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Workspace 4.0 – die Revolution am Arbeitsplatz

Workspace 4.0 – die Revolution am Arbeitsplatz

Schreibtisch, Computer, Telefon – der klassische Büroarbeitsplatz hat eine dicke Staubschicht angesetzt. Arbeiten im Zeitalter der vierten industriellen Revolution bedeutet: viele Geräte, unterschiedliche Anwendungen, mehrere Datenquellen, Zugriff mit unterschiedlichen Identitäten von überall und jederzeit über die Cloud. Neue Konzepte sind gefragt, um die wachsende Vielfalt zu meistern – und zugleich Produktivität und Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen. Die Zukunft gehört dem One Workspace Konzept.

Ein Fachartikel von Dirk Eisenberg, Vice President Research & Development bei Matrix42.

Viel ist in Politik und Wirtschaft in den letzten Jahren von der vierten industriellen Revolution die Rede: Nach der Dampfmaschine, der Elektrizität und dem Fließband steht nun als nächster revolutionärer Schritt die Digitalisierung der Produktion durch das Internet der Dinge auf der Agenda. Die Entwicklungsschübe hatten immer extreme Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir arbeiten. Mehr und mehr verlagerten sich die Tätigkeiten von der Hand in den Kopf.

Eine analoge Entwicklung lässt sich auch für den Computer-Arbeitsplatz skizzieren: Am Anfang stand der Mainframe, an den die Arbeitsplätze mit ihren Thin Clients fest angebunden waren. Erste Lockerung des engen Gefüges trat mit der Einführung von PC und Laptop ein. Auf jeden Mitarbeiter kam genau ein stationärer Rechner, auf dem er alles hatte, was er für seine Aufgaben benötigt. Mittlerweile – und jetzt befinden wir uns bereits in der dritten Arbeitsplatz-Revolution – nutzt der Mitarbeiter darüber hinaus noch Tablet und Smartphone und wechselt häufig zwischen privaten und beruflichen Anwendungen und Computern. Laut einer aktuellen IDC-Studie sollen heute im Durchschnitt bereits 4,3 Geräte auf jeden Arbeitnehmer kommen.

Wachsende Gerätevielfalt bändigen

Doch damit ist das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Eine vierte Revolution deutet sich auch beim Thema Arbeitsplatz an. Notwendig wird diese, um die wachsende Vielfalt rund um den Arbeitsplatz zu bändigen. Denn vielfältig sind nicht nur die Multigeräte-Arbeitsumgebungen, sondern auch die Software, die auf ihnen zum Einsatz kommt – von klassischen, physisch installierten Anwendungen über SaaS-Apps bis hin zu den mobilen Anwendungen. Damit noch nicht genug der Komplexität: Die Mitarbeiter bedienen sich auch aus immer zahlreicheren und unterschiedlicheren Daten-Containern. Neben dem klassischen lokalen Daten-Server nutzen sie meist auch Enterprise-Cloud-Ablagen wie Sharepoint oder Microsoft OneDrive. Oder sie verwenden ihre privaten Container wie Dropbox oder Google Drive – und tauchen damit in das Mordor der Schatten-IT ab. Das wiederum ruft weitere Themen auf den Plan, die die Komplexität weiter erhöhen: Kontext der Tätigkeit, Sicherheit, Datenschutz und Identitätsmanagement.
Immer schneller, immer mehr

Am Arbeitsplatz halten immer schneller immer mehr Technologien Einzug. Gartner nennt das Phänomen „Workspace Aggregation“. Die Verwaltung dieser Vielfalt stellt IT-Verantwortliche zunehmend vor Herausforderungen. Die meisten Unternehmen nutzen derzeit für jeden Bereich des Arbeitsplatzes – klassisch, mobil, über die Cloud – eine eigene Management-Infrastruktur. Entsprechend aufwändig und komplex ist das Management des Arbeitsplatzes – und droht immer komplexer zu werden.

Ein revolutionäres neues Konzept wird also benötigt, um die Aufgaben zu lösen: „One Workspace“. Die Idee dahinter: Alle Geräte, Applikationen, Daten, Identitäten und Services werden dem Mitarbeiter über seine „persönliche Cloud“ zur Verfügung gestellt. Sein Arbeitsplatz begleitet ihn also wann, wo und womit auch immer er arbeitet. Organisieren, verwalten und rechtlich sichern lässt sich dieser persönliche Cloud-Arbeitsplatz über ein „One-fits-all“-Tool.

Workspace Aggregator benötigt

Gartner nennt diese Lösung „Workspace Aggregator“: Der Workspace Aggregator besitzt nicht nur die Fähigkeit, sämtliche mobilen, PC- und Web-Anwendungen zu verwalten, er kontrolliert auch die Datensicherheit, verwaltet den Lebenszyklus der Anwendungen, gewährleistet kontextbasierte Sicherheit und garantiert eine hochqualitative User-Experience.

Ein Beispiel für eine „One Workspace“-Lösung in diesem Sinne ist MyWorkspace von Matrix42:  Bei ihr geht es nicht mehr um das Management vieler Einzelanwendungen und -geräte, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz durch Bereitstellung einer persönlichen Cloud. In ihr findet alles Platz, was der Mitarbeiter für seine Arbeit nutzen will:

  • mehrere digitale Identitäten, z. B. AD Account, Google ID, Apple ID
  • verschiedene Datencontainer, z. B. SharePoint, Google Drive, etc.
  • unterschiedliche Anwendungstypen, z. B. mobile, virtuelle oder physische Apps, SaaS Apps
  • mehrere Geräte
  • heterogenen IT-Dienste, auf die mit nur einem Passwort zugegriffen werden kann

Komplexität der Verwaltung reduzieren

Die IT kann diese Cloud von einer zentralen Plattform aus verwalten und betreuen. Der Nutzer erhält einen leichten und sicheren Zugriff auf seine persönliche Cloud. Zugleich wird bei der Konfiguration des Workspace Compliance-Konformität sichergestellt.

Für die IT bedeutet das eine beträchtliche Erleichterung, die Komplexität der Verwaltung reduziert sich deutlich. MyWorkspace ist technologieunabhängig und lässt sich in jede bestehende Infrastruktur integrieren. Die Benutzung über das einfache Interface ist intuitiv und über jeden gängigen Browser möglich. Zusätzlich gewährt sie den Unternehmen auch Sicherheit im lizenzrechtlichen Sinne. Z. B. durch die Nutzungsanalyse von SaaS- und Web-Applikationen und der Optimierung der entsprechenden Lizenzabonnements.
Revolutionärer Arbeitsplatz für Wissensarbeit der Zukunft

Die Digitalisierung und die vierte industrielle Revolution verändern die Arbeitswelt grundlegend. Getrieben wird die Veränderung auch durch einen neuen Umgang mit Technologie. Wir gewöhnen uns schon im privaten Umfeld mehr und mehr an die Nutzung unterschiedlicher Geräte und Anwendungen aus der Cloud und wollen diesen schnellen und praktischen Zugang auch an unserem Arbeitsplatz wiederfinden. Vor allem Digital Natives bringen diesen direkten Zugang mit an ihre Arbeitsstelle; entspricht der Arbeitsplatz nicht ihren Vorstellungen, werden sie ihr Potenzial nicht voll entfalten. Oder sie werden eigene Lösungen nutzen und damit das Reich der Schatten-IT vergrößern.

Das Konzept des One Workspace stellt den Wissensarbeitern von heute und morgen hingegen alles zur Verfügung, um im Zeitalter der Digitalisierung ungebremst und produktiv arbeiten zu können. 

Kassandra unterwegs
Start-up-Kultur