Bernd Affenzeller ist Chefredakteur des Fachmagazins Bau & Immobilien Report, Chef vom Dienst des Wirtschaftsmagazins Report (+) PLUS, und seit Jahren kollegiales Mastermind in der Redaktion und Unternehmensführung des Report Verlag.

It´s the communication, stupid!

Weil der Mensch an sich und der Journalist im Speziellen von Natur aus neugierig ist, wollten wir vom Bau & Immobilien Report wissen, warum  sich gerade in der Baubranche Auftraggeber und Auftragnehmer so oft in die Haare geraten und viele Projekt-Partnerschaften vor Gericht enden. Deshalb haben wir eine Parallelstudie durchgeführt und die wichtigsten Auftraggeber und Auftragnehmer des Landes nach ihren einschlägigen Erfahrungen gefragt. Dabei zeigt sich, dass die Zusammenarbeit von den beiden Seiten sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Die Auftragnehmer sind deutlich kritischer als die Auftraggeber. Die meisten Auftraggeber bezeichnen die Zusammenarbeit als »lösungsorientiert«, den Auftragnehmern hingegen fällt zuallererst das Wörtchen »misstrauisch« ein. Weitgehende Einigkeit herrscht dafür bei den Gründen für das Scheitern der Zusammenarbeit: Wenn etwas schiefgeht, liegt das an den handelnden Personen – an deren schlechter Qualifizierung oder schlichter Inkompetenz, vor allem aber an mangelnder oder missverständlicher Kommunikation. Das Gesamtergebnis inklusive allen formalen Details zum Studiensetting lesen Sie hier.  

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Gute Ideen nicht am Altar des Wahlkampfs opfern

Der Facharbeitermangel ist auch in der Bauwirtschaft voll angekommen. Was noch vor einem Jahr für viele Unternehmen ein eher akademisches Problem war, ist heute evident. Zentrales Problem sind die ständig sinkenden Lehrlingszahlen.

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Potenziale und Aufholbedarf

Anstatt in Kreisverkehre sollten wir in Glasfaserleitungen und Breitbandnetze investieren«, sagt Wirtschaftsminister Harald Mahrer im großen Report-Interview (S.12) und wird sich damit in der Branche nicht nur Freunde machen. Der Sache nach hat er aber natürlich nicht unrecht. Zwar ist es wenig sinnvoll, digitale und bauliche Infrastruktur gegeneinander auszuspielen, die Notwendigkeit, jedem Unternehmen Zugang zum High-Speed-Internet zu ermöglichen, ist aber unbestritten. Wo speziell für die Bauwirtschaft die größten Potenziale der Digitalisierung schlummern und wo es dringenden Aufholbedarf gibt, lesen Sie ab Seite 20.

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Das Volk hat nicht immer recht

In den letzten Wochen haben Korruptions-Verdachtsmomente die Baubranche wieder einmal ordentlich in Verruf gebracht. Die Kommentare unter diversen Artikeln haben eindrucksvoll gezeigt, dass der Ruf, den die Branche in der Bevölkerung genießt – vorsichtig formuliert – nicht der allerbeste ist. Andre Exner hat sich die Angelegenheit genauer angesehen und zeigt mit seiner Analyse, dass das Volk nicht immer recht hat. Weder gibt es systemimmanente kriminelle Strukturen noch wird von den Beteiligten versucht, alles unter den Teppich zu kehren (Bau & Immobilien Report, 2017/05, Seite 16).

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"Lassen Sie mich bloß in Ruhe"

In der Bauwirtschaft geht ein Gespenst um, das Gespenst der Digitalisierung. Alle Welt hebt mahnend den Zeigefinger: Wer nicht früh- oder zumindest rechtzeitig auf den Digitalisierungszug aufspringt, bleibt über und landet – um in der Analogie zu bleiben – auf dem Kehrichthaufen der Geschichte.

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Es führt kein Weg vorbei

Die Digitalisierung hat die Bau- und Immobilienwirtschaft fest im Griff. Wie breit das Thema ist, wird auch in der Ausgabe 03/2017 wieder deutlich. In unserer Titelgeschichte werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der großen Baumaschinenhersteller und zeigen, wie die Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Prozessen und Akteuren die Qualität von Baustellen wesentlich steigern wird (ab S. 18).

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Und sie bewegt sich doch!

Die letzten Jahre waren für die heimische Bauwirtschaft nicht einfach, teilweise empfindliche Umsatzrückgänge die Folge. Erst im letzten Jahr schien endlich Bewegung in die Branche zu kommen. Die Stimmung wurde spürbar besser und viele Unternehmen erzählten uns, dass auch die Zahlen wieder stimmen. Der Bau & Immobilien Report wollte es im Februar genau wissen und hat sich deshalb mit dem Marktforschungsinstitut Kreutzer Fischer und Partner zusammengetan und die Umsatzentwicklung in zehn Branchen und Warengruppen analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig und bestätigt, was viele dachten. Bis 2015 ging es für fast alle bergab, 2016 war das Jahr der Konsolidierung und 2017 und 2018 dürfen alle analysierten Branchen mit teils satten Umsatzzuwächsen rechnen. Die Detailergebnisse finden Sie ab Seite 16.

Weniger Erfreuliches gibt es in Sachen Wohnbauförderung. Unsere alljährliche Bundesländeranalyse zeigt, dass nur drei Bundesländer die Wohnbauförderbudgets für 2017 erhöht haben. In einem Bundesland blieb alles beim Alten, aber gleich fünf haben gegenüber 2016 Reduktionen vorgenommen. Mehr dazu hier. 

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Kritik und Hoffnung

Kritik und Hoffnung

Wenn Architekt und Uni-Professor Christoph Achammer im Interview mit dem Bau & Immobilien Report über Herausforderungen und Zustand der Branche redet, dann wird Klartext gesprochen – dann geht es um überforderte Bauherren, Unternehmen, die Angst vor der Zukunft haben, und Architekten, die eine Riesenchance verpassen. Das alles vor dem Paradigmenwechsel von Industrie 4.0 und dem Megatrend der Digitalisierung (Seite 18).

Dass es zum Glück auch anders geht, dass es auch in der Baubranche viele Unternehmen gibt, die sich den Anforderungen der Zeit stellen und agieren statt abzuwarten und zu reagieren, zeigen wir ab Seite 22.

Positiv stimmt außerdem unsere alljährliche Umfrage, was denn das neue Jahr bringen wird. Achtung, Spoiler: 2017 wird ein gutes Jahr. In diesem Sinne wünsche ich schöne Feiertage und einen guten Rutsch. Mögen die Auguren Recht behalten!

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Herzlichen Dank

Herzlichen Dank

Es war die 13. Auflage der Enquete »Chance Hochbau«, die am 19. Oktober im Gironcoli-Kristall im Strabag-Haus über die Bühne gegangen ist. Und dafür, dass auch die 13. »Chance Hochbau« ein voller Erfolg geworden ist, möchte ich mich an dieser Stelle bedanken: bei knapp 200 Besucherinnen und Besuchern, bei unserem Podium, das für eine informative und mitunter sehr lebhafte Diskussion gesorgt hat, und natürlich bei den zahlreichen Partnern und Sponsoren, die die Enquete »Chance Hochbau« erst möglich machen.

Aber nach der »Chance Hochbau« ist vor der »Chance Hochbau«. Schon jetzt gibt es Anregungen und Ideen, die in die Planungen für das nächste Jahr einfließen werden. Wir werden Bewährtes beibehalten, aber sicher auch einige Neuerungen präsentieren. Lassen Sie sich überraschen!

In diesem Sinne freu ich mich schon heute auf ein Wiedersehen auf der Enquete »Chance Hochbau 2017«.

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Und täglich grüßt das Murmeltier...

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Einmal im Jahr fragt der Bau & Immobilien Report die heimischen Architekturbüros, mit welchen CAD- und AVA-Programmen sie im Alltag arbeiten (S. 16). Zwar hat es im Vergleich zum Vorjahr kleinere Marktverschiebungen gegeben, eines ist allerdings gleich geblieben: BIM spielt nach wie vor kaum eine Rolle. Nur in 5 % der Architekturbüros spielt BIM heute schon eine große Rolle, in weiteren 12 % zumindest eine eher große Rolle. Der Rest zeigt sich vom Thema – noch –  unbeeindruckt.

Wa­rum das so ist, erklären Alfred Hagenauer, Geschäftsführer A-Null, und Klaus Lengauer, BIM-Koordinator A-Null (S. 22). In der neuen Serie »Frauen in der Bauwirtschaft« zeigen wir, mit welchen Vorurteilen Frauen in der Branche immer noch zu kämpfen haben, stellen aber auch Frauen vor, die sich in der Männerdomäne Bau durchgesetzt haben. So viel vorweg: Ein höherer Frauenanteil quer durch alle Bereiche würde der Branche gut tun (S. 26).

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