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Meinung

Bernd Affenzeller, RedakteurDie Beharrlichkeit der vereinten Bauwirtschaft hat sich letztlich doch bezahlt gemacht. Das konsequente Drängen und Bohren der Bau-Pakt-Partner, der Initiative »Umwelt + Bauen« sowie der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass der Sanierungsscheck des Bundes nach einem Jahr Pause 2011 ein Comeback feiert. Dass zudem die Enquete «Umwelt und Bauen» am 3. Februar 2011 im Parlament über die Bühne gehen wird, zeigt, dass die Politik ein offenes Ohr für die Anliegen der Bauwirtschaft hat. Und auch in Sachen Wohnbauförderung tut sich einiges. Sogar die Wiedereinführung der Zweckbindung ist keine Utopie mehr. Auch das ein Lobbyingerfolg der Bauwirtschaft.  


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''Die Politik ist mit großen Investitionsversprechen zurückhaltend. Selbst in Wahlkampfzeiten.'' Bernd Affenzeller, RedakteurEin Wahlkampf ist für die Bauwirtschaft in der Regel ein Segen. Denn wo gewählt wird, wird auch gebaut. Ist die Wahl erst einmal geschlagen, lösen sich viele Versprechen und mit ihnen die Investitionen und Bauvorhaben in Luft auf. In Wien und der Steiermark wird das nicht passieren. Nicht weil die PolitikerInnen dort so viel ehrlicher wären, sondern weil man sich angesichts leerer Staatskassen mit großen Infrastrukturankündigungen dezent zurückgehalten hat. Neue Konjunkturpakete wird es nicht geben. Man muss schon froh sein, wenn die bereits versprochenen umgesetzt werden.

Aus Sicht der Politik ist die Zurückhaltung aber durchaus nachvollziehbar. Auch wenn die Wirtschaft langsam wieder Fahrt aufnimmt, die Steuereinnahmen sprudeln noch nicht so wie vor der Krise. Die Krise selbst bedeutet für die öffentliche Hand deutlich höhere Kosten – gestiegene Sozialausgaben und Konjunkturpakete – bei gleichzeitig deutlich weniger Einnahmen. Der Handlungsspielraum ist damit extrem eingeengt, gänzlich ausgeschöpft ist er aber noch nicht. Vor allem dann, wenn jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, ist es angesagt, zwischen Investitionen und Ausgaben zu unterscheiden. Um ein Lieblingswort der Branche zu strapazieren: Nachhaltig muss es sein. Dann kommt das Geld über Umwegen auch wieder zurück. Die Politik ist gefordert, die richtige Mischung zwischen dem notwenigen Sparen und der ebenso notwendigen Wirtschaftsförderung zu finden.


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Es herrscht seltene Einhelligkeit. Von der Wirtschafts- bis zur Arbeiterkammer, von der Bundesinnung Bau bis zur Gewerkschaft, von den Bausparkassen bis zu Umweltorganisationen – die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.

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Es ist gerade die große Zeit der Bilanzen. Was bislang lediglich eine fundierte Ahnung war, ist jetzt Gewissheit. 2009 war für fast jeden in der Baubranche ein Sch…-Jahr.

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Jetzt also doch. Nachdem sich (fast) alle über den positiven Nutzen und die nachhaltige Wirkung der Thermischen Sanierung einig sind, zieht auch die Politik nach. Die Aktion soll jetzt doch verlängert werden. Minister Berlakovich sprach im Nationalrat sogar von einem Schwerpunkt der aktuellen Politik. Das klingt fast wie eine Drohung. Denn wenn ein Schwerpunktthema ein Jahr bis zur Umsetzung braucht, wie viel Zeit muss man dann für Themen von geringerer Wertigkeit einrechnen? 2011 sollen die Millionen also wieder fließen, für heuer ist der Geldhahn erst einmal zu. Dieser Fahrplan wird die geballte Baulobby aber nicht davon abhalten, weiter zu bohren und zu drängen. In der Hoffnung, dass vielleicht doch noch eine kreative Finanzierungsmöglichkeit gefunden wird, um eine Aktion fortzuführen, die nur Gewinner kennt.

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