Wer bremst, verliert

Die Europäische Kommission hat im November des Vorjahres das »Clean Energy for all Europeans«-Paket vorgestellt. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Anpassung des Strommarktdesigns.

Bei einer Veranstaltung der E-Control Anfang Juni wurde das Legislaturpaket zum Umbau des Energiesystems breit diskutiert (Hier geht es zum Nachbericht der E-Control). Bei einem Podiumsgespräch von »Eurokraten« aus Brüssel und der europäischen Agentur ACER mit Vertretern der österreichischen Energiewirtschaft und Sozialpartner wurde offensichtlich, dass große politische Ideen zwar ALLE gutheißen. Wenn es zur Umsetzung und Beschneidung von Kompetenzen in Österreich kommt, wird es aber holprig.

Die Österreicher haben ohne Zweifel in den vergangenen Jahrzehnten viel Know-how zur Verteilung und Steuerung von Netzlasten, Erzeugung und Finanzierung des Energiesystems gesammelt – stets einigermaßen im Konsens der vielgelobten Sozialpartnerschaft. Dennoch ist, wenn wir uns mit dem Energiesystem auch außerhalb der Landesgrenzen beschäftigen, nun ein Konsens auf europäischer Ebene gefragt. Ich meine: Wir brauchen Mut und Bereitschaft, über die eigenen Standesgrenzen hinauszugehen.

Die Energiewirtschaft, wie sie in zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird, wird wahrscheinlich nicht mehr zu erkennen sein. Wer bremst, verliert in der Entwicklung des Marktes. Nutzen wir also die Chance, die Veränderungen gemeinsam als EuropäerInnen zu stemmen!

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