Steiermark 2008

Landeswappen

Die Vorstellung und Prämierung der IT-Lösungen mit größtem Kundennutzen fand am 24. September 2008 im Haus der Telekom Austria in Graz-Gösting vor zahlreichen erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Steiermark statt.

Andreas Pesenhofer, Telekom Austria Leiter Business Center Steiermark und Kärnten, gratulierte den 14 Nominierten. Die weiteren Laudatoren: Wolfgang Gmeinbauer, Leiter des Geschäftsfeldes Informatik der BEKO Engineering und Informatik AG, sowie Christian Rupp, Sprecher Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt.

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1. Platz

Northland, RF-iT Solutions, NXP
Projekt: Inventur und Diebstahlsicherung mit RFID im Einzelhandels-Segment

Northland ist der jüngste Neuzugang im EU-Projekt BRIDGE mit dem Titel "Building Radio Frequency Identification for the Global Environment". Gemeinsam mit dem Grazer Software- und Technologieconsulter RF-iT Solutions geht das Unternehmen in einer Testphase der Frage nach, wie die Funk-Tags an Kleidungstücken den gesamten Logistik- und Shopprozess effizienter gestalten können und die Handhabung optimiert werden kann. So wurden Artikel der Verkaufsfläche mit Einweg-RFID-Labels ausgestattet. Ziel im zukünftigen Handel muss es sein, möglichst oft den genauen Bestand der Artikel auf der Verkaufsfläche zu eruieren, was heute durch den Aufwand von manuellen Zählungen nur durch großen Aufwand möglich ist. Bestätigt wurden direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Ware für den Kunden auf Verkaufsflächen und Unternehmensumsatz. In einem weiteren Schritt wurde die Umsetzbarkeit der Artikeldiebstahlssicherungs-Funktion durch die verwendete RFID-Technologie als Ersatz zu herkömmlichen Technologien umgesetzt.
www.northland.at

Die Jury:

"tolle Effizienzsteigerung im Handel"
"überwachbar transparente Artikelbestände"
"Zukunftsthema mit großen Kundennutzen"


2. Platz

Magna Steyr, Merlinnovations
Projekt: Gedanken der Mitarbeiter als Netzwerkschlüssel

Im Rahmen eines Pilotprojektes nutzen rund hundert Mitarbeiter des kanadischösterreichischen Industriekonzerns Magna Steyr ein neues Authentifizierungssystem für den Netzwerkzugriff. Um sich anzumelden brauchen die Magna-Mitarbeiter nichts als individuelle, gedankliche Assoziationen zwischen Bildern, Formen und Farben. Das neue System, entwickelt von dem Technologieunternehmen Merlinnovations aus Wien, ist mindestens ebenso sicher wie die bisherige Token-Lösung, aber um 40 Prozent kostengünstiger. Der angewandte Netzwerkschlüssel ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar, obwohl SecLookOn die Zahlen des Codes unverschlüsselt anzeigt. Selbst jemand, der bei der Eingabe des Codes zusieht, kann das System nicht durchschauen.
www.merlinnovations.at

Die Jury:

"einfache, günstige Sicherheitslösung"
"Alternative zur Passwortflut"
"Mut zur unkonventionellen Lösung bei Magna IT"


3. Platz

Medizinische Universität Graz - Sektion Chirurgische Forschung
Projekt: Virtuelle Operationstechniken in der Chirurgie

Zum Erlernen der Laparoskopie (Bauchspiegelung) an der Medizinischen Universität Graz werden Virtual-Reality-Simulatoren eingesetzt. Unabhängig vom verwendeten Modell kann die Laparoskopie ausreichend geübt und perfektioniert werden. Im Rahmen einer Studie wurde die Anwendung der Simulatoren mit der klassischen konventionellen Trainingsmethode verglichen. Dabei ist der Betrieb von Virtual-Reality-Simulatoren langfristig mit weniger Kosten verbunden und bietet Lernenden eine umfangreiche Auswahl an wichtigen Funktionen an. Diese Zusatzfunktionen sind Online-Lehrer, Speichermöglichkeit des Trainingsprofils, Wiederholbarkeit einzelner Übungen und Szenarien.
www.meduni-graz.at

Die Jury:

"völlig neue Möglichkeiten in der medizinischen Ausbildung"
"bessere Lernmethode, angenehme Umgebung"
"Zukunftssektor Telemedizin"


Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT"

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, Wincor Nixdorf GmbH
Projekt: Sprachgesteuerter Bankomat für Menschen mit Sehbehinderungen

Geld am Bankomat abzuheben ist in Österreich keine Besonderheit. 8300 Bankomate versorgen die Österreicher tagtäglich mit Bargeld, davon gibt es 1015 in der Steiermark. Für Blinde und stark Sehbehinderte ist die Bedienung eines Bankomat aber keine Selbstverständlichkeit. Wollen sie ihn nutzen sind sie auf Begleitpersonen angewiesen. Als Alternative bietet sich noch der Bankschalter an. Hat der zu, gibt es oft kein Bargeld. Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark (RLB) hat das geändert und die ersten blindengerechten Bankomaten im Einsatz. Entwickelt wurde der Geldausgabeautomat von der RLB und dem Gerätehersteller Wincor-Nixdorf unter Einbindung von Fachleuten des Odilien-Blindeninstitutes.
www.rlbstmk.at

Die Jury:

"einfache Benutzung von Technik steht damit allen Menschen offen"
"wichtige, praxistaugliche Weiterentwicklung"
"Ausweitung der Sprachsteuerung auf konventionelle Bankomaten absolut wünschenswert"


Sonderpreis "Gelebte Chancengleichheit in der IT"

Peripherie - Institut für praxisorientierte Genderforschung, Equal Entwicklungspartnerschaft "POP UP GeM"
Projekt: Gender Mainstreaming Planungstool

Das Planungstool, das von Peripherie im Rahmen der Equal Entwicklungspartnerschaft POP UP GeM umgesetzt wurde, und auf Erfahrungen der gesamten Entwicklungspartnerschaft aufbaut, unterstützt NutzerInnen in Form einer interaktiven Website dabei, in ihren eigenen Einrichtungen Projekte und Programme geschlechtergerecht zu entwerfen und umzusetzen. Das Planungstool richtet sich an Führungskräfte und jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in ihren Organisationen beauftragt sind, die Führungskräfte bei der Ausrich-tung der Organisation auf Gleichstellung zu unterstützen. Informationen werden dabei mit anschaulichen praktischen Beispielen verknüpft. Sowohl öffentliche Institutionen als auch Betriebe finden Anleitungen für ihre speziellen Bedürfnisse.
www.gendermainstreaming-planungstool.at

Die Jury:

"wichtigen Betrag zur Bewusstseinsbildung und Etablierung der Gleichstellung von Frauen und Männern"
"unterstützt bei der Umsetzung von Maßnahmen"
"guter Einblick in das breite Handlungsspektrum und Ideengeber für eigene Aktivitäten"


Die weiteren Nominees in der Steiermark

Hyperwave AG
Projekt: Appswave Conferencing

Appswave Conferencing setzt bei der virtuellen Zusammenarbeit von Teams jeder Art neue Maßstäbe. Verteilte Teams können jederzeit in Online-Meetings so zusammenarbeiten, als ob sie in einem Raum sitzen würden. Dabei stehen ihnen neben Presence Awareness und Instant Messaging alle Werkzeuge einer Web-Conferencing-Lösung zur Verfügung. Externe Teilnehmer werden per E-Mail eingeladen und treten innerhalb von Minuten einem Meeting bei. Alle Kanäle einer Appswave-Conferencing-Session können aufgezeichnet werden, um das gesamte Meeting als kompakte Datei zu archivieren. Dabei steht allen Beteiligten das vollständige Spektrum von Kommunikationskanälen zur Verfügung, angefangen von Video und Audio über IP bis zu Application- und Desktop-Sharing.
www.hyperwave.com

eposC process optimization GmbH, Norske Skog Bruck
Projekt: Enhanced Model Predictive Control

Damit eine Produktionsanlage funktioniert, laufen komplexe, zusammenhängende Prozessketten ab. Das Unternehmen eposC aus Grambach bei Graz hat bei diesen Abläufen nicht nur den Durchblick, sondern schafft es zusätzlich auch noch, diese Anlagen über spezielle mathematische Modelle zu optimieren. Bewährte Methoden und Werkzeuge wurden dafür zu einer neuen Technologie zusammengeführt, um eine Gesamtsteuerung von ganzen Prozessketten zu ermöglichen. Unter anderem wurde die enhanced Model Predicitve Control (eMPC) genannte Weiterentwicklung bestehender MPC-Technologie bei der Altpapieraufbereitungsanlage (Deinking) der Firma Norske Skog in Bruck an der Mur angewandt. Und die Ergebnisse sind im Gegensatz zur komplizierten Entwicklung sehr einfach: Die Produktion konnte um 20 Prozent gesteigert werden, der Ertrag stieg und der Chemikalieneinsatz sowie die Umweltbelastung sanken.
www.eposC.com

Solvion information management, Fast Forward GmbH, AUSTIN, POCK & Partners
Projekt: InfoCockpit für die steirischen Impulszentren

Die 30 Impulszentren der Steirischen Wirtschaftsförderung bieten innovativen Unternehmen optimale Rahmenbedingungen in ihrer Gründungs- und Wachstumsphase. Um die Wirtschaftlichkeit und Wirkung der Impulszentren besser steuern und abbilden zu können, beauftragte die FFR (ein Unternehmen der Steirischen Wirtschaftsförderung) bei Solvion eine entsprechende Lösung. Mit Info-Cockpit haben die Verantwortlichen in den steirischen Impulszentren nun die Möglichkeit, auf Knopfdruck Informationen und Reports aus einem zentralen Datenportal abzurufen. Durch die zentrale Dateneingabe und Datenhaltung konnte eine deutliche Reduzierung des Verwaltungsaufwands erreicht werden, gleichzeitig wurde dadurch die Qualität der Daten erheblich gesteigert. Die Verfügbarkeit der Daten ist über einen Webbrowser mit der entsprechenden Berechtigung auch von außen gegeben.
www.solvion.net

Infoworx Österreich
Projekt: Infoworx Suite 2008

Infoworx Suite verwaltet Kunden- und Artikeldaten für Unternehmen, kümmert sich um die Auftragsbearbeitung, druckt Firmendokumente bietet ansprechende grafische Auswertungen. Die Suite bietet eine intuitiv bedienbare Oberfläche, Vorgänge sind mit wenigen Mausklicks oder Eingaben erledigt. Die elektronische Rechnungslegung mittels dem XML-Standard ebInterface spart den Anwendern für den Postversand benötigte Zeit und Kosten. Die Office-Suite ist preislich auf Neugründer und Kleinunternehmen fokussiert. Die Benutzer können mit üblichen PC-Anwenderkenntnissen von der Installation bis hin zur Datenwiederherstellung ohne Schulung alles selbst erledigen. Viele Vorgänge können mit einem Click durchgeführt werden, etwa das Umwandeln eines Angebots in einen Lieferschein oder das Erstellen einer Mahnung aus einer offenen Rechnung.
www.infoworx-suite.com

Arnold Consulting, Web-Selt programming and advertising
Projekt: NEDI - Nachhaltiger Erfolg Durch Innovation

www.nedi.at mobilisiert das Innovationspotential von kleinen und mittleren Unternehmen. Der Online-Management-Test erlaubt einen außergewöhnlichen Zugang zum Thema Innovation: Bequem, von zu Hause aus oder im Büro, können sich Unternehmer spielerisch einem Thema widmen, von dem man vielleicht gerne mehr wissen und lernen möchte. Expertenwissen – praxisbezogen – mit Potentialanalyse, grafischer Auswertung, Analyse und praktischen Tipps gibt es auf Knopfdruck. Das Werkzeug schafft steigendes Bewusstsein über die Wichtigkeit von Innovation für den unternehmerischen Erfolg, es vermittelt Grundwissen über Innovationsfaktoren und analysiert die eigenen Innovationspotentiale. Über praktische Tipps wird ein Leitfaden präsentiert, was Unternehmen weiter tun können um die vorhandenen Potentiale zu mobilisieren und die Innovationsfähigkeit weiterzuentwickeln.
www.arnoldconsulting.at

Neurovation GmbH
Projekt: Innovationsplattform Neurovation

Die Innovationsplattform Neurovation verbindet die Themen Neurowissenschaft und Innovation mittels Webtechnologie und wird im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts entwickelt. Im Mittelpunkt steht der Mensch als kreativer Denker und Wissensarbeiter und dessen Interaktionen mit anderen Personen über das Web. Neurovation.net stellt dem Benutzern verschiedene Werkzeuge zur Entwicklung und Verwaltung seiner Ideen zur Verfügung und eignet sich sowohl für das individuelle Arbeiten an kreativen Aufgabenstellungen, als auch für das gemeinsame Entwickeln von Ideen mit den kreativen Geistern der Neurovation-Community. Mit Neurovation findet der Benutzer eine persönliche Kreativitätsumgebung vor, in der das Erfassen und Dokumentieren von Aufgabenstellungen sowie das Entwickeln und Jonglieren mit kreativen Ideen erleichtert und gezielt gefördert wird.
www.neurovation.net

Tele2 Telecommunication, Büroring Personalmanagement
Projekt: Office Phone IP – Einsatz einer virtuellen Telefonanlage

Büroring Personalmanagement nutzt seit Ende 2007 Office Phone IP von Tele2 - eine virtuelle Telefonanlage, bei der sämtliche Dienste vom Provider betrieben werden und der Kunde ausschließlich eine Breitband-Internetverbindung benötigt. Bis jetzt wurden bereits 10 Standorte mit 83 Nebenstellen umgestellt und miteinander vernetzt. Heuer werden noch fünf weitere Büroring-Standorte umgestellt, darunter Graz. Büroring profitiert von der umgesetzten Lösung durch den Wegfall von Investitionen, die beim Tausch der alten Telefonanlage angefallen wären, und durch Einsparungen im laufenden Betrieb. Weiters wurden zahlreiche Effizienzsteigerungen durch die zentrale Steuerung der Telefonanlage, Integration von Unified-Messaging, Einrichtung einer zentralen Vermittlungsstelle oder CTI-Integration erzielt.
www.tele2.at

Stiftung Secure Information and Communication Technlogies - SIC
Projekt: Kostenlose E-Government Krypto-Bibliotheken

Sensible Kundendaten müssen vor Fälschung und Missbrauch bewahrt werden. Entsprechenden Schutz bieten so genannte Java-Bibliotheken, wie sie die Stiftung SIC an der TU Graz entwickelt hat. Diese Bibliotheken enthalten die kryptografischen Grundfunktionen für darauf aufbauende Sicherheits-Module. SIC stellt Sicherheits-Software auch für Wirtschaftsbetriebe Österreichs kostenlos zur Verfügung. Um national einheitliche Sicherheitsstandards zu schaffen, darf die TU-Software allerdings nur in Verbindung mit den MOA (Module für Online-Applikationen)-Aufbaumodulen des Bundeskanzleramtes genutzt werden, die ebenfalls kostenlos verfügbar sind. Die MOA-Module stellen Basisdienste zur Umsetzung sicherer Online-Verfahren zur Verfügung, die konventionelle Verwaltungsverfahren elektronisch nachbilden.
jce.iaik.tugraz.at

Medizinische Universität Graz
Projekt: Telemedizin im Rahmen der Sanitätsversorgung des Bundesheeres

Durch die der Errichtung einer universitären militärmedizinischen Akademie und eines Traumazentrums in Graz haben das Bundesheer und die Medizinische Universität Graz eine entsprechende Exklusivität im südosteuropäischen Raum. Es ergeben sich daraus völlig neue Forschungsmöglichkeiten hinsichtlich Logistik von Behandlungen in der der Kriegsopfer- und Zivilopferbetreuung aber auch im Hinblick auf telemedizinische und sicherheitstechnische Bearbeitung. Eine eigene MilitärTelMed-Abteilung würde die Einsatzbereitschaft des Österreichischen Bundesheeres aufrecht halten, die Versorgung erkrankter BH-Angehöriger im In- und Ausland sicherstellen, die Forschung und die Nutzung der IT-Technologien für den Sanitätsdienst des Österreichischen Bundesheeres intensivieren. In weiterer Folge werden über einen eigenen Webzugang, die klinischen, administrativen und Bereitschaftsinformationen online bzw. über CD-Rom verfügbar sein.
www.meduni-graz.at

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