandort kein gutes Zeugnis aus. Befragt wurden Vorstände und Manager der 1.000 weltweit größten Unternehmen hinsichtlich der attraktivsten Zielländer für ihre ausländischen Direktinvestitionen. Im Ranking belegt Österreich nur den schwachen 24. Platz, nur Südafrika schneidet noch schlechter ab. Deutschland rückte – trotz Flüchtlingskrise – als beliebtester Standort Europas auf den zweiten Rang vor.

»Während Deutschland immer beliebter wird, tritt Österreichs Wirtschaft auf der Stelle«, kommentiert Matthias Witzemann, verantwortlich für den EMEA-Raum bei A.T.Kearney, die Ergebnisse. Er sieht den Grund in der mangelnden Standortattraktivität: »Fehlende Strukturreformen und hohe Lohnnebenkosten mindern die Investitionsbereitschaft. Rechtsunsicherheit, wie z.B. die negative Entscheidung zum Flughafenausbau, fördert auch nicht gerade das Vertrauen in die Zukunft des Standorts Österreich.«
Indessen wirft der Brexit erste Schatten voraus. Zwar schaffte Großbritannien noch den Sprung auf den vierten Rang, langfristig rechnen die Studienautoren aber damit, dass Investitionen vermehrt in Kontinentaleuropa getätigt werden.

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