Neuer Leitfaden

Der Vorstand der IG Lebenszyklus Hochbau bei der Präsentation des neuen Leitfadens: Wolfgang Kradischnig, DELTA, Stephan Heid, Heid Schiefer Rechtsanwälte, Karl Friedl, M.O.O.CON, Christoph A. Achammer, ATP Architekten & Ingenieure Der Vorstand der IG Lebenszyklus Hochbau bei der Präsentation des neuen Leitfadens: Wolfgang Kradischnig, DELTA, Stephan Heid, Heid Schiefer Rechtsanwälte, Karl Friedl, M.O.O.CON, Christoph A. Achammer, ATP Architekten & Ingenieure

Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde die IG Lebenszyklus Hochbau gegründet. Jetzt will die Vereinigung mit einem neuen Leitfaden für einen Paradigmenwechsel in der Branche sorgen, indem etwa die Rolle des Bauherren völlig neu definiert wird.

Im Rahmen des 3. Kongresses der IG Lebenszyklus Hochbau wurde in der Wirtschaftskammer Österreich der neue Leitfaden für lebenszyklusorientierten Hochbau präsentiert. Darin wird bereichs- und phasenübergreifend darüber informiert, was zu tun ist, um ein über den Lebenszyklus optimiertes und am Kerngeschäft orientiertes Bauprojekt zu schaffen. Zu den Besonderheiten des Werkes zählt die Neudefinition der Rolle des Bauherren. »Dem Bauherren muss bewusst sein, dass er es ist, der den Grundstein für sein zukunftsfähiges, wirtschaftlich auf den Lebenszyklus abgestimmtes Gebäude legt«, heißt es seitens der IG. Denn nur wenn die spätere Nutzung bis zum Rückbau und der Neuentwicklung mit berücksichtigt wird, sind Gebäude wirklich effektiv und für ein Unternehmen wirtschaftlich zu betreiben. Dass sich die Richtlinien des Leitfadens auch in der Praxis bewähren, zeigen einige, sowohl in Hinblick auf ihre Größe als auch in Bezug auf ihre Abwicklung höchst unterschiedliche Best-Practice-Beispiele. Darunter auch das innerhalb von Zeit- und Kostenrahmen realisierte Mega-Projekt Wirtschaftsuniversiät Wien. »Die erfolgsentscheidende Basis für eine lebenszyklusorientierte Projektabwicklung der WU Wien war die Gründung der Projektgesellschaft durch die Bundesimmobiliengesellschaft und die WU Wien. Auf diese Weise wurden die Interessen von Errichter und Betreiber bzw. Vermieter und Mieter an zentraler Stelle gebündelt und die Nachhaltigkeit des Projektes von Beginn an sichergestellt«, ist Wolfgang Kradischnig, Vorstandsmitglied IG Lebenszyklus Hochbau, überzeugt.

Im Überblick: Die 6 Phasen eines lebenszyklusorientierten Hochbaus

Phase 1: Strategie
Ausgehend von der unternehmerischen Vision wird eine Projektstrategie erarbeitet.

Phase 2: Initiierung
Die Projektstrategie wird konkretisiert, der Bedarf erarbeitet und auf Machbarkeit überprüft.

Phase 3: Planung
Das Projekt wird integral und anforderungskonform geplant und genehmigt, die Realisierung beschlossen.

Phase 4: Ausführung
Die ausführungsreife Planung wird baulich umgesetzt und in die Nutzungsphase überführt.

Phase 5: Nutzung
Der optimierte Regelbetrieb läuft und arbeitet für Ihr Kerngeschäft. Instandsetzungen und Umnutzungen sind organisiert.

Phase 6: Rückbau
Am Ende der Lebenszeit bietet das Gebäude im Rückbau Ressourcen für Neues.

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