Niederösterreich 2008

Landeswappen

Die Vorstellung der 15 nominierten Projekte für den "ebiz egovernment award Niederösterreich" sowie die Prämierung der Sieger fanden am 3. Oktober 2008 in St. Pölten statt.

Bundesministerin Heidrun Silhavy und Landtagsabgeordneter Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, überreichten die Preise für IT- und Web-Lösungen mit dem besten Kundennutzen in Wirtschaft und Verwaltung.

Fotostrecke auf flickr


1. Platz

IT-Kommunal, Rubicon-IT, Public Management Consulting, Zentrum für Verwaltungskooperation, Stadt St. Pölten
Projekt: Standardisierte elektronische Aktenführung in Kommunen anhand der Referenzstadt St. Pölten

Umfangreiche Papierakte, ein starker Anstieg der elektronischen Post und Medien wie E-Formulare bedingen die Verarbeitung von immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit. Was heute im Bund und den Landesregierungen bereits üblich ist, die elektronische Aktenverwaltung für jeden einzelnen Sachbearbeiter zugänglich zu machen und dadurch dem Bürger ein besseres Service anzubieten, wird in Zukunft auch für die Kommunen in Österreich, die nicht über solch großen Budgetressourcen verfügen, maßgeschneidert zur Verfügung stehen. Auf Basis der webbasierten Lösung Acta Nova werden die Anwender in den Kommunen bei der Bewältigung dieser Anforderungen unterstützt und durch die Anbindung von Onlineformularen durchgängiges E-Government ermöglicht. Auf Basis eines einheitlichen Einführungsmodells wird eine standardisierte Erhebung der notwendigen Daten für den ELAK (elektronischen Akt) für jede Kommune vorgenommen.
www.it-kommunal.at

Die Jury:

"zukunftsträchtige Basis für Verwaltungsprojekte"
"Finanzierungsmodell ermöglicht E-Government im ganzen Land"
"reduziert eindrucksvoll Doppelgleisigkeiten"


2. Platz

www.is-infoservices.com
Projekt: Vernetzung von Wirtschaft und Ausbildungsstätten

is – info services ist eine Onlineplattform zur Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Forschung. Bisher war es oft schwierig, geeignete Projektpartner und Experten zu finden, da dies entweder langwieriger Recherche bedurfte oder man nur auf bereits bestehende, persönliche Kontakte zurückgreifen konnte. Auf der Onlineplattform von is – info services treten nun erstmals Unternehmen, öffentliche Bildungs- und Forschungsinstitutionen sowie Schüler und Studenten aus ganz Österreich direkt miteinander in Kontakt. Ziel ist der Austausch von Informationen, Dienstleistungen und Wissen unter diesen Akteuren. Unternehmen bekommen dadurch Kontakte zu potentiellen zukünftigen Mitarbeitern und können deren Fähigkeiten bereits in Projekten testen. Ausbildungsstätten bekommen Kontakt zur Wirtschaft.
www.is-infoservices.com

Die Jury:

"super Ansatz um Wirtschaft und Ausbildung leicht zu verknüpfen"
"verstärkt den Praxisbezug in den Ausbildungsstätten"
"beide Seiten können massiv davon profitieren"


3. Platz

Ybbstaler Fruchtsaft, ELO Digital Office, Panta Rhei Informationstechnologie
Projekt: Dokumentenmanagement mit ELO

Dank des Dokumenten-Management-Systems von ELO kann Ybbstaler Fruchtsaft den aufwändigen Transport von Papierbelegen auf ein Mindestmaß reduzieren und damit die Kommunikationswege innerhalb des Unternehmens drastisch beschleunigen. Das in Niederösterreich ansässige Unternehmen ist Hersteller von Fruchtsaftkonzentraten, und Getränkegrundstoffen. Ein Drittel der rund 150 Mitarbeiter in der Zentrale soll heuer einen direkten Zugriff auf die elektronisch gespeicherten Daten bekommen. Wo früher gedruckte Dokumente mehrfach kopiert und durch die gesamte Firma transportiert werden mussten, reichen dank des elektronischen Dokumentenmanagements nun wenige Mausklicks, um an der richtigen Stelle in Sekundenschnelle auf Informationen zugreifen zu können.
www.elo.com

Die Jury:

"Mut zur Neuerung bei Ybbstaler"
"bester Ansatz zur Prozessoptimierung"
"beispielshafte Verbesserung des Workflows"


Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT" (ex-aequo)

SSC Software, Transdanubia
Projekt: ERP-Software für Blinde und Sehbehinderte

Transdanubia, ein Unternehmen mit sehbehinderten und blinden Beschäftigten setzt auf eine Software, die nicht speziell für Sehbehinderte entwickelt wurde. Aufgabe von MORE.Business Solutions ist die Abbildung aller geschäftsrelevanten Daten in einer integrierten Datenbanklösung, die von Sehenden als auch von Sehbehinderten bearbeitet werden können. Ein einziges Programm erlaubt die uneingeschränkte Bedienung von vier unterschiedlichen Zielgruppen. Für jeden Benutzer, vom Sehenden über den Sehbehinderten bis zum Blinden wurden in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Kunde und Softwareanbieter die Eingabeschirme so angepasst, dass sie ihre Aufgaben in einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit erledigen können. Damit können nun alle Mitarbeiter ihre Tätigkeit stressfrei und mit höchster Qualität ausüben. Das Unternehmen kann sich so auf die wesentlichen Geschäftsprozesse konzentrieren.
www.ssc.at

Die Jury:

"ermöglicht unterschiedlichen Zielgruppen die uneingeschränkte und effiziente Nutzung"
"Benutzerfreundlichkeit ermöglicht bei gleicher Mitarbeiteranzahl höheren Output"
"Mitarbeiter können Arbeitsabläufe kritisch hinterfragen und selbst anpassen"
"lässt Behinderte wie Nichtbehinderte Aufgaben effizienter erfüllen"


Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT" (ex-aequo)

Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya
Projekt: Relaunch waidhofen-thaya.at

Mit dem Relaunch der Homepage hat die Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya ein komplett neu aufgesetztes barrierefreies Auftreten unternommen. Homogen strukturiert und modern präsentiert sich der neue Internetauftritt, der Behörde und Bürger verbindet. Insgesamt wurden durch drei MitarbeiterInnen in 15 Monaten über 400 Internetseiten erstellt. Aufgrund der geringen personellen Ressourcen war besondere Kontinuität und Konsequenz für eine erfolgreiche Umsetzung erforderlich. Seit Ende März 2008 ist die neue Homepage online. Die Besucherzahl der zirka 5.700-Einwohner-Gemeinde konnte kürzester Zeit verdoppelt werden.
www.waidhofen-thaya.at

Die Jury:

"Engagement, Konsequenz und konstruktive Einstellung für eine nachhaltige Verbesserung der Zugänglichkeit"
"Musterbeispiel für E-Government und barrierefreie Webangebote"
"modernes, gelungenes Angebot an die Bevölkerung"


Sonderpreis "Gelebte Chancengleichheit in der IT"

Donauuniversität Krems - Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement Forschungsbereich KnowComm
Projekt: Advance

Frauen sind in der Forschung nach wie vor stark unterrepräsentiert. Unter Leitung der Donau-Universität Krems wurde ein Förderprogramm für Frauen in Wissenschaft und Technik durchgeführt. Das Projekt Advance läuft unter dem Schwerpunkt "Science and Society" des 6. EU-Rahmenprogramms. Ziel ist es, Wissenschaftlerinnen durch gezieltes Training und den Erwerb von Führungskompetenzen Karriereperspektiven zu ermöglichen. Kernstück ist das Trainingsprogramm im Rahmen einer Summer School, in dem die ausgewählten 36 Teilnehmerinnen ihren Bedürfnissen entsprechend, Kompetenzen für Forschungs- und Managementaufgaben erhalten haben. Die zweite Schiene ist das begleitende Mentoring- und Coaching-Programm. Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Inhalte für die nachhaltige Implementierung von derartigen Programmen stehen der interessierten Öffentlichkeit und wissenschaftlichen Institutionen frei zur Verfügung. www.advance-project.eu
www.advance-project.eu

Die Jury:

"Möglichkeit für Frauen, Kompetenzen für Forschungs- und Managementaufgaben aufzubauen"
"begleitende Maßnahmen für die persönliche und professionelle Entwicklung der Teilnehmerinnen"
"Modelle werden für ähnliche Projekte bereit gestellt"


Die weiteren Nominees in Niederösterreich

Your eConsultants GmbH
Projekt: CALI - die Zeitmaschine für Gesetze

CALI, die Zeitmaschine für Gesetze, eröffnet all jenen Berufsgruppen, die mit Gesetzestexten arbeiten müssen, neuartige Möglichkeiten, internetbasiert auf diese zugeschnitten zugreifen zu können, Geboten werden eine Volltextsuche im gesamten Bundesrecht im Rechtsinformationssystem RIS, die Generierung einer konsolidierten Gesetzesfassung für ein beliebig festlegbares Datum auch in der Vergangenheit und – soweit verfügbar – in der Zukunft. Neuartig ist die buchstabengenaue Vergleichsmöglichkeit von zwei Gesetzesfassungen zu beliebigen Zeitpunkten mit Kennzeichnung aller Unterschiede (neu, gelöscht, verändert). CALI ist seit November 2007 auf dem Markt erhältlich und wird in einem ASP-Modell zur monatlichen oder jährlichen Miete angeboten.
www.cali.at

Herold Business Data
Projekt: www.herold.mobi

Über die für Mobiltelefone optimierte Site www.herold.mobi können User von allen internetfähigen Handys immer und überall auf den HEROLD zugreifen. Damit stehen vier Mio. Telefonnummern inklusive der Daten von 340.000 heimischen Firmen jetzt auch unterwegs zur Verfügung. Suchkriterien können entweder Name, Branche oder auch eine Rufnummer sein. Auf Klick kann der geografische Standort zu einem gefundenen Eintrag angezeigt werden. Am Vodafone Live! Portal von A1, auf Planet3, Orange World und Web´n´Walk von T-Mobile ist herold.mobi bereits als Link eingetragen. Die Verwendung der Applikation ist für den User kostenlos. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts basiert auf der Nutzung der Applikation als Werbeplattform.
www.herold.mobi

Verein "Politik transparent"
Projekt: meinparlament.at

Ende August 2008 fiel der Startschuss für die heiße Phase des Nationalratswahlkampfes online: Auf der Internetplattform www.meinparlament.at konnten Bürgerinnen und Bürger mehr als 1.000 Kandidierende ein Monat lang im Vorfeld der Nationalratswahlen befragen. Insgesamt wurden 2.463 Fragen gestellt. Rund 75 Prozent aller Kandidaten und Kandidatinnen haben auf ihre Fragen geantwortet. Auch nach den Wahlen wird die Kommunikation mit den 183 Abgeordneten und den österreichischen EU-Parlamentariern ermöglicht. User finden punktgenau jene Ansprechpersonen für ihre persönlichen Anliegen und Themenfelder. So lässt das Portal das Zustandekommen eines Gesetzes von Anfang mitverfolgen, um allfällige Fragen stellen zu können und ein besseres Verständnis für das Thema zu erlangen. Beobachtet werden die unterschiedlichen Ausschüsse im Parlament und die dafür in regelmäßigen Abständen vorgesehenen Sitzungen.
www.meinparlament.at

T-Systems Austria GesmbH, Qualitätslabor Niederösterreich
Projekt: Kommunikationsplattform im Qualitätslabor Niederösterreich

T-Systems implementierte für das größte Lebensmittellabor Österreichs eine IT-Plattform zur schnelleren und einfacheren Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Kunden und der Lebensmittelindustrie. Die Kollaborationsplattform führt die Anwendungen und Daten des Qualitätslabors Niederösterreich in einer zentralen Internetanwendung zusammen und verwaltet Kundenstammdaten sowie Prüfberichte. Auf Basis einer einheitlichen Infrastruktur kommunizieren alle beteiligten Personen durchgängig über mehrere Arbeitsplätze hinweg ohne Medienbrüche. Die Prüfung der Qualitätskriterien in Laboruntersuchungen nimmt mehrere Tage in Anspruch. Kritische Werte werden jetzt bereits sehr rasch sichtbar und über das Portal für die Nutzer transparent.
www.t-systems.at

mediadesign Podolsky & Partner, Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring
Projekt: Müllabfuhr- und Terminwecker per SMS

Die Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring bietet ein kostenloses SMS-Service an: Wer seine Handynummer registrieren lässt, wird mit einem SMS-Müllabfuhr-Wecker am Vorabend erinnert, welche Mülltonne am nächsten Tag vor das Haus gestellt werden soll. Bisher nutzen etwas mehr als hundert Haushalte das neue Angebot der Gemeinde. Neben dem SMS-Service bietet die Gemeindehomepage als Neuerung einen Terminkalender, mit dem gezielt und rasch nach Arzt- und Apothekerdiensten sowie auch Müllterminen gesucht werden kann. Auch erweiterte Fotogalerien und Downloadbereiche für Formulare finden sich auf der Website, die barrierefrei programmiert wurde.
www.burgschleinitz-kuehnring.at

SOREX wireless Solutions GmbH
Projekt: SOREX wireless Key – Bluetooth Zutrittssystem

SOREX wirelessKey ist ein Zutrittssystem, mit dem mittels bluetoothfähiger Mobiltelefone – zwei Mrd. Stück, sind derzeit weltweit im Umlauf – Türen automatisch aufgesperrt werden können. Das Mobiltelefon muss dazu nicht einmal aus der Tasche genommen werden. Der Nutzer braucht lediglich vor die Türe zu gehen, diese wird automatisch aufgesperrt. Mit wirelessKey wird jedes bluetoothtaugliche Gerät, wie etwa Handy oder Organizer, zu einem hochsicheren Schlüssel. Mechanische Schlüssel, Magnetkarten, Chipkarten und ähnliches werden obsolet. Die Verwaltung von Zutrittsberechtigungen wird einfacher und kostengünstiger als je zuvor. Die Registrierung eines Handys erfolgt schneller als die Ausstellung einer Besucherkarte.
www.sorex-austria.com

Nominiert für den Sonderpreis "Barrierefreiheit in der IT"

gemdat Niederösterreich, Gemeinsame Region Bucklige Welt
Projekt: Informationsdrehscheibe Bucklige Welt

Der Verein Gemeinsame Region Bucklige Welt hat unter Nutzung des kommunalen Consulting-Know-how der gemdat Niederösterreich die "Informationsdrehscheibe Gemeinsame Region Bucklige Welt" umgesetzt. Als technisches Fundament dient das Content-Management-System RiS-Kommunal 3.0, das speziell für kommunale Anforderungen entwickelt worden ist. Durch das gemeinsame Erscheinungsbild der Region und der 23 Mitgliedsgemeinden im Web wird die Zusammengehörigkeit auch nach außen dokumentiert. Das Redaktionssystem unterstützt die Arbeit der rund 25 Redakteure erheblich. Inhalte werden automatisch sowohl auf der Gemeindeseite, als auch auf der Regionsseite publiziert. Durch die Content-Syndizierung mit help.gv.at können Detailinformationen zu derzeit 11 Lebenslagen direkt in die regionalen Seiten integriert werden. News anderer Seiten werden mittels RSS-Feeds importiert.
www.buckligewelt.at

WEBprofil, phone4you Handels GmbH
Projekt: phone4you Handyshop

Die Website www.phone4you.at bietet einen barrierefreien Onlineshop. Über 1.000 Artikel, davon viele Handys und Zubehör, stehen dem Kunden zur Ansicht und zum Kauf bereit. Als Bezahlmöglichkeiten stehen Paypal, Vorauskasse und Barzahlung zur Verfügung. Um die Kunden optimal zu betreuen finden Onlineumfragen zur Kundenmeinung statt. Die Website ist auch via Handy und Organizer mobil abrufbar.
www.phone4you.at

Nominiert für den Sonderpreis "Gelebte Chancengleichheit in der IT"

Women30plus.at
Projekt: Women30plus Martina Limlei & Violeta Hollinek GesbR

Ab 30 jonglieren Frauen meist mit mehreren Rollen: sie sind Partnerin, Berufstätige, Mutter oder Freundin, viele sogar alles gleichzeitig. Ständig zwischen diesen verschiedenen Rollen hin und her gerissen bleiben oft die eigenen Bedürfnisse auf der Strecke. Women30plus richtet sich an selbständige, emanzipierte und selbstbewusste Frauen, die eine Lebensbalance zwischen diesen wichtigen Rollen erhalten wollen. Zahlreiche redaktionelle Artikel und Tipps rund um Job und Beruf im Channel Work unterstützen Frauen beim Planen nächster Karriereschritte, dem Wiedereinstieg nach der Familienpause oder einem effektiven Zeitmanagement. Best-Practice-Beispiele von Frauen in vergleichbaren Situationen veranschaulichen die Themen plakativ. Abgerundet wird das Angebot durch Steuer- und Finanztipps und eine interaktive Jobbörse.
www.women30plus.at

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