Zwischenrufe aus Übersee

Wie ein Europäer den Alltag an der US-amerikanischen Ostküste erlebt.

Alfons Flatscher ist Journalist und Herausgeber, der vor mittlerweile 15 Jahren auf die Idee kam, einen eigenen Verlag zu gründen: Den Report Verlag, der heute zu den führenden B2B-Verlagen Österreichs aufgestiegen ist.

Die Schöne und das Biest

Was in den USA im Moment passiert, ist rätselhaft. Die Suche nach Antworten im Yankee Doodle.

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2017 auf der Überholspur

Kriechspur war einmal. Jetzt nehmen wir Fahrt auf. Das sagen uns die vielen Gesprächspartner, die wir in diesem Heft um ihre Einschätzung gebeten haben. Das ist keine politische Schönfärberei, sondern die Einschätzung der Praktiker, die anhand ihrer Auftragsbücher sehen, wohin die Reise geht.

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Hört die Trumpeten…

Es ist nicht Twittern und Show statt Politik, sondern Politik mit Twittern und Show.

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Aufschwung 2017

Ein Schritt vor, einer zurück! Die Konjunktur der jüngsten Zeit ist nicht so recht vom Fleck gekommen. Viele Arbeitslose, wenig Wachstum und die Stimmung bei den Akteuren ist – na sagen wir – verbesserungswürdig. Aber das ist Vergangenheit. Die Zeichen mehren sich, dass 2017 deutlich besser wird. Das wichtigste Anzeichen: Optimismus kehrt zurück, vorerst stärker bei Wirtschaftstreibenden als bei Konsumenten.

Die Veränderung beginnt mit einer Idee und die Realität folgt. Wenn Entscheider glauben, es geht bergauf, dann versetzt das Berge. Es wird wieder mehr investiert, nicht notwendigerweise am Standort Österreich, aber immerhin.

Was Österreich zusätzlich helfen sollte: Die teuren und für heimische Unternehmen schmerzhaften Sanktionen gegen Russland dürften zu Ende gehen. Die Einschränkungen haben zu einem dramatischen Einbruch geführt und Russland aus der Liste der zehn wichtigsten Handelspartner gedrängt. Eine Rückkehr steht bevor.

2017 hat Potential. Nutzen wir es!

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Trumpland oder der falsche Film

Am Vorabend der Wahl fragt mich meine Frau, ob ich glaube, dass The Donald eine Chance hat und im Brustton der Überzeugung antworte ich: „Niemals“!

Einer der keine Muslime mehr in ein Land lassen will, das seit seiner Gründung offensiv mit Religionsfreiheit geworben hat, einer, der nicht nur Terroristen sondern gleich deren gesamte Familie umbringen lassen will, einer der Millionen Latinos deportieren will, einer der damit prahlt, Frauen sexuell zu belästigen, kann niemals Präsident der USA werden.

Wenige Stunden später war er gewählt und mein Bild von den USA auf den Kopf gestellt.

„Er ist das Spiegelbild der Amerikaner“ sagt mein Freund Tuvia Tenenbom, der gerade sein neues Buch „Allein unter Amerikaner“ bei Suhrkamp veröffentlicht hat. Ein halbes Jahr reiste er durch das Land, besuchte Indianer Reservate, Slums, Washingtoner Insiderzirkel, die Southside von Chicago, die Quaker in Philadelphia und vieles mehr. Sein Resume: Laut, angeberisch, asozial, waffennarrisch, rassistisch, ziemlich hässlich – wie der Donald halt.

Wenn mehr als die Hälfte der Amerikaner ein Monster wählen, dann sind sie montrös. Das ist die Spiegelbildtheorie von Tuvia.

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Der Herold der freien Marktwirtschaft...

Der Herold der freien Marktwirtschaft...

... ist als Dauersubventionsbetrieb nicht denkbar. Das mussten jetzt die Eigentümer des Wirtschaftsblatts eingestehen und den Betrieb einstellen. Die Styria Gruppe hat noch einmal sieben Millionen Euro zugeschossen, um geordnet abzuwickeln. Die Medienlandschaft ist ärmer geworden und eine Stimme der wirtschaftlichen Vernunft ist verstummt. Schade! Gleichzeitig gilt natürlich, wer wirtschaftlichen Sachverstand verkörpern will, muss konsequenterweise die Reißleine ziehen, wenn der Markt das gelegte Angebot nicht annimmt.

Die Frage bleibt: Warum ist der heimische Markt so hart  zu Medien, die sich mit dem Ökonomischen beschäftigen? Daran kann man gleich die Frage hängen: Warum grundelt die heimische Börse vor sich hin, warum gelten Aktionäre als Spekulanten, warum ist das Berufsziel der WU-Abgänger nach wie vor der Staatsdienst und nicht die Unternehmensgründung?

Warum war Dietrich Mateschitz noch ein sympathischer Mensch, als er Zahnpasta verkaufte, aber jetzt als Konzernchef ist er der Inbegriff des verabscheuungswürdigen Kapitalismus? Warum? Warum ist die Lieblingsfrage der Kämmerer: Gibt's eine Förderung? Warum? Die Wahrheit ist: Wenn ein Markt ein Produkt nicht will, muss man sich entweder einen anderen Markt suchen oder ein anderes Produkt erzeugen. Oder beides. Warum auch nicht?

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Wir Selbermacher

Wir Selbermacher

Wir Österreicher sind gewohnt, überall selbst Hand anzulegen. Selber tanken, selber parken, selber im Garten arbeiten – wir sind ein Volk von Selbermachern. Warum eigentlich?

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Arbeiten und arbeiten lassen

Arbeiten und arbeiten lassen

Sozialminister Alois Stögers Vorstoß, Asylwerbern den Weg zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, verdient Applaus. Als  Gewerkschafter, der praktikable Lösungen sucht, denkt Stöger über Dienstleistungsschecks nach, die legale Beschäftigung ermöglichen. Das geht nicht weit genug, ist aber ein Anfang. Auf Dauer macht es keinen Sinn, Immigranten zum Nichtstun zu zwingen und sie über das Sozialsystem zu alimentieren.
Es ist schlecht für die öffentlichen Kassen, schadet der Integration und nährt das Bild von den faulenzenden Flüchtlingen, die sich in der sozialen Hängematte breit machen. Das Gegenargument – wenn Flüchtlinge jetzt auch noch arbeiten dürften, erzeuge das einen Sogeffekt und es kämen nur noch mehr –  tut so, als sei das jetzige Modell – Mindestsicherung fürs Nichtstun – besonders abschreckend. Dem liegt die Idee zugrunde, dass Arbeit eine fixe Größe sei: Wenn sie unter einer größeren Zahl von Menschen verteilt wird, bleibt dem Einzelnen weniger. Völlig falsch!
Arbeit ist eine Variable, die wächst, wenn man nach ihr sucht.

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Die besten Jahre … vor oder hinter uns?

Die besten Jahre … vor oder hinter uns?

Der Ausblick sei nicht rosig, meinen die Optimisten. Die Pessimisten malen das Crash-Szenario an die Wand: Europa zerfällt, die Schulden erdrücken uns und das Geldsystem, wie wir es kennen, kollabiert.

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Alle Narren gleichzeitig losgelassen

Donald Trump und Brexit sind die Antwort an Washington und Brüssel, die wir lieber nicht gehört hätten.

Abraham Lincoln wird im Grab rotieren. Donald Trump tritt in seine Fußstapfen und ist Kandidat der Grand Old Party (GOP) für das mächtigste Amt der Welt. Wie hat es eine narzisstische Witzfigur soweit gebracht, fragen sich viele Amerikaner fassungslos und haben dabei etwas mit den Europäern gemeinsam, die schock starr sind, weil Großbritannien, das Gründungsmitglied, der Europäischen Union den Rücken gekehrt hat. Sie verstehen die Welt nicht mehr. Warum werden die Narren alle gleichzeitig losgelassen? Was ist los mit dem Zeitgeist, der radikal gedreht hat und urplötzlich in die falsche Richtung weht und dabei nationalistische, xenophobe, misogyne Töne in jeden Winkel trägt.

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