Endlich ein Modell, das etwas nützt. Ein Überblick zum EFQM Kriterienmodell.

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Was ist eigentlich das EFQM Modell? Wie ist es aufgebaut? Und wie kann man es am besten nutzen? Eines schon einmal vorweg: Das EFQM Excellence Modell ist unglaublich vielseitig, gut einsetzbar und JA, es ist definitiv sehr nützlich.

Wofür ist das Modell gut?

Einfach gesagt: Mit dem Modell strukturieren und messen wir Unternehmensqualität.

Das EFQM Modell ermöglicht einen Gesamtblick auf ein Unternehmen, es gibt einen Rahmen vor, der dem Unternehmen hilft, keinen Bereich im Unternehmen zu vergessen. Man kann es auch als einzelne zueinander gewichtete Puzzleteile sehen, die zusammen ein ganzes Bild ergeben.

Es besteht aus drei Teilen: die Grundkonzepte der Excellence, das Kriterienmodell sowie die RADAR Logik.

Wie ist das Kriterienmodell aufgebaut?

Das Kriterienmodell beschreibt praxisorientiert, welche Anforderungen an ein exzellentes Unternehmen gestellt werden. Dafür ist das Modell in neun Hauptkriterien gegliedert, die sich wiederum in 32 Teilkriterien unterteilen.

Vier Hauptkriterien beschäftigen sich mit den Ergebnissen (Results) des Unternehmens (Kundenbezogene Ergebnisse, Mitarbeiterbezogene Ergebnisse, Gesellschaftsbezogene Ergebnisse sowie Schlüsselergebnisse). Hier werden sowohl die Wahrnehmungen (Also die Sichtweise des Interessenpartners – z. B. aus Befragungen) als auch die vorab definierten und gemessenen Leistungsindikatoren zu den einzelnen Interessengruppen angesprochen, auf ihre Relevanz hinterfragt und bewertet.

Fünf Hauptkriterien sind Befähigerkritierien (Enabler). Sie betrachten die gewählten Vorgehensweisen und Maßnahmen, die im Unternehmen zu den Ergebnissen führen, in den Bereichen Führung, Strategie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen sowie Prozesse, Produkte und Dienstleistungen.

Wie kann ich das Modell nutzen, um mein Unternehmen weiter zu entwickeln?

Ursache- und Wirkung der getätigten Vorgehensweisen und Maßnahmen (Befähigerkriterien) auf die Ergebnisse (Ergebniskriterien) werden sichtbar (Regelkreise).

Das Modell liefert keine konkrete unternehmensspezifische Checkliste oder Vorgehensbeschreibung. Aber: Zu jedem der 32 Teilkriterien werden Beispiele und Ansatzpunkte dargestellt. Diese Beispiele sind Anregungen dafür, welche Maßnahmen ein erfolgreiches Unternehmen zum jeweiligen Thema umsetzen könnte.

Das Kriterienmodell ist sehr offen gehalten und daher universal anwendbar für Unternehmen unterschiedlicher Größe, Art (Profit und Not-for-Profit), Branche und für alle Arten von Geschäftsmodellen. Durch die Beschäftigung mit den im EFQM Modell adressierten Ansatzpunkten wird eine Lernkurve in Gang gesetzt. Kreativität und Innovation sowie Benchmarking werden angeregt, Kultur und Vorgehen werden reflektiert.

Und das ist doch einfach toll und wünschenswert für jedes Unternehmen, oder?

Ist Ihnen das noch nicht genug? Wie wäre es mit diesen weiteren Argumenten:

  • Das EFQM Modell ist ein ganzheitliches Modell und gibt einen Überblick über alle Bereiche, die den Unternehmenserfolg ausmachen. Es liefert einen roten Faden, um transparent messbare Leistungen darzustellen und dient als Werkzeug zur systematischen Weiterentwicklung eines Unternehmens.

  • Das EFQM Modell zeigt den Reifegrad einer Organisation an. Es zeigt Wechselwirkungen zwischen den Maßnahmen und den Ergebnissen eines Unternehmens sowie den Auswirkungen. Dies dient als Basis für eine systematische Organisationsentwicklung.

  • Das EFQM Modell wird international eingesetzt. Bei einem Assessment bekommt man zusätzlich Benchmarks zu allen bewerteten Kriterien, von Personalmanagement über Wissensmanagement. Man kann sich mit anderen Top-Unternehmen vergleichen, auch auf internationaler Ebene, und sich selbst damit noch besser einschätzen. Durch den Vergleich erhalten Sie Ideen und Motivation für die eigene Entwicklung.

Überzeugen Sie sich am besten selbst von der tollen Wirkung des Modells!

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