Der große Report-Branchencheck

Der große Report-Branchencheck Foto: Thinkstock

Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Kreutzer Fischer und Partner hat der Bau & Immobilien Report zehn Branchen und Produktgruppen genau unter die Lupe genommen und die Umsatzentwicklung analysiert. Das fast durchgängige Fazit: Die Jahre bis 2015 waren schwierig, 2016 ein Jahr der Konsolidierung und für 2017 und 2018 sind die Aussichten durchwegs positiv.

Hat man Vertreter der heimischen Bauwirtschaft in den letzten Jahren nach der Umsatzentwicklung ihrer Unternehmen gefragt, bekam man nur selten Positives zu hören. Die öffentliche Hand investiere zu wenig, der Sanierungsmarkt liege am Boden und die Preise seien im Keller, waren häufig getätigte Aussagen. Die Frage, wie repräsentativ diese Aussagen waren und ob sie nur für vereinzelte Branchen und Warengruppen gelten, blieb unbeantwortet.

Der Bau & Immobilien Report wollte es genau wissen und hat sich mit dem Marktforschungsinstitut Kreutzer Fischer und Partner zusammengetan, um den subjektiven Wahrnehmungen objektives Zahlenmaterial entgegen zu stellen. Dazu haben wir uns die im Rahmen des Branchenradar für zehn Branchen und Warengruppen erhobenen Umsatzzahlen der Jahre 2013 bis 2015 genauer angesehen.

Für das abgelaufene Jahr 2016 hat Studienautor Andreas Kreutzer anhand erster Berichte eine qualifizierte Umsatzschätzung abgegeben und schließlich haben wir den Marktforscher und je einen Branchenvertreter gebeten, sich über eine Prognose für dieses und nächstes Jahr zu wagen. Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig: In den Jahren 2013 bis 2015 hatte die heimische Bauwirtschaft tatsächlich wenig zu lachen. Mit Ausnahmen wie »Arbeitskleidung«, »Betontechnik & -instandsetzung«, »Betonzusatzmittel & -fasern« und »Mauersteine«, die eine stabile Seitwärtsbewegung oder sogar ein leichtes Plus ausweisen, gab es für die meisten Produktgruppen ein empfindliches Minus. Am schlimmsten erwischte es den Dämmstoffmarkt, dessen Umsatzerlöse alleine zwischen 2013 und 2015 um fast 14 Prozent schrumpfte. Ähnlich hart traf es die Fassadenputze mit minus 11 Prozent.

2016 wendete sich das Blatt. Mit Ausnahme der »Betontechnik & -instandsetzung« rechnet Studienautor Andreas Kreutzer für alle untersuchten Branchen und Warengruppen mit einem Umsatzwachstum gegenüber 2015 und liegt damit auf einer Linie mit fast allen befragten Branchenvertretern.  

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie sich die Umsatzzahlen einzelner Branchen und Produktgruppen entwickelt haben und mit welchen Entwicklungen Marktforscher Andreas Kreutzer und Branchenvertretern zufolge 2017 und 2018 zu rechnen ist.

⇒ Die Sager und Zahlen im Detail gibt es hier.

Untersucht wurden folgende Produktgruppen:
- Arbeitskleidung (Branchenvertreter: Bernd Feketeföldi, Mewa)
- Aufzüge (Branchenvertreter: Roman Teichert, Otis)
- Betontechnik & Betoninstandsetzung (Branchenvertreter: Andreas Wolf, Mapei)
- Betonzusatzmittel & -fasern (Branchenvertreter: Richard Dietze, Sika)
- Dämmstoffe (Branchenvertreter: Werner Schotter, Ursa)
- Fassadenputze (Branchenvertreter: Georg Bursik, Baumit Wopfinger)
- Fliesenkleber, Fugen- und Spachtelmassen (Branchenvertreter: Peter Reischer, Murexin)
- Mauersteine (Branchenvertreter: Franz Kolnerberger, Wienerberger)
- Transportbeton (Branchenvertreter: Christoph Ressler, Güteverband Transportbeton)
- Wärmedämmverbundsysteme (Branchenvertreter: Clemens Hecht, Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme)

Letzte Änderung amDienstag, 14 März 2017 17:32
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