eAward 2016: Kategorie "Verwaltung & E-Government" Featured

eAward 2016: Kategorie "Verwaltung & E-Government" Foto: Thinkstock

Die nominierten Projekte des "eAward 2016" und Sieger in der Kategorie "Verwaltung und E-Government". Die Gewinner sind am 8. März 2016 bei der Preisverleihung in Wien bekannt gegeben worden. Kategorievideo: www.youtube.com/watch?v=FzqbBiWAHis

Kategoriesieger eAward 2016



Bundesministerium für Finanzen, Bundesministerium für Familie und Jugend
Projekt: Antraglose Familienbeihilfe anlässlich der Geburt eines Kindes

In Österreich werden jährlich rund 80.000 Kinder geboren. Zur Erlangung der Familienbeihilfe war es bisher erforderlich, beim Finanzamt einen Antrag auf Familienbeihilfe (Papier, FinanzOnline) zu stellen. Mit der Schaffung des „Zentralen Personenstandsregisters“ und der Geburtsbeurkundung durch die Standesämter stehen seit November 2014 die Daten der Neugeborenen zentral und elektronisch zur Verfügung. Ziel des BMF und des BMFJ war es daher, die in internen und externen Datenbanken zur Verfügung stehenden Informationen zu nutzen und den Prozess der Antragstellung für die Familienbeihilfe anlässlich der Geburt eines Kindes weitestgehend zu automatisieren, sodass die Bürgerinnen und Bürger nur in den Fällen kontaktiert werden, in denen noch Informationen benötigt werden. Diese Verwaltungsvereinfachung in Form eines "No-Stop-Shops" soll den Bürgerinnen und Bürgern die Antragstellung sowie Behördenwege ersparen und den Prozess dahingehend beschleunigen, dass eine raschere Auszahlung möglich ist.

www.bmf.gv.at

Die Jury:
„klares Signal für smarte Nutzung von Daten“
„neues Verständnis automatisierter Bürgerservices“
„Leuchtturmprojekt für die moderne Verwaltung“
„wir wollen mehr davon!“


Preisträger eAward 2016




cellent AG, EU-Kommission
Projekt: Bessere politische Entscheidungen treffen - Future Policy Modeling (FUPOL)

Welche Themen beschäftigen die Bürger? Wo drückt der Schuh? Hier setzt die innovative Software-Lösung FUPOL – Future Policy Modeling – an. Sie unterstützt Politiker dabei, bürgernahe und somit bessere Entscheidungen zu treffen. FUPOL analysiert die Informationsflut in Social Media, Zeitungen und Zeitschriften, Radio oder TV und zeigt auf, was die Menschen bewegt. Dabei erkennt FUPOL neue Themen selbständig und schlägt sie dem Benutzer vor. Darüber hinaus können die Bürger auch über Onlineumfragen in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Die Ergebnisse werden anschließend verdichtet, um Einflussfaktoren und Abhängigkeiten aufzuzeigen. Durch Simulation und Prognose können ineffiziente Varianten im Vorfeld ausgeschlossen werden, was Zeit und Geld spart. Die IT-Lösung ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der EU Kommission mit der cellent AG Österreich als Konsortialführer. FUPOL ist bereits erfolgreich bei Städten in Europa, Asien und Afrika im Einsatz.

www.cellent.at

www.fupol.eu

Die Jury:
„Government 3.0 mit umfangreicher Einbindung der Bürger“
„hochkomplexe Prozesse im Hintergrund, innovative Aufbereitung“
„ersetzt teure Netzwerkanalysen“
„ganz großartiges Projekt“


Preisträger eAward 2016




Software Competence Center Hagenberg, Johannes Kepler Universität Linz - FAW  Institut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, Oberösterreichischer Landes-Feuerwehrverband, BIA Business Intelligence Accelerator, PRISMA solutions EDV-Dienstleistungen, Fieldworx Mobile Solutions, Geoexpert Research and Planning, Riocom Technisches Büro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Institut für Informatik, Vomatec International, LIS Leitstelleninformationssystem, Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker
Projekt: INDYCO

Mit dem INDYCO-System werden Feuerwehren, Kommunen oder Einsatzleitstellen unterstützt. Dabei ermöglicht die Verknüpfung von Sensoren und Expertenwissen mit verschiedenen Analysen und Modellierungsmethoden Vorhersagen über lokale Situationen und Entwicklungen, wie zum Beispiel bei Muren oder auch Hochwasser. So ergibt sich beispielsweise für kleine Flüsse eine Vorwarnzeit vor Hochwassersituationen von zirka sechs Stunden. Das Modell hat eine Genauigkeit von 95,21 % und ist in der Lage, die meisten Wasserpegel korrekt vorherzusagen. Durch Expertenwissen über die Risiken und Zusammenhänge von lokalem Niederschlag, Vorbefeuchtung und Geologie kann ein Analysemodell zur permanenten Überwachung von möglichen Gefahren erstellt werden. Durch die Unterstützung von unterschiedlichen Abläufen in Katastrophenplänen durch ein Workflow-System sind Maßnahmen schnell gesetzt und kommuniziert. Das INDYCO-System ist in Katastrophensituationen prinzipiell weltweit einsetzbar.

www.scch.at 

Die Jury:
„Vorzeigelösung für Katastrophenmanagement“
„vorbildhafte Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Projektpartner“
„Prognosemodell vom Feinsten“


die weiteren nominierten Projekte

 




Bundesministerium für Finanzen, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Projekt: Kooperationsvorhaben Unternehmensserviceportal   

Zuvor nur für Bürgerinnen und Bürger etablierte One-Stop-Shop-Lösungen werden durch das Unternehmensserviceportal ebenso für die Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Die Kooperation zwischen Österreichischer Sozialversicherung und Bundesministerium für Finanzen umfasst die Identifizierung, Authentifizierung und Autorisierung von Benutzerinnen und Benutzern von Unternehmen über das Internet für Verwaltungsverfahren der österreichischen  Sozialversicherung durch das Unternehmensserviceportal. Das Bundesministerium für Finanzen stellt der österreichischen Sozialversicherung die Benutzer- und Rechteverwaltung des Unternehmensserviceportals unentgeltlich zur Verfügung. In der Verwaltung entstehen Vorteile dadurch, dass komplexe Identifikationsprozesse von potenziellen Benutzern nur einmalig an einer Stelle durchlaufen werden müssen. Dadurch wird die Attraktivität von E-Government-Anwendungen verstärkt.

www.usp.gv.at
 





Stadt Graz – Stadtvermessungsamt, Ressourcen Management Agentur (RMA), Umweltamt des Magistrat Graz
Projekt: Urban Mining Kataster (UMKAT)

Das Schlagwort Urban Mining gewinnt zunehmend an Bedeutung. Vor allem die anthropogenen Lager, wie zum Beispiel Gebäude und Netzwerke sollen in Zukunft vermehrt als Rohstoffquelle genutzt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden. Um die in der Infrastruktur der Stadt Graz gespeicherten Ressourcen zu identifizieren und darzustellen wurde ein sogenannter „Urban Mining Kataster (UMKAT)“ entwickelt. In einem ausgewählten Projektgebiet in Graz-Eggenberg wurde mit Hilfe des städtischen Geoinformationssystems (GIS) die Materialzusammensetzung der vorhandenen Bau- und Netzwerke (Straße, Kanal, Schiene, etc.) ermittelt, quantifiziert, bewertet und visualisiert. Der Urban Mining Kataster ist ein Instrument zur Abfallvermeidung und dient als Hilfsmittel, um Rohstoffe möglichst in regionalen Kreisläufen zu halten.

www.geoportal.graz.at






VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Projekt: VISDOM  - Visuelle Aktionsplanung im Hochwassermanagement

Ein nachhaltiges Hochwassermanagement setzt ein abgestimmtes, vorbeugendes Handeln sowie Maßnahmen zur effektiven Gefahrenabwehr voraus. Eine Software, mit der sich Szenarien durchspielen und vergleichen lassen, um etwa die beste Positionierung für Sandsackbarrieren zu ermitteln, ist eine willkommene Entscheidungshilfe. VISDOM unterscheidet sich von anderen Lösungen, indem mehrere Simulationsläufe erzeugt und mittels Visualisierung rasch analysiert und verglichen werden können. VISDOM unterstützt sowohl die Planung und Erstellung von Hochwassereinsatzplänen als auch im akuten Hochwasserfall die rasche Entscheidungsfindung für Maßnahmen vor Ort. Am Bildschirm sind die Überflutungsszenarien vergleichbar und so kann eine für die jeweilige Situation robuste und funktionierende Lösung gefunden werden. Die Kombination von Simulation und Visualisierung in einem Werkzeug ermöglicht eine intuitive Benutzerführung auch für Menschen, die mit Simulationstechniken nicht vertraut sind.

www.vrvis.at






Stadt Wien - MA 53 - wien.at-Referat
Projekt: wien.at live-App

Immer mehr Menschen nutzen digitale Inhalte über mobile Endgeräte. wien.at ist schon seit längerem auf Desktop, Tablet und Smartphone optimiert darstellbar. Mit der wien.at live-App erweitert die Stadt Wien dieses mobile Angebot. Als ständige Begleiterin ermöglicht die App einen direkten Zugang zu passenden digitalen Angeboten der Stadt. Highlights sind der Stadtplan, die WLAN Standort-Suche, Echtzeit-Infos (Push) und ein QR-Code-Reader mit Sicherheitsplus. Ziele des Projekts: Ziele des Projekts: BürgerInnen werden mit ihren Bedürfnissen unabhängig von Zeit und Ort serviciert, der Kontakt zur Stadt ist unmittelbar und wird rund um die Uhr angeboten. Offline- und online-Angebote der Stadt werden vernetzt und Open-Government-Daten werden in die Funktionen der App miteinbezogen.

www.wien.gv.at

Last modified onMittwoch, 09 März 2016 14:01
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